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Raimund Dehmlow schrieb uns am 20.10.2017
Thema: Rolf Löchel: Licht und Schatten
Laurie Pennys „Bitch Doktrin“ hält zum Glück nicht, was der Titel verspricht, sondern bietet eine Zusammenstellung ihrer jüngsten Essays

Kein Beitrag von Rolf Löchel, der nicht einen Fußtritt für Otto Gross bereithält, diesmal: "So propagierte der sich als Matriarchatsverfechter gebende misogyne Anarchist Otto Gross die Poliamorie um 1900 zwar mit kruden, wenn nicht verlogenen, aber keineswegs kindischen Theorien." Mag sein, dass der Autor dem Grundsatz folgt, dass "man [...] das Wahre immer wiederholen [muß], weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird", ich halte Otto Gross weder für misogyn, noch seine Theorien für krude oder verlogen.

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Ines Kremer schrieb uns am 17.10.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Ines Kremer: Verspielt und grausam wie das Leben
Boris Vians „L’Écume des jours“ neu übersetzt

Lieber Frank Heibert, haben Sie vielen Dank für die Anmerkungen. Selbstverständlich habe ich mich nicht nur mit dem Original, sondern auch mit Ihrer Übersetzung von L'Écume des jours auseinandergesetzt. Mein Anliegen war es jedoch nicht, Übersetzungskritik zu üben; dies hätte einen Vergleich mit der bereits vorliegenden älteren Übersetzung erfordert, was das Ziel dieser Rezension verfehlt hätte, nämlich: dem deutschen Publikum einen modernen Klassiker der französischen Literatur näher zu bringen. Da Ihre Übersetzungsentscheidungen (wie das von Ihnen erwähnte "Lotus" anstatt
"Seerose" für "nénuphar") zum Teil recht ungewöhnlich sind und zumindest
kontrovers zu diskutieren wären, habe ich bewusst darauf verzichtet, die entsprechenden Worte in der von Ihnen gewählten
Übersetzung anzugeben.
Was den Begriff des "Peter-Pan-Syndroms" betrifft, beziehe ich mich auf den gleichnamigen Text von Dan Kiley.
Herzliche Grüße von Ihrer Ines Kremer.

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J. Jefferson schrieb uns am 10.10.2017
Thema: Rolf Löchel: Wo der Wurm drin ist
Frank Schätzings nur an Umfang gewichtiger Wissenschaftsroman "Der Schwarm"

Sehr geehrter Herr Löchel

Ich habe ihre Kritik gründlich und unvoreingenommen gelesen, da ich das Buch zu jenem Zeitpunkt weder besessen, noch gelesen hatte. Nun, drei Jahre Später, nach zehnmaligem Lesen des Schwarms, schreibe ich diesen Leserbrief, um ihnen mitzuteilen, dass ich ihren Ton und die meisten ihrer Kritikpunkte für unangebracht und unangemessen halte. Zum Sexismus: Ich denke, sie interpretieren zu sehr in Figuren, Aussagen und Handlungen hinein. Reaktionen von Figuren sind oftmals durch gute Freundschaften und Idolisierungen beeinflusst. Sicher, manche Figuren erfüllen Klischees etwas zu gut, allerdings fallen viele auch völlig aus dem Rahmen klassischer Klischees hinaus. Figuren weisen durchaus Charaktertiefe und interessante
Eigenschaften auf. Schätzing versteht sich allerdings darauf, diese in den Hintergrund zu rücken, sie kurz, aber dafür umso wirkungsvoller zu gestalten. Sigur Johansons, der ein Schöngeist und auf den ersten Blick perfekt zu sein scheint, aber hinter sich eine Spur verfallener Häuser hat. Anawak, der seine Vergangenheit ignoriert, aber schließlich von ihr eingeholt wird. Ich habe für diese und andere Menschen im Buch gehofft, dass es eine Lösung gibt. Schätzing hat ein Buch mit einem wundervollen, detaillierten, akkuraten Plot erschaffen, der zwar etwas weit ausholt, aber mit umso mehr Wucht einschlägt. Da kann man leichte sprachliche Differenzen zu der 'hohen' Literatur ignorieren und gutheißen, da es die Figuren menschlicher und weniger wie Plotzahnräder erscheinen lässt. Alles in allem liest sich das Buch sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch hervorragend. Es ist ein Lehrbuch, eine Moralpredigt, ein Thriller und ein Horrorstreifen zugleich. Ich habe mein halbes Leben mit diesem Buch verbracht, und es mindestens einmal pro Jahr gelesen. So konnte ich von der Sichtweise eines Grundschülers in die eines Sechzehnjährigen hineinwachsen und das Buch in vielen Lichtern und Spektren sehen. Aber gleich aus welcher Perspektive, ich habe das Buch immer genossen und werde es auch weiterhin tun.

