Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 7, Juli 2017

Romantiker, Wissenschaftler, Europäer: August Wilhelm Schlegel zum 250. Geburtstag
Zum Themenschwerpunkt der Juli-Ausgabe
Von Jochen Strobel und Claudia Bamberg

Schwerpunkt: 250. Geburtstag August Wilhelm Schlegels

Essays

Gute Bedingungen für eine wechselseitige Erhellung der Künste
August Wilhelm Schlegels schriftlicher Nachlass in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Von Thomas Bürger

Das Verlangen nach wissenschaftlichem Austausch
Über den Briefwechsel zwischen August Wilhelm Schlegel und Wilhelm von Humboldt
Von Jürgen Hanneder

Briefwechsel zwischen Schüler und Mentor
Ein Schlaglicht auf die Beziehung von August Wilhelm Schlegel und Louis-Auguste de Staël
Von Clara Stieglitz

Familienangelegenheiten und Religionsfragen
Zum Briefwechsel zwischen August Wilhelm Schlegel und Albertine de Broglie, geborene de Staël
Von Claudia Bamberg

“The possession of a relique of Shakespeare could not cause me greater joy”
August Wilhelm Schlegel und der falsche Lord Byron
Von Christian Senf

Narziss und Muse in Madame de Staëls „Corinne ou l’Italie“
Mit Anmerkungen zu ihrer Korrespondenz mit August Wilhelm Schlegel
Von Jochen Strobel

Einer der letzten Universalisten
Über August Wilhelm Schlegels Bonner Vorlesungen zur allgemeinen Weltgeschichte und zur alten Geschichte
Von Sabine Gruber

„Mir war, als hielt’ zusammen/ Uns Eine Rind’ umschlossen“
August Wilhelm Schlegels Widmungsgedicht „An Fridrich Schlegel. Im Herbste 1802“
Von Cornelia Ilbrig

Rezensionen

Der Symphilologe
Ein umfangreicher Kommentarband setzt das Erscheinen der Kritischen Ausgabe von August Wilhelm Schlegels Vorlesungen fort
Von Jochen Strobel

Zur philologischen Kohärenz im Werk von August Wilhelm Schlegel
Zu Héctor Canals Buch „Romantische Universalphilologie“
Von Edith Höltenschmidt

Eine Literaten-WG um 1800
Der Sammelband Dirk von Petersdorffs und Ulrich Breuers bietet Close-Ups zum Jenaer Romantikertreffen im Jahr 1799
Von Olivia Varwig

Hinweise

Jochen Strobel über August Wilhelm Schlegel sowie über „Praxis und Diskurs der Romantik“

„Aufbruch ins romantische Universum: August Wilhelm Schlegel“ – der Katalog zur Ausstellung im Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum

Gedenktage und Jubiläen

Zum Tod von Peter Härtling

Zum Tod von Peter Härtling: aus dem Archiv von literaturkritik.de

50. Todestag von Oskar Maria Graf

Du bist ein richtiger Mensch
Zum 50. Todestag des Schriftstellers Oskar Maria Graf
Von Peter Mohr

„Kein bayerischer Nationaldichter“: Ulrich Dittmanns und Waldemar Fromms kleine Biographie über Oskar Maria Graf

Nur nicht vermünchnern . . .
Oskar Maria Graf und die bayrische Hauptstadt
Von Ulrich Dittmann

200. Todestag von Jane Austen

Die wohl beliebteste englische Schriftstellerin, die über Liebe, Heirat und Ehe schrieb
Zum 200. Todestag von Jane Austen
Von Manfred Orlick

Subtil anstößig
Zu Jane Austens 200. Todestag packt Denis Scheck die Wut und erscheinen zwei neue Übersetzungen ihrer Romane
Von Regina Roßbach

Ein kurzes Leben Revue passieren lassen
Rebecca Ehrenwirths und Nina Liekes Austen-Biografie „By a Lady“
Von Miriam Strieder

Zum 200. Todestag ein Reigen von Zitaten
Katrin Eisner sammelt „Witziges und Weises, Geniales und Gemeines von Jane Austen“
Von Miriam Strieder

Geburtstage

Liebe, Leid, Widerstehen und Tod
Zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz
Von Klaus Hammer

