Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 4, April 2016

Vorbemerkungen zur April-Ausgabe 2016

Schwerpunkt I: Nukleare Narrationen - Erkundungen der Endzeit fünf Jahre nach Fukushima

Zur Einführung

„Im dunklen Grenzbezirk“ – Literatur und das Atomare
Zur Einführung in den Themenschwerpunkt
Von Lisette Gebhardt

Essays

Gegen das acherontische Grauen
Helga Raulff begibt sich auf die Spuren des Atomblitzes
Von Arata Takeda

Schreiben über das Unbeschreibbare
Der Band „Seit jenem Tag“ (1984) gibt Einblicke in die japanische Atombombenliteratur und beansprucht noch immer Aktualität
Von Christian Chappelow

„Die Technik macht’s möglich“
Zur ökologischen Apokalypse in Günter Grass‘ Roman „Die Rättin“
Von Rudolf Drux

Atomare Kinder- und Jugendliteratur in Japan und Deutschland
Ein Vergleich
Von Yôko Koyama-Siebert

Melodramatik vor Ruinenlandschaft
Die Katastrophe von Fukushima in den Spielfilmen von Doris Dörrie, Nao Kubota und Shion Sono
Von Tobias Lindemann

Rezensionen

Visualisierungen der Katastrophe, Umwelt und Zukunft

Die Bombe und die Kamera
Tobias Nanz und Johannes Pause versammeln Beiträge zum nuklearen „Weltenbrand“ im Kino
Von Jan-Christoph Müller

Visuelle Kulturen der Katastrophe
Ein Sammelband und ein Katalogbuch widmen sich deren bildlicher und medialer Darstellung im Kulturvergleich
Von Verena Kuni

Welches Bild entsteht in der Katastrophe?
Zu Jörg Tremplers Geschichte der Entstehung des Katastrophenbildes im 18. Jahrhundert
Von Regine Prange

Abgründe der Natur, der Globalisierung und der conditio humana
Über einen von Almut Hille, Sabine Jambon und Marita Meyer herausgegebenen Sammelband
Von Gabriele Dürbeck

Tschernobyl und die Folgen
Ein Sammelband zeigt, wie (Ost-)Europa nach 1986 und bis heute mit dem Reaktorunglück umgeht
Von Artem Kouida

Die Atombombe: Vernichtung von Mensch und Menschlichkeit

Der (west-)deutsche Griff nach der Atombombe
Tilmann Hanel erkennt eine gezielte Ausrichtung der bundesdeutschen Atomentwicklung am militärischen Interesse während der Kanzlerschaft Konrad Adenauers
Von Matthias Koch

Lasst alle Hoffnung fahren!
Gisela Elsners Romanfragment „Die teuflische Komödie“ präsentiert ein Endzeitszenario ohne Endzeit und bearbeitet die deutsche Geschichte sowie kollektive Ängste
Von Verena Gold

Ihr sollt verstehen, ihr könnt nicht verstehen
Hayashi Kyôkos Erinnerungen an die Atombombe
Von Elena Hilgenberg

Die Nachwirkungen der Vergangenheit
Yûichi Seirai erzählt in „Ground Zero Nagasaki“ von den Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
Von Evelyn Schulz

Berichte aus der Fukushima-Krise

Tagebücher von und nach Fukushima
Ein Blick auf die Katastrophe en miniature
Von Jiré Emine Gözen

Blick in den Abgrund
Naoto Kan, Japans Premierminister während der Fukushima-Krise, erinnert sich
Von Gabriele Vogt

Außerhalb der Vorstellungskraft?
Susan Boos fragt in ihrer Fukushima-Reportage danach, was man aus den atomaren Super-GAUs in Japan und Russland gelernt hat
Von Cosima Wagner

"Fukushima" erzählt, "Tschernobyl" erzählt

Fukushima kann man nicht ausblenden
Die Anthologie „Nachbeben Japan“ vereint Texte österreichischer Autoren zur Natur- und Atomkatastrophe in Japan
Von Christoph Held

Engagierte Literatur im Angesicht der Katastrophe
Ryo Kikuchi dichtet in seinem Debüt „Schlechte Zeit für Haiku“ fünf Jahre nach Fukushima über die Schuld des Schweigens und die Notwendigkeit des Erinnerns
Von Martin Thomas

