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Julie Estève: Lola.
Übersetzt aus dem Französischen von Christian Kolb.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017.
157 Seiten, 19,95 EUR.
ISBN-13: 9783498090944

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Klappentext des Verlages

Der erste Roman der französischen Autorin Julie Estève steht in der feministischen literarischen Tradition von Virginie Despentes und Elfriede Jelinek. Es ist ein aufmüpfiges Buch über Erotik, Sex, und eine Frau, die in kein Schema passt.
 
Lola zieht auf High Heels, in Minirock und Netzstrümpfen durch Paris. Sie sucht Sex – und findet ihn. Sex als Mittel zum Vergessen. Als Lola acht Jahre alt war, starb ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall, Lola wurde aus einer idyllischen Kindheit gerissen und hat diesen Verlust nie überwunden. Sex als Mittel gegen den Schmerz.
 
Sex aber auch als Kampfansage an die Doppelmoral der feinen Franzosen. Für Frauen wie Lola gibt es keinen Platz in der feinen französischen Gesellschaft, und dafür rächt sie sich. Ob Schuster, Geschäftsführer oder Kritiker, sie bekommt sie alle. Und sie erniedrigt sie alle, denn ihre Wut ist groß.
 
Auch ihr Nachbar - Dove mit den bernsteinfarbenen Augen - will es mit ihr aufnehmen und bringt ihr ein Stück feiner selbst gemachter Schokolade. Der Duft steigt ihr in die Nase: Es ist der Beginn einer kriegerischen Freundschaft. Dove ist das Gegenteil von ihr, herzlich, häuslich, und er hat einen festen
Lebensplan, in dem Lola eine Rolle spielen soll, die ihr fremder nicht sein könnte ...
 
Julie Estève schreibt über weibliches Begehren, über Lust und ihre Nähe zum Hass. Über Eleganz, Charme und Verführung. Voller Ironie und tiefschwarzem Humor spielt sie gekonnt mit allen erdenklichen französischen Klischees. Ein fesselnder Debütroman, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Provokant, gewagt, zeitgenössisch.

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