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Katharina Döderlein: Die Diskrepanz zwischen Recht und Rechtsgefühl in der Literatur. Ein dramatischer Dualismus von Heinrich von Kleist bis Martin Walser.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2017.
339 Seiten, 48,00 EUR.
ISBN-13: 9783826062285

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Klappentext des Verlages

Eine Kongruenz von subjektivem Rechtsgefühl und objektiver Rechtsordnung
ist nicht selbstverständlich gegeben. Die Gründe für eine Diskrepanz
sind vielfältig: Sie reichen von persönlich motivierter
Interessenverfolgung über das Versagen des Rechtssystems bis hin zum
Ansinnen einer vermutlich utopischen Harmonie von Recht, Gerechtigkeit
und Humanität. Ganz gleich auf welche Weise die Diskrepanz zustande
kommt, mündet sie stets in eine antithetische Konfliktsituation zwischen
subjektivem Anspruch und objektiver Vorgabe, aus der ein ‚dramatischer
Dualismus‘ erwächst. Anhand ausgewählter literarischer Prosatexte vom
19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wie Michael Kohlhaas, Die Judenbuche
und Finks Krieg, wird die Diskrepanz zwischen Recht und Rechtsgefühl aus
literaturwissenschaftlicher Perspektive durchleuchtet. Die Deutung des
historischen Kontexts und der vorherrschenden Rechtsauffassung des
jeweiligen literarischen ‚Fallbeispiels‘ soll den interdisziplinären
Diskurs zwischen Literatur und Recht beleben.

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