Das Ende der Gruppe 47

Ein Abschiedstreffen in Saulgau (1977)

Von Marcel Reich-RanickiRSS-Newsfeed neuer Artikel von Marcel Reich-Ranicki

Was war das? Noch eine literarische Tagung? Oder ein ungewöhnliches Jubiläums-Treffen? Oder gar eine sonderbare Trauerfeier? Es läßt sich schwer definieren, was da am vergangenen Wochenende stattgefunden hat. Auf jeden Fall war es ein literarhistorisches Ereignis – und die wir dabei waren, wir werden es nicht vergessen.

Bewundert viel und viel gescholten, heftig bekämpft und häufig nachgeahmt, war sie, die man jetzt mit einem heitern und mit einem nassen Auge zu Grabe getragen hat, schon zu ihren Lebzeiten eine Legende. Sie war und ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen in vielen Ländern, sie war und ist Thema von Seminaren und Vorlesungen, Symposien und Prüfungen. Ich spreche von der originellsten und berühmtesten literarischen Gruppierung, die Deutschlands Literatur in diesem Jahrhundert hatte – von der Gruppe 47.

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Aus: Marcel Reich-Ranicki: Die Gruppe 47, nur für Online-Abonnenten oder erweitert als Buch





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