Lehrjahre eines vor 250 Jahren geborenene Sprachgenies
Eine neue Edition präsentiert den Briefschreiber Wilhelm von Humboldt
Von Jochen Strobel

Pfarrer, Lehrer, Dichter, Publizist und Herausgeber
Zum 225. Geburtstag von Gustav Schwab
Von Manfred Orlick

Zum 200. Geburtstag von Henry David Thoreau: aus dem Archiv von literaturkritik.de und Hinweise auf Neuerscheinungen

Zu Peter Sloterdijks 70. Geburtstag: aus dem Archiv von literaturkritk.de

Zum 70. Geburtstag von Salman Rushdie: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Deutschsprachige Literatur

Einmischungen eines Kosmopoliten
Mit „Nach der Flucht“ erinnert sich Ilija Trojanow an seine eigenen Erfahrungen als Emigrant und bündelt in knapp 200 Notaten seine Gedanken zum wichtigsten existentiellen Problem unserer Gegenwart
Von Dietmar Jacobsen

Kalter Krieg und heiße Liebe
Über eine umgearbeitete Fassung von Bodo Kirchhoffs „Mexikanische Novelle“
Von Bernhard Walcher

Literarische Außenseiter
In seinem Debütroman „Hool“ erforscht Philipp Winkler die Hannoveraner Hooligan-Szene
Von Alexander Dorian Olier

Madame Bovary in Gummistiefeln
Über Alina Herbings Roman „Niemand ist bei den Kälbern“
Von Anne Amend-Söchting

Es gibt Orte, die dir Angst machen
Gerhard Jägers Erstling „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ erzählt von der lebensverändernden Suche nach den verschütteten Geschichten
Von Gunnar Kaiser

Auf Umwegen
Fabian Hischmanns „Das Umgehen der Orte“ erzählt von Beziehungen in Schieflage
Von Simone Sauer-Kretschmer

Alles, was der Fall ist
In „Ein Mann, der fällt“ erzählt Ulrike Edschmid präzise und intensiv vom Leben nach einem Unglück
Von Johannes Groschupf

Wenn Unglück in die Gewaltspirale führt
Tijan Sila erzählt in seinem Debüt „Tierchen unlimited“ vom bosnischen Bürgerkrieg
Von Stefan Tuczek

Gespaltenes Erzählen
Hermann Kinders „Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit“
Von Markus Steinmayr

Die Qualen einer Autorin
Sarah Khans „Das Stammeln der Wahrsagerin“ ist ein misslungenes Experiment
Von Thorsten Schulte

In der Einsamkeit das Leben wiederfinden
Der Kriminalschriftsteller Friedrich Ani legt mit „Im Zimmer meines Vaters“ einen bemerkenswerten Gedichtband vor
Von Thorsten Schulte

Von ungeschickt getragener Armut
Die „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ von Christine Lavant sind in beispielhafter Edition erschienen
Von Holger Englerth

Prager Spiegelungen
Im Rahmen einer Werkausgabe erscheint Gustav Meyrinks „Walpurgisnacht“
Von Johannes Schmidt

Prekäres Dichten
Der zweite Band der Gesamtausgabe Georg Herweghs ermöglicht endlich den Blick auf das Spätwerk dieses politischen Dichters
Von Sebastian Schreull

Hinweise

Li Mollet, Elisabeth Wandeler-Deck und Wolfram Malte Fues haben miteinander ein Buch geschrieben

Der erste Band der Ulrich Horstmann Gesamtausgabe ist erschienen

Zupaddeln auf die Todeswalze: Hinweise auf drei ältere Bücher von Ulrich Horstmann

Fremdsprachige Literatur

Ende der Verklärung?
Bob Dylans nachgereichte Rede zum Nobelpreis für Literatur ist teilweise plagiiert. Die Deutungsdebatte hat bereits begonnen
Von Sascha Seiler

Der bessere Knausgård?
Zeitgleich erscheint der Abschluss von Karl-Ove Knausgårds „Min Kamp“-Reihe und Tomas Espedals „Biografie – Tagebuch – Briefe“
Von Sascha Seiler

Auf der Skala der Gefühle von A und Z
Ein gespaltener Blick in Dorothy Parkers neu herausgegebenen Gedichtband „Denn mein Herz ist frisch gebrochen“
Von Daphne Tokas