Elend in großen Dosen
Sabine Scholl verwebt in ihrem Roman „Die Füchsin spricht“ Schicksale verschiedener Menschen vor dem Hintergrund der Katastrophe von Fukushima
Von Barbara Geschwinde

Untertauchen in Japan
Über Thomas Reverdys Reisekrimi „Die Verflüchtigten“
Von Wolfgang Herbert

Wenn aus Tschernobyl Deutsch-Pop wird
Über Merle Hilbks ‚halbe Reisereportage‘
Von Alexandra Ivanova

Eine deutsche Perspektive auf die Katastrophe
Roland Schimmelpfennigs „Fukushima“-Stück „An und aus“
Von Lisa Mundt

„Worte ohne Schutzanzug“ – Madlen Beret übersetzt und analysiert Ryôichi Wagôs „Fukushima“-Lyrik

Aus dem Archiv von literaturkritik.de

„Nukleare Narrationen“: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Schwerpunkt II: Literarische Debüts

Vorbemerkung

Essays

Erstlinge
Zum Verhältnis von Debüt und Autorschaft
Von Julia Amslinger

Gesellschaftlich relevanter Inhalt – gewichtiger als die ästhetische Form?
Eine Übersicht über einige preisgekrönte Debütromane des vergangenen Jahres
Von Bozena Anna Badura

Rezensionen

Apokalypse im Dorf
Nis-Momme Stockmann führt in seinem Debütroman „Der Fuchs“ in seelische Abgründe
Von Stefan Tuczek

Da—zwischen
Verena Güntner legt mit „Es bringen“ einen Coming-of-Age-Roman vor, der durch Unaufgeregtheit und Alltäglichkeit überzeugt
Von Thomas Stachelhaus

Eine eigene Geschichte aus reiner Gegenwart
Jochen Distelmeyers Debüt „Otis“
Von Nils Demetry

Die Revolution ist anderswo
Mit „Nachts ist es leise in Teheran“ legt Shida Bazyar ein überzeugendes Debüt vor
Von Nils Demetry

Das Altbekannte – mit interessantem Gedankengut rund um die Integrationsfrage
Kat Kaufmann gewann mit ihrem Roman „Superposition“ den ZDF-aspekte-Preis 2015
Von Bozena Anna Badura

Offene Fragen in unkonventioneller Form
Ursula Ackrills Debüt „Zeiden, im Januar“
Von Johannes Küssner

Der Prenzlauer Berg wurde mit Zuckerguss glasiert
Karin Kalisas Debüt „Sungs Laden“ bekämpft Traurigkeit mit Kitsch
Von Emily Jeuckens

In grüner Mission
„Greenwash Inc.“: Karl Wolfgang Flenders satirischer Debütroman über die Nachhaltigkeitslügen der PR-Industrie
Von Oliver Pfohlmann

Also seien Sie doch vernünftig
Bereits im bislang unveröffentlichten Debüt „Catt“ zeigt sich Hans Joachim Schädlichs unverwechselbare Mischung von scharfer Beobachtung und glasklarer Sprache
Von Volker Strebel

Ein emotionsloser Philosophiestudent und zwei krankhaft verliebte Frauen
Janko Markleins Debütroman „Florian Berg ist sterblich“
Von Yvette Rode

Bildnis der Mutter als junge Frau
Werner Rohners einfühlsames Romandebüt „Das Ende der Schonzeit“ liegt nun als Taschenbuch vor
Von Julian Ingelmann

In der Kürze liegt die Würze?
Mario Schneiders Debüt „Die Frau des schönen Mannes“
Von Jenny Schiemann

Achtung, Alliterationen!
Ein sprachgewaltiges Debüt von Jan Snela
Von Minou Trieschmann

Schmuck der Ohnmacht
Zu Katharina Winklers Debütroman „Blauschmuck“
Von Sebastian Braun

Wiedergelesen und neugelesen: Debüts revisited

Altbekannte Geschichten im neuen Gewand
Ein kleiner Blick auf den Meister der ‚Variationen des Immergleichen‘, Josef Winkler
Von Thomas Stachelhaus

Ein Debüt auf den Schultern von Riesen
Michael Kleinhernes Debüt „Drehpause“ verabschiedet den Anfang
Von Lisa Eggert

