Gemein mit jedermanns Angst

In Wolfgang Koeppens Aufsätzen über Literatur finden sich weder Untersuchungen noch Analysen. Sie enthalten auch keine Plädoyers oder gar Richtsprüche. Ein Wissenschaftler, ein Literarhistoriker ist Koeppen nicht. Und der Ehrgeiz, als Kunstrichter zu fungieren, war ihm immer fremd.

Gewiß, er hat im Laufe der Jahre und Jahrzehnte Hunderte von Rezensionen und Interpretationen, von Essays und Porträts verfaßt. Doch für das Geschäft dessen, der sichten, ordnen und werten muß, der zu polemisieren und zu postulieren hat, mochte er sich nie erwärmen. So kann er auch schwerlich als Kritiker gelten.

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