Alles ist möglich
Sinclair Lewis beschrieb 1935 die Machtergreifung durch ein populistisches Regime in den USA; die Blaupause dazu lieferten ihm Mussolini und Hitler
Von Walter Delabar

Irrfahrten durch die Sowjetgeschichte
Andrej Kurkows satirischer Roman „Die Welt des Herrn Bickford“
Von Manfred Roth

Prosa mit Punch
Leonard Gardners legendärer Boxerroman „Fat City“ liegt in neuer Übersetzung vor
Von Johannes Groschupf

Tödliche Pädagogik
Kanae Minato inszeniert in „Geständnisse“ die Rache einer japanischen Lehrerin
Von Lisette Gebhardt

Negative Leidenschaften
Mit „Rückkehr nach Reims“ liefert Didier Eribon eine Selbsterkundung aus der Täterperspektive
Von Christian Mariotte

Alltag und Abgrund
Leïla Slimanis preisgekrönter Roman über eine mordende Tagesmutter
Von Caroline Mannweiler

Eine Frau unter Blauröcken
Der Roman „Die Zweige der Esche“ von Laird Hunt über den amerikanischen Bürgerkrieg
Von Martin Gaiser

Die gefälschte Biografie
Über Javier Cercasʼ Roman „Der falsche Überlebende“
Von Peter Mohr

Bevor es zu spät ist
Marylinne Robinson lässt in „Gilead“ Reverend John Ames seine Familiengeschichte erzählen
Von Liliane Studer

Erst nach dem Blick zurück die Richtung ändern
Dorthe Nors schreibt in „Rechts blinken, links abbiegen“ über die Midlife-Crisis einer Aufsteigerin
Von Volker Heigenmooser

Die Gegenwart mit den Mitteln der Kunst vergegenwärtigen
Cécile Wajsbrots „Eclipse“
Von Stephanie Bung

Ins Offene
Ein Roman wie Luft zum Atmen: Laurent Mauvigniers „Continuer“
Von Caroline Mannweiler

Ein literarisches Festmahl
Régis Jauffrets fulminanter Briefroman „Cannibales“
Von Caroline Mannweiler

Skurrile Reisen entscheiden über die Zukunft der Erde
Stefano Benni hält der Welt einen immer noch aktuellen Spiegel vor
Von Stefan Cernohuby

Literaturwissenschaften

Wesenswahrheiten
Nach 85 Jahren erscheint „Elemente der Bildung“ aus dem Nachlass des großen Romanisten Ernst Robert Curtius
Von Nico Schulte-Ebbert

Hinterm Horizont geht’s weiter
Dirk von Petersdorff schlägt einen lyrisch-musikalischen Bogen von der Romantik über Udo Lindenberg bis zum Hip-Hop
Von Christian Palm

Extra ordinem
Ein Sammelband widmet sich Ordnungsnarrativen in der Gegenwartsliteratur
Von Michael Braun

Neuere Migrationsliteratur in einer Diskursfalle
Thomas Hardtke, Johannes Kleine und Charlton Payne legen den Sammelband „Niemandsbuchten und Schutzbefohlene“ vor
Von Bozena Anna Badura

Christa Wolf kompakt
Über Georg-Michael Schulzʼ kleine Einführung in das Gesamtwerk der Autorin
Von Hannelore Piehler

Ein ewiges Jerusalem
Zwei neue Bände untersuchen Stefan Zweigs Modernität und jüdische Relationen
Von Galina Hristeva

Sie hinken hinterher
Acht Jahre nach der Textausgabe von Christoph Martin Wielands „Diogenes“ ist jetzt auch der Kommentarband erschienen
Von Georg Patzer

Der letzte Philologe
Gisbert Ter-Nedden revidiert Lessings dramatisches Werk gegen die „gravierenden Desinformationen“ der Lessing-Forschung
Von Axel Schmitt

Startschüsse der Comicwissenschaft?
Zum Einführungsband „Comics und Graphic Novels“, herausgegeben von Julia Abel und Christian Klein
Von Markus Engelns

Hinweise

Dieter Lamping über „Kafka und die Folgen“

„Pazifikismus. Poetiken des Stillen Ozeans“: Ein Sammelband regt eine pazifische Fokusverschiebung an

