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Malte Denkert: Theodor Storm und das Tabu. „ich respektierte dieses Schweigen nicht“.
Ergon Verlag, Würzburg 2017.
118 Seiten, 25,00 EUR.
ISBN-13: 9783956502651

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Klappentext des Verlages

Theodor Storms Novellen rühren heftig an zeitgenössische und teilweise
heute noch gültige Tabus: Es begegnen dem Leser Männer, die von
hochgradigen Sexualängsten erfüllt sind („Im Sonnenschein“ und
„Celeste“), sowie ein nekrophiler Charakter, der sich in perverse
Fantasien hineinsteigert („Ein Fest auf Haderslevhuus“) – E. A. Poes
Gothic Novels standen hier Pate. In „John Riew’“ hat Storm Zeichen
versteckt, die auf eine homoerotische Liebe zwischen zwei
Schiffskapitänen verweisen, von denen der eine an innerer Zerrissenheit
zugrunde geht. Ein weiterer Tabubruch betrifft die Darstellung
behinderter Menschen in Storms Novellen „Im Schloß“, „Eine Malerarbeit“
und „Der Schimmelreiter“, die gesellschaftskritisch wirkt und die
Ausgrenzung von beeinträchtigten, nicht der „Normalität“ entsprechenden
Personen sichtbar macht.
Storm zeigt sich in seinem Umgang mit
Tabuthemen als Gesellschaftstherapeut und hinterfragt überkommene und
die Menschen beengende Vorstellungen.

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