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Charles Baudelaire: Les Fleurs du Mal – Die Blumen des Bösen. Gedichte.
Übersetzt aus dem Französischen von Simon Werle.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017.
525 Seiten, 38,00 EUR.
ISBN-13: 9783498006778

Rezensionen von literaturkritik.de

Der Rausch der Moderne
Zum 150. Todestag von Charles Baudelaire erscheint eine Neuübersetzung der „Blumen des Bösen“ sowie unter dem Titel „Wein & Haschisch“ eine kleine Sammlung von Essays
Von Sascha Seiler
Ausgabe 09-2017

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Klappentext des Verlages

Die Neuübersetzung eines Klassikers anlässlich des 150. Todestages von Charles Baudelaire. Eine zweisprachige Ausgabe.
Kaum ein anderes Werk hat die europäische Lyrik so nachhaltig geprägt wie „Les Fleurs du Mal“ (1857) des Décadent und Dandy Charles Baudelaire. Bei seinem Erscheinen in Frankreich ein riesiger Skandal, mehrfach verboten und verbrannt, ist dieser Gedichtzyklus zu einem zentralen Text der Moderne geworden.
Grundthema der „Blumen des Bösen“ ist die Biopsie des Abgrunds, der in einem Subjekt aufklafft, das die Entstehung des modernen Bewusstseins als seelische Zerreißprobe durchleidet. Das „Böse“ dieser Blumen meint nicht eine moralische Kategorie oder ein sittliches Urteil, sondern die unerbittliche Analyse des Dämonischen an der Wurzel jeder existentiellen Erfahrung.
Mit ihrer Sprachmagie, ihren Exorzismen der Verzweiflung, ihrer Ästhetisierung des Makabren, Bizarren und Morbiden, und nicht zuletzt mit ihrer gewagten Erotik, markieren „Die Blumen des Bösen“ einen Höhe- und Wendepunkt der französischen Dichtung: in ihrer formalen Perfektion noch der Verskunst des Klassizismus und der Romantik verpflichtet, sprengen und überschreiten sie deren inhaltliche Modelle und erschließen psychologisch wie soziologisch völlig neue Dimensionen.

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