Maxim Billers "Tochter" als Taschenbuch

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Maxim Billers Romandebüt "Die Tochter", im Jahr 2000 erschienen, war sein bislang größter literarischer Erfolg. Die (vermeintlich?) inzestuöse Vater-Tochter-Geschichte, mit der der Autor ein aufregendes und zuweilen grässliches Verwirrspiel treibt, wurde von vielen Rezensenten in höchsten Tönen gelobt. Melanie Ottenbreit hatte in literaturkritik.de (http://www.literaturkritik.de/txt/2000-07-56.html) am Ende einige Vorbehalte: "Von Billers Romandebüt bleibt ein ergreifender Auftakt und ein dramatischer Schlussakkord bestehen. Dazwischen droht sich die Handlung bisweilen in der Vielstimmigkeit der Komposition zu verlaufen. Täuschung ist das Rezept des beeindruckenden Einstiegs und des ernüchternden Endes. Doch Biller geht ein hohes Risiko ein, wenn er erzählt, wie er erzählt. Denn er lockt den Leser auf zu viele falsche Fährten und setzt sich so der Gefahr aus, ihn bei der Lektüre zu verlieren." Der Roman liegt inzwischen auch in einer Taschenbuchausgabe vor.

T. A.

Titelbild

Maxim Biller: Die Tochter. Roman.
Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001.
424 Seiten, 10,00 EUR.
ISBN-10: 3423129336

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