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Frank Heibert schrieb uns am 07.10.2017
Thema: Ines Kremer: Verspielt und grausam wie das Leben
Boris Vians „L’Écume des jours“ neu übersetzt

Liebe Ines Kremer, ich habe mich sehr gefreut, dass Sie meine Neuübersetzung von Vians Hauptwerk besprechen. Schade, dass Sie offenbar das Buch selbst gar nicht gelesen haben, denn einige Übersetzungslösungen, die ich mir gut überlegt habe, sind bei Ihnen nur falsch zu finden: es müsste heißen Drinklavier statt  Pianocktail, Dublaten statt Doublonen, Lotus statt Seerose. Nur konsequent also, dass Sie auf den Punkt der Neuübersetztheit nicht eingehen. Und zu Ihrem Peter-Pan-Einstieg: Colin und Chick sind 22 ... Verwunderte Grüße von Ihrem Frank Heibert

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Hellmut Fried schrieb uns am 03.10.2017
Thema: Jörg Auberg: Vom Sterben zweier „obskurer Radikaler“
Upton Sinclairs Roman „Boston“ liegt in einer deutschen Neuübersetzung vor

Sehr geehrter Herr Auberg,

zu ihrer Rezension des Romans von Upton Sinclair bleibt nach dem letzten Absatz doch die Frage: "Was soll in einer ansonst sachlich gehaltenen Besprechung derartige Unsachlichkeiten dem Leser sagen?"
Wozu die Erwähnung wo wer auf der Gehaltsliste von wem steht?
Und:"Schwadronieren?" Trifft es nicht auf ihre wertende Wortwahl selbst
zu?
Das Lukaczs' Ausführugen über "bürgerlichen Realismus" und die seinerzeit geführte Debatte immerhin heute noch für Literatur - und Romantheorie durchaus von Wert sind - auch nicht?
Oder die von Dietmar Dath vorgenommene Ein- und Zuordnung in die damalige ideologische Auseinandersetzung auch nicht?
Es bleiben Fragen,
die ihre eigene "ideologische" Haltung betreffen - oder?

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thomas p. eggeling schrieb uns am 30.09.2017
Thema: literaturkritik.de

als theologe u. philosoph - 'heideggerianer' auch noch - befürchte ich gleich von der erlauchten germanistenschaft ohnehin nicht so ganz ernst genommen zu werden, wenn ich hier  als 'neuleser' ansetze, i.d. gebotenen kürze meine ersten eindrücke vom projekt  'lk.de' zu schildern. immerhin erscheint es in marburg, dort habe ich gelebt, studiert u. all das getan, was ein jünger n
mensch in den
meinte  nicht versäumen zu dürfen. freilich war meinerzeit das Internet noch nicht einmal gedacht vermutlich literaturkritik. de auch nicht. seit Ca. 35 jahren selbst (auch; u.a.) mit der literaturkritik zunehmend frustriert i.d. letzten jahrenbeschäftigt  staune ich hier.über die nachgerade preußische
ordnung der seite und den vielen unterordnungen u. anweisungen, die erst einmal zur Kenntnis genommen u./o. befolgt werden wollen, um schließlich daß lesen oder, wie hier, schreiben zu kö nnen u. zu dürfen, was den gezeigten u. zugeneigten leser als rezeptienten so beschäftigen mag. für den leserbrief freilich sind extra ordinare vorraussetzngen zu beachten - schmähungen , da  könnte jeder Auskunft geben, was darunter zu verstehen wäre: bitte aber keine; da mit nichtveröffentlichung gestraft wird. reich hätte wohl mit einer kritik hier nun gar nicht den hauch einer chance. susan sontag , mag sein, schon eher, konnte sie doch ohne ende bösartig texten, ohne daß das ziel
sogleich begriffen hätte, das    
beschossen wurde. mir als ehemals  langjähriger redakteur u. reporter des "borsrnblatts " ("Gespräche mit schriftstellern") ist diese ordnung , sind  die weisungen und Anweisungen bei u. von literaturkrtik .de  denn doch zu viel . mir will will scheinen, als  würde das lese vergnügen , die Rezeption u. gerade  auch die  'blatt'kritik bereits erstickt, bevor sie beginnen konnte. wenn die eigentliche "zielgruppe"natürlich allein die germanisti darstellen soll, mag das alles angehen. in der schule herrscht nun einmal ordnung...sche gemeinschaft  gschmähend texten, ohne das es einem sogleich bewußt werden würdekönnen u. zu dürfen, was einen gezeigten leser so beschäftigt. vermutlicht noch nicht einmal gedacht, literaturkritik de