Die 266. Ausgabe der Zeitschrift „Die Horen“ widmet sich literarischen Bergübergängen

Mittelalter und Frühe Neuzeit

Wie mittelalterlich ist die Moderne?
Eine Aufsatzsammlung zur Relevanz des Mittelalters in der heutigen Zeit
Von Marc-André Karpienski

Klare Positionen, unklare Spielregeln?
Eine von Oliver Auge herausgegeben Festschrift für Karl-Heinz Spieß beleuchtet die Welt von „König, Reich und Fürsten im Mittelalter“
Von Jörg Füllgrabe

Zur produktiven Unschärfe des Mediävalismus
Richard Utz‘ Plädoyer für eine undisziplinierte Mediävistik
Von Jan Alexander van Nahl

Eine neue Sicht auf das Geschäft mit der Sünde
Eine Darstellung des mittelalterlichen Ablasswesens von Christiane Laudage
Von Bernadette Burchard

Kultur- und Medienwissenschaft

Johann Friedrich Cotta-Potpourri
Ein Tagungsband beschreibt pointilistisch den großen Verleger
Von Günther Fetzer

Ein Plädoyer für die fließende Schrift
In „Wer nicht schreibt, bleibt dumm“ erörtern Maria-Anna Schulze Brüning und Stephan Clauss nachdrücklich den Wert der Handschrift
Von Johannes Groschupf

Von der „Ed Sullivan Show“ zu „Vinyl“
Herausgeber Paul Condon lässt seine AutorInnen „1001 TV-Serien und Shows“ empfehlen
Von Rolf Löchel

Der Mann in Schwarz
In einer umfangreichen Biografie erinnert der amerikanische Musikjournalist Robert Hilburn an den legendären Countrysänger Johnny Cash
Von Matthias Dickel

Vom kleinen Verbrechen mit großer Tragweite
Andreas Gehrlach geht in seiner kulturwissenschaftlichen Studie „Diebe. Die heimliche Aneignung als Ursprungserzählung in Literatur, Philosophie und Mythos“ einem prägenden Motiv der europäischen Geistesgeschichte auf den Grund
Von Michael Burger

Ein Gefüge praktischer Ethik und zu erkämpfender Rechte
Andi Zeisler verteidigt den „echten Feminismus“ gegen den „Marktfeminismus“
Von Rolf Löchel

Wer hat dich, du schöner Wald…
Johannes Zechners Ideengeschichte des deutschen Waldes: von „Waldeinsamkeit“ bis „Hitlereiche“
Von Anja Beisiegel

Romantische Schafe und wohlschmeckende Brennnesseln
Zwei neue, sehr gelungene Bände sind in der Reihe „Naturkunden“ erschienen
Von Georg Patzer

Politik und Geschichte

Logiken eines Menschheitsverbrechens
Über Christian Gerlachs „Der Mord an den europäischen Juden“
Von Franz Sz. Horváth

Ein Treppenhaus als wissenschaftlicher Beweis?
Wie Michel Cymes versucht, die Gräueltaten der KZ-Ärzte zu erklären
Von Sarah Nagel und Jan-Luka Klindworth

Glanz und Elend eines sowjetischen Diplomaten
Die Tagebücher des Londoner Botschafters Iwan M. Maiski geben Einblicke in die Beziehungen zwischen der UdSSR und Großbritannien
Von Jens Flemming

Die Häuser denen, die drin wohnen
Barbara und Kai Sichtermann bieten vielfältige Einblicke in die Geschichte der Hausbesetzung
Von Johannes Groschupf

Universalismus oder Multikulturalismus
Egon Flaig unternimmt es, die politische Vernunft zu retten
Von Rolf Löchel

Soziologie und Philosophie

Das Diffuse unserer Zeit
Karl Heinz Bohrer schreibt mit „Jetzt“ die Geschichte seines „Abenteuers mit der Phantasie“ fort bis in die Gegenwart
Von Martin Ingenfeld

Facebook lacht sich ins Fäustchen
Carolin Wiedemanns Kritik an der Kontrollgesellschaft zieht sich auf Katzenbilder zurück
Von Christophe Fricker

Hinweis

„Der Erlebende und der Philosophierende sind Einer“: Max Beck über Günther Anders’ Gelegenheitsphilosophie