Ein Fall von früher Meisterschaft
Daniel Kehlmanns Debüt „Beerholms Vorstellung“
Von Nils Demetry

An den zerfaserten Rändern der Welt
21 Jahre „Faserland“ – was bleibt uns denn, außer Isabella Rossellini?
Von Emily Jeuckens

Was schon damals gesagt wurde
Grass‘ Romandebüt „Die Blechtrommel“, in 2016 wiedergelesen
Von Darius Watolla

Expertenstimmen/AutorInnenstimmen

Warum das Gummibärenlied nicht mehr zum ironischen Gag taugt
Ein Gespräch mit Stefan Mesch über die Arbeit an seinem Debütroman „Zimmer voller Freunde“, Jugend in den Neunzigern, Fernsehserien und das Internet
Von Nils Demetry

„Alle nicken und dann stoßen wir an mit einem Glas Weißwein“
Zehn Fragen an zwölf AutorInnen zur Lage der Gegenwartsliteratur
Von Bozena Anna Badura und Nils Demetry

Schwerpunkt III: Migration und Fluchtbewegungen - Teil 2

Essays

„Chega de saudade“
Fluchtbewegungen zwischen Europa und Brasilien
Von Martina Kopf

Von Willkommenskultur, Verstehensproblemen und Flüchtlingsquallen
Ein Essay zu den zeitgenössischen europäischen Flüchtlingsromanen „Gehen, ging, gegangen“ (2015) von Jenny Erpenbeck, „Assommons les pauvres!“ (2011) von Shumona Sinha und „The other hand“ (2008) von Chris Cleave
Von Johannes Kolja Badzura

Rezensionen

Begegnung auf dem Mittelmeer
Merle Krögers Roman „Havarie“
Von Christof Rudek

Fluchtgeschichten als Armutszeugnis europäischer Außenpolitik
In der Reportage „Über das Meer“ wird das Versagen Europas deutlich
Von Tobias Gunst

Gedenktage

Zum Tod des Nobelpreisträgers Imre Kertész

Imre Kertész – ein Nachruf
Das Glück des Auschwitz-Rückkehrers war das Schreiben, sein Werk ist für die ihn Überlebenden ein Schatz
Von Barbara Mahlmann-Bauer

Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen
Im Literarischen Quartett vom 13.6.1996
Von Redaktion literaturkritik.de

Zum Tod des Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Zum Tod von Lars Gustafsson

Zum Tod von Lars Gustafsson: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Eine etwas dünne Rezeptur
Lars Gustafsson erzählt in „Doktor Wassers Rezept“ eine Variante des Doppelgänger-Motivs und macht es sich dabei zu leicht
Von Beat Mazenauer

Weitere Gedenktage

Zum 90. Geburtstag von Edgar Hilsenrath: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Der Dichter unserer Niederlagen
Zum Tod des großen deutschen Schriftstellers Wolfgang Koeppen – Ein Nachruf vor 20 Jahren
Von Marcel Reich-Ranicki

Ein Kulturpessimist und brillanter Satiriker
Zum 50. Todestag des englischen Schriftstellers Evelyn Waugh
Von Manfred Orlick

Glossen

Laut & Luise

Verführer mit der Angel
Über „Die Forelle“ von Schubert und Schubart
Von Luise F. Pusch

Lampings Lyrik-Kolumne

Gedichte, ernst genommen
Eine Sondierung
Von Dieter Lamping

Deutschsprachige Literatur

Leider nur ein Vakuum
Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt in „Panikherz“ offenherzig sein Leben und vergisst darüber, ein kohärentes Buch zu verfassen
Von Sascha Seiler

Männerphantasien
Karen Duves dystopischer Roman „Macht“ führt uns ins misogyne Jahr 2031
Von Rolf Löchel

Porträt des Künstlers als hassend-gehasster Jude
Norbert Gstreins Roman „In der freien Welt“
Von Gunnar Kaiser

Nördlich von Böhmen und südlich von Grönland
In „Die Jahre im Zoo“ beschwört Durs Grünbein in Prosa und Versen die Stadt seiner Kindheit und Jugend, eigene Erinnerungen und das 20. Jahrhundert herauf
Von Dietmar Jacobsen