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Philipp Joos schrieb uns am 18.09.2017
Thema: Christian Dinger: Zwischen Brüssel und Auschwitz
Robert Menasses großer Europa-Roman „Die Hauptstadt“ wirft einen Blick in die Arbeitszimmer der Europäischen Kommission

Nach der Lektüre der Rezension habe ich den starken Eindruck, ich müsse das Buch nicht auch noch lesen. Ist doch alles abgehakt, richtig, treffend und gut erzählt. Warum betonen die Rezensenten bei Menasse fast jedesmal, das Buch sei nicht langweilig? Gibt es so etwas wie Krypto-Langweiligkeit, weil nichts mehr ungesagt bleibt?

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Dr. Marion Merkelbach schrieb uns am 21.08.2017
Thema: Anne Amend-Söchting: Historie schlägt Intrige
Hochmittelalter und Renaissance in den Romanen von Marion Harder-Merkelbach

Gestern erhielt ich folgende Nachricht einer (mir unbekannten) Leserin bezgl. "Das Geheimnis des Medicus":
"Als würde ich da leben. Ich spüre die Zeit in jeder Zelle Leben, wenn ich die Zeilen lese. Selbst meine Nase nimmt all die Gerüche war und jene Bilder von all den unfassbaren Taten spielen sich vor meinem geistigen Augen ab, als wäre ich vor Ort. Mitten drin. Dabei. Betroffene. Zuschauerin. Alles in einem.

(vgl. auch die Rezensionen von (mir unbekannten) Rezensentinnen in der Badischen Zeitung:
href="http://www.badische-zeitung.de/literatur-und-vortraege/ketzer-kuenstler-wissenschaftler--116948258.html">http://www.badische-zeitung.de/literatur-und-vortraege/ketzer-kuenstler-wissenschaftler--116948258.html
http://www.badische-zeitung.de/literatur-rezensionen/bodenseele-busse-im-kloster-der-guenterstaler-schwestern--74657982.html

Wenn Leser/Rezensenten (s.a. Amazon Rezensionen, die sicherlich auch Kritik üben - vgl. mit Hedwig C.-Mahler ehrt mich) solche Kommentare schreiben, wie kann man dann alle drei Bücher als nicht lesenswert verurteilen. Zitat Frau Prof. Amend Söchting:
"Daraus erwächst weder ein literarisches Kunstwerk noch ein reißerischer Mittelalterroman noch eine lesenswerte Mischung aus beidem. In der Sequenz des Werdens dieser Texte war das Wissen ohne jeden Zweifel als erstes vorhanden. In dieses wurde ein Plot eingefügt, der sich als dürftig und holzschnittartig entpuppt, weil das Wissen nicht in ihn integriert ist, sondern das umgekehrte Prinzip herrscht. Die Woge des Wissens ertränken den Plot und seine durchaus guten Ansätze."
Ich hatte mit Frau Prof. Amend-Söchting einen E-Mail Austausch. Im Folgenden meine Gedanken zu ihrer Kritik:


Sehr geehrte Frau Professor Amend-Söchting,

Bitte erlauben Sie mir, dass ich mich nochmal an Sie wende. Ihre Rezension zu meinen historischen Romanen (Die Bodensee Romane) beschäftigt mich weiterhin. Es gibt einige Punkte, die mir nicht aus dem Kopf gehen und deshalb möchte ich den Versuch nicht auslassen, Sie diesbezüglich zu kontaktieren.

