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Annabelle Heise: Angst vor Freiheit. In Theorie und Literatur nach 1970.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2016.
418 Seiten, 48,00 EUR.
ISBN-13: 9783826059889

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Klappentext des Verlages

Wir haben heute mehr Freiheiten als jemals zuvor – in der westlichen Gesellschaft der Gegenwart obliegt es mehr denn je dem einzelnen Individuum, sein Leben frei zu gestalten. Nachdem die Freiheit zunächst über Jahrhunderte hinweg erkämpft worden ist, entpuppt sie sich, in der Postmoderne angekommen, vor allem als eine eskalierende Freiheit und (Über-)Forderung des Subjekts, die viel Angst provoziert. Sie erweist sich als allumfassend und scheint vor keinen Gewissheiten halt zu machen. Das Individuum von heute kann und muss (sich) in allen zentralen existentiellen Kategorien ständig wählen: Das eigene Geschlecht, Sexualität, Lebensentwurf, Werte und sogar der Tod werden nun zur Option, die geregelt und entschieden werden kann und muss.
Philosophie, Psychoanalyse und Literatur beleuchten unterschiedliche Facetten der Angst vor Freiheit, wodurch sich die Frage nach ihrem interdisziplinären Verhältnis stellt: Wie erzählen literarische Texte von Schimmang, Handke, Hilbig und Krauß die Freiheitsangst, und wie verhält sich dieses Bild zu den philosophischen und psychoanalytischen Theorien von Kierkegaard und Sartre bis Yalom und Bieri?
Dieses Buch leistet einen Beitrag zu der Frage, wie es heute im Land der German Angst um die Freiheitsangst bestellt ist: Wie wirken sich die radikalen Brüche der deutschen Geschichte in den letzten vierzig Jahren, wie die 1968er-Bewegung und der Mauerfall, auf das literarische Erzählen und theoretische Überlegen von Angst vor Freiheit aus?

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