Das Pfeifen des Windes im Fleischtunnel
Max Goldt adaptiert in „Räusper“ sein eigenes Comic-Archiv
Von Wieland Schwanebeck

Unser Schmerzensmann
In seinem neuen Roman erzählt Michael Kumpfmüller von männlicher Identitätsbildung in der Gegenwart
Von David Brehm

Antonia Baum stirbt nicht
Über die Unmöglichkeit, einen Roman über jemand anderen als sich selbst zu schreiben
Von Daphne Tokas

Poetik der Unmittelbarkeit
Sobo Swobodnik setzt in „Gaza im Kopf“ auf die direkte Konfrontation mit der eigenen Erkrankung
Von Nicolai Glasenapp

Eine zauberhafte Reise
Wolfgang Herrndorfs „Bilder deiner großen Liebe“ ist ein Fragment, aber was für eines
Von André Schwarz

Ganz ohne „Germanistenscheiß“
Die Wolfgang-Herrndorf-Gesamtausgabe trägt zur Kanonisierung des Schriftstellers bei, lässt aber einige Fragen offen
Von Peter Langemeyer

Rechtsprechung und Moral im Angesicht des Terrors
Ferdinand von Schirachs erstes Drama will zur Grundsatzreflexion zwingen
Von Manuel Bauer

Neues aus dem Reich der „Melodien“
In „Alles ist gut“ bastelt Helmut Krausser ein spannendes, intelligentes intertextuelles Geflecht und schreibt gleichzeitig seinen berühmtesten Roman weiter
Von Sascha Seiler

Schwalben über Blumenwiesen
Mit „fleurs“ schließt Friederike Mayröcker ihre großartige Trilogie ab
Von Herbert Fuchs

Kein schwacher Trost
Zu Ludwig Lahers viertem Gedichtband „was hält mich“
Von Helmut Sturm

Revision der Wörter
Johannes Bobrowskis Roman „Levins Mühle“: Neu herausgekommen, aber nicht neu ediert
Von Reiner Niehoff

Beiträge zur Comédie humaine
Der zweite Band „Theater“ vervollständigt die Sammlung von George Taboris einzigartigen Stücken
Von H.-Georg Lützenkirchen

Die Geburt einer Legende
Zu Egon Erwin Kischs frühen Reportagen aus Prag
Von Tim Heptner

Fremdsprachige Literatur

Gebrochene Biografien
Zwei Romane führen den russischen Schriftsteller Alexander Ilitschewski im deutschsprachigen Raum ein
Von Daniel Henseler

Die Fortsetzung der Geschichte
Im vierten Band seines Siebenteilers „Das Büro“ berichtet J.J. Voskuil weiter aus dem trägen Berufsalltag seines Alter Egos Maarten Koning
Von Beat Mazenauer

Die Deutung des Rituals
In „Satin Island“ sucht der britische Künstler und Schriftsteller Tom McCarthy nach nichts Geringerem als der Entschlüsselung der Gegenwart
Von Sascha Seiler

Glauben und Flucht
In „Unorthodox“ beschreibt Deborah Feldman ihr Leben als chassidische Jüdin und die Flucht vor den religiösen Fesseln
Von Sascha Seiler

Am Rande der Fiktion
Ben Lerners grandioser Roman „20:04“ flimmert an den Grenzen des Literarischen
Von Carina Berg

Ich arbeite gern in der Notaufnahme
Lucia Berlin erkundet existentielle Grenzbereiche im Erzählungsband „Was ich sonst noch verpasst habe“
Von Johannes Groschupf

„Gefahr ist das beste Aphrodisiakum“
Juan Villoros Roman „Das dritte Leben“ ist eine raffinierte Satire auf Mexiko und den Post-Tourismus, aber nur ein halbherziger Krimi
Von Martina Kopf

Ein giftiges Kapitel spanischer Geschichte
Javier Sebastián enthüllt in seinem Roman „Thallium“ einen handfesten Skandal
Von Eleonore Asmuth

Roque Dalton aus El Salvador: Ein intellektueller Dichter im bewaffneten Widerstand
In „¡Fusilemos la noche! Erschiessen wir die Nacht!“ fließt poetische Zärtlichkeit mit dem Pulver der Revolution zusammen
Von Jana Fuchs

Ich werde ohne dich leben, bis ich sterbe
„Auch das wird vergehen“: Milena Busquets Kammerspiel von Liebe und Trennungen
Von Thorsten Schulte

Militär und sexualisierte Gewalt
Lim Chul-Woo beschäftigt sich in „Abschiedstal“ mit koreanischer Geschichte und Gegenwart
Von Kai Köhler

Das poetische Gewissen Russlands
Der erste Band einer Werkausgabe von Boris Pasternak erschließt ein von tiefer Menschlichkeit geprägtes poetisches Denken
Von Volker Strebel

Krimis und Thriller

Von Blut getränkte Böden
In „Pfingstrosenrot“ erzählen Christian Schünemann und Jelena Volic ein neues Abenteuer ihrer serbischen Heldin Milena Lukin
Von Dietmar Jacobsen

Wie eine rassistische Gesellschaft funktioniert
Malla Nunn hat mit „Tal des Schweigens“ eine neue verlegerische Heimat gefunden
Von Walter Delabar

Zumindest ein Versuch
Karin Slaughter über die 1970er-Jahre, in denen so etwas wie eine Zivilgesellschaft entstanden ist
Von Walter Delabar

Alles wie es nicht scheint
Thomas Breuers Inselkrimi „Leander und der Lummensprung“
Von Andrea Kreuter

Biografisches und Autobiografisches

Eine schrecklich nette Familie
Tilmann Lahme erzählt aus liebevoller Distanz von den Manns
Von Michael Braun

Keine deutsche Camille Claudel
Clara Rilke-Westhoff war eine von wenigen Bildhauerinnen um 1900. Aber nicht nur deshalb ist ihre Biografie von Marina Bohlmann-Modersohn eine angenehme Seltenheit
Von Anett Kollmann

Ein zeitloser Magier aus dem Memelland
Eine ansprechende Sammlung berichtet von der Unterschiedlichkeit und Vielzahl der Anregungen, die von Johannes Bobrowski ausgegangen sind
Von Volker Strebel

Jahrhundertgenie, Bürgerschreck, Chaot und ewiges Kleinkind
Henning Albrecht legt mit „Horst Janssen. Ein Leben“ eine großartige Biografie des Hamburger Zeichners und Grafikers vor
Von Johannes Groschupf

Der Chor der Engelsmörderinnen
Sophia Jungmann und Karen Nölle versammeln Frauenstimmen zum weiblichen Schreiben
Von Nils Gelker

Das Haus mit den drei Pappeln am See
Das einstige Schriftstellerheim in Petzow – ein Haus mit Geschichte und Geschichten
Von Klaus Hammer

Filmkritik

In der Brautfabrik
Fünf junge Schwestern rebellieren in Deniz Gamze Ergüvens Film „Mustang“ gegen eine patriarchalische türkische Dorfgemeinschaft
Von Dominik Rose

Literaturwissenschaften

Kunst und Drittes Reich?
Eine Reihe von Studien widmet sich der Literatur und Kunst der Jahre nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
Von Walter Delabar

Neue Forschungen zu einem alten Thema
Ein Sammelband beleuchtet „Lessing und das Judentum“
Von Irmela von der Lühe

Neues zu Heinrich Heine?
Lydia Fritzlars Studie vermag nicht zu überzeugen
Von Sylke Kirschnick

Nicht nur bei Kerzenschein
Ein Tagungsband versammelt neue Perspektiven auf die europäische(n) Romantik(en)
Von Jochen Strobel

Briefe? – Lassen sich nicht edieren!
Ein Sammelband richtet von Theodor Fontane aus den Blick auf Chancen und Risiken der Briefedition heute
Von Jochen Strobel

Wiederholung als Signum der Moderne
Rüdiger Görners Essay zur Ästhetik der Wiederholung
Von Natalie Moser

Existieren fiktive Gegenstände – für Sprachphilosophen?
Christiana Werner erklärt in mühevoller Kleinstarbeit „Wie man mit Worten Dinge erschafft“
Von Ksenia Gorbunova

Biografische Bemerkungen
In „Der gelbe Akrobat 2“ wehren sich Michael Braun und Michael Buselmeier fast erfolgreich gegen Kategorisierungsversuche deutscher Gegenwartslyrik
Von Matthias Friedrich

Mittelalter und Frühe Neuzeit

Mittelalterliche Dichtung im Fokus der Säkularisierung
Ein Tagungsband sammelt mediävistische Studien über Verweltlichung und Profanisierung in der Literatur
Von Jelko Peters

Polysemie der Burg
Joachim Zeunes Büchlein „Ritterburgen“ räumt trotz des Titels mit Vorurteilen auf
Von Ulrike Laufer

Politische Deutungen der Welt
Ingrid Baumgärtner und Martina Stercken versammeln Aufsätze zur politischen Nutzung von Karten in der Vormoderne
Von Marc-André Karpienski

Hinweise

Wie man sich in den Olymp schreibt: Ein neuer Sammelband zum Thema „Arno Schmidt und der Kanon“

Nina Birkner widmet sich interdependenten Figurationen von „Herr und Knecht in der literarischen Diskussion seit der Aufklärung“

Schiller und die anderen: Daniele Vecchiato untersucht die literarische und diskursive Bearbeitung des Dreißigjährigen Kriegs im späten 18. Jahrhundert

Mediävistik als Materialwissenschaft

Kunst-, Kultur und Medienwissenschaft

Wider den Authentizitätsterror!
„Gefühlige Zeiten“: Christian Saehrendt will die Welt desromantisieren
Von Oliver Pfohlmann

Kompliziert, komplex, zumindest aber sehr speziell
Gabriele Thießen geht anhand dreier Tagebücher Liebeskonzepten in der Münchner Boheme um 1900 nach
Von Rolf Löchel

Das problematische Ich und die Weite der Welt
Dieter Goltzsches Arbeiten auf Papier in einem repräsentativen Text-Bild-Band
Von Klaus Hammer

Die damals „Junge Kunst“ ist heute die Klassik der Moderne
Die neu aufgelegte Reihe „Junge Kunst“ des Verlages Klinkhardt & Biermann ist ein Kompendium der Protagonisten der europäischen Avantgarde
Von Klaus Hammer

Die Fotografin in Hitlers Badewanne
Lee Miller begründete die Tradition eines engagierten Fotorealismus – ein Text-Bild-Band
Von Klaus Hammer

Politik und Geschichte

Wider die Barbarei früherer Zeiten
Christian Wilhelm Dohm über Flüchtlinge, Juden, Deutsche und die Glückseligkeit im Staat
Von Galina Hristeva

Revolution und Gegenrevolution
Thankmar von Münchhausen erzählt die Geschichte der Pariser Kommune von 1871
Von Jens Flemming

Gefühl und Kapitalismus
Sven Reichardt durchleuchtet in „Authentizität und Gemeinschaft“ die linksalternativen Milieus der 1970er- und frühen 1980er-Jahre
Von Jürgen Joachimsthaler

Politik durch Gefühle
Jennifer Jacquets Plädoyer für den Einsatz von Scham zur Lösung von Umweltproblemen
Von Gertrud Nunner-Winkler

Memoria, Gedenken und Geschichte
Neue Forschungsarbeiten thematisieren Vergangenheitsbezüge als Politikum und transnationales Phänomen
Von Patrick Eser

Auf der Suche nach einem richtigen Leben
Rudolf Stumbergers Reisebericht über „Das kommunistische Amerika“ zeigt die hoffnungsvollen Versuche von alternativen Lebensformen im Kollektiv, aber auch ihr vielfaches Scheitern
Von Gunnar Kaiser

Der Logos des Kreuzes in der offenen Gesellschaft
Zu Christoph Böhrs „Die Verfassung der Freiheit und das Sinnbild des Kreuzes“
Von Günther Rüther

Philosophie und Soziologie

Karrieren des Gottseibeiuns
Der Philosophiehistoriker Kurt Flasch bereist die Geschichte des Teufels
Von David Wachter

Sozialismus als Utopie und Wissenschaft
Axel Honneths neueste Publikation zeugt von der Schwierigkeit einer adäquaten Aktualisierung der kritischen Theorie
Von Sebastian Schreull

Am Scheitelpunkt eines bewegten Lebens
Max Webers Briefe um die Jahrhundertwende sind vorbildlich ediert worden
Von Dirk Kaesler