"Die meisten Charaktere bleiben flach und werden marionettenhaft von den Zeitläufen gesteuert.“
Der eigentlich sanftmütige Henker, der zu seiner Profession gezwungen wurde? Leonardo da Vinci (ich habe seine Persönlichkeit anhand seiner Tagebücher intensiv studiert)? Bruder Franziskus ? Der Hexenjäger Rudolf von Baden? - Passt da der Begriff marionettenhaft und flach?


"Wenn man den dritten Band, Das Geheimnis des Medicus, erstmals zur Hand nimmt und vorab einen Blick auf Harder-Merkelbachs Nachwort wirft, geht man davon aus, dass Leonardo da Vinci innerfiktional eine zentrale Rolle spielt.“

Das Nachwort wurde bewusst ein Nachtwort, da es die Erläuterung zu einer neuen Interpretation der Felsgrottenmadonna ist.

"Doch weit gefehlt: der Maestro hat lediglich im letzten Drittel des Romans seinen Auftritt und das, was von ihm in den Roman hineinspielt, erweist sich als nahezu intrigenirrelevantes Füllsel.“

Leonardo ist die Figur, in der sich Simarna als verfolgte Linkshänderin wiederfindet. Er ist der geniale, rationale, aber gleichfalls von der Gesellschaft hinterfragte Charakter, der die Hirngespinste und Mythen um Hexen (Flüge, Geschlechtsverkehr mit dem Teufel) rational widerlegt.

"Beim Lesen fragt man sich des Weiteren, was aus dem zweiten Kind von Simarnas Mutter, das angeblich noch lebte, geworden ist.“
Das Kind ist tot, weil ein Kind im Bauch einer toten Mutter nicht überleben kann.

"Und ein überdimensionales Fragezeichen bildet sich, wenn Matthias, ein glänzender Lateinschüler und studierter Mediziner, im letzten Dialog mit Simarna gesteht, dass er nie in der Lage war, ihre Geheimschrift (Spiegelschrift von rechts nach links) zu entziffern. Dieses Manko hätte zumindest einer Begründung bedurft.“

Wie oft und über wie viele Jahrhunderte wurde Leonardo da Vincis Spiegelschrift als eine von ihm eingesetzte Geheimschrift bezeichnet? (Der Brief wurde Matthias schon bald entwendet).

Für alle meine Romane habe ich mehrere Jahre recherchiert. Da ich gern recherchiere und wissenschaftlich arbeite, war es mein Anliegen, etwas anderes als die üblichen historischen Romane zu schaffen - nämlich die Verbindung von historischem Wissen und Fiktion.
Inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Qualität eines Buches vom Verlag abhängig gemacht wird. Ich habe mit Verlagen zusammengearbeitet, aber schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem liebe ich meine Unabhängigkeit, auch wenn der Preis dafür sehr hoch ist.

Es ist mir durchaus bewusst, dass ich meine literarische Qualität weiterentwickeln muss. Ich arbeite daran. Aber der Satz:

"Daraus erwächst weder ein literarisches Kunstwerk noch ein reißerischer Mittelalterroman noch eine lesenswerte Mischung aus beidem.“

ist ein Killer meiner langjährigen Arbeit. Zuschriften von Lesern geben mir zum Glück viel positives Feedback.
Zeitungen lehnen Rezensionen von Selbstverlegern von vorneherein ab - (eine Ausnahme ist die Badische Zeitung - das freut mich sehr. denn meine Bücher wurden (gut) rezensiert, ohne dass ich irgendwelche Kontakte zu den Redakteuren hatte).

So hatte ich mich natürlich auch über eine ausstehende Rezension bei Literaturkritik.de gefreut und bin nun selbstverständlich enttäuscht, dass die Absicht meiner Bücher in Universitätskreisen als „wenig lesenswert“ deklassiert wird – auch im Hinblick darauf, dass ich dem mittelalterliche Studienalltag viel Raum gegeben habe.

Gern würde ich natürlich das ein oder andere Zitat aus Ihrer Rezension verwerten. Dies ist aber nicht möglich, da jeder, der die Rezension bis zum Ende liest, die Bücher nicht in die Hand nehmen und schon gar nicht lesen wird. Sind Sie wirklich der Meinung, das wird dem Inhalt gerecht? Sie schreiben ja freundlicherweise von dem enthaltenen Potential :
„Von Anfang an ergeben sich eine Reihe von Situationen, deren Potenzial grandios ist und die geradezu nach weiterer Elaboration schreien. Es beginnt im ersten Band mit dem (als gotteslästerlich angesehenen) Sezieren von Leichen in Padua, bewegt sich über das erste Zusammentreffen mit der noch jungen Anna von Ulm und das Wüten der Pest in Konstanz bis hin zu den Umständen des Todes von Elisabeth. Weiter geht es in BodenSeele mit der Frage, warum Matthias und Simarna „seelenverwandt“ sind.“
„Quantitativ und qualitativ intensiv zeigen sich hingegen alle Szenen, in deren Mittelpunkt philosophisch-theologische Diskussionen sowie Kunst und Architektur stehen. So gewährt Harder-Merkelbach einen relativ profunden Einblick in die Situation des Übergangs vom Hochmittelalter zur Renaissance, greift etwa die strittige Frage auf, ob das Wissen der Kirchenväter mit dem Studium der antiken Schriften ergänzt werden dürfe. Die Bedeutung der Schnabelmaske während der Pestepidemie kommt genauso zur Sprache wie die Gewohnheit vieler Überlinger Bürger ihre Notdurft in der Öffentlichkeit zu verrichten. Mit der sehr detaillierten Darstellung architektonischer Projekte, so etwa die Planung des Neubaus von St. Peter in Rom, bleibt die Autorin ihrer Profession treu“
Es liegt mir nun viel daran, Sie zu bitten, Ihre oben genannten Feststellungen mit meinen Antworten in Ihrer Rezension abzugleichen. Da geht es nicht um Subjektivität, sondern das sind objektive Antworten.

Außerdem würde es mich freuen, wenn Sie Verständnis für diese Zeilen im Hinblick auf Ihre Kritik haben.

So verbleibe ich mit herzlichen Grüßen vom Bodensee

Marion Merkelbach


Dr. phil. Marion Merkelbach
www.marion-merkelbach.de

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Friedhelm Rathjen schrieb uns am 18.08.2017
Thema: Heribert Hoven: Durch die Ozeane des Menschseins
Arno Heller porträtiert Herman Melville als einen Schriftsteller, der „seiner Zeit um ein Jahrhundert voraus war“

Es sollte sich eigentlich langsam herumgesprochen haben, daß sich der Titel "Moby-Dick" korrekt mit Bindestrich schreibt, lediglich ältere deutsche Übersetzungen, schlechte englischsprachige Ausgaben und die bekannte Verfilmung lassen den Bindestrich weg. Soweit ich sehe, hat auch Arno Heller in seinem Buch den Bindestrich, weswegen eigentlich unbegreiflich ist, daß der Rezensent ihn wegläßt.

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Prof. Dr. Wolfram Malte Fues schrieb uns am 02.08.2017
Thema: Bernd Nitzschke: Hat der Frieden zwischen Israelis und Palästinensern heute noch eine Chance?
Moshe Zuckermann analysiert mit Marx und Freud die Geschichte eines Jahrhundertkonflikts – und sucht nach Wegen, die in die Zukunft weisen könnten

Sehr geehrter Herr Nitzschke

haben Sie grossen Dank für Ihre eingehende, kluge, informationsreiche und mutige Besprechung von Moshe Zuckermanns neuem Buch. Texte dieser Art werden (leider) immer notwendiger.

Mit freundlichen Grüssen

Wolfram Malte Fues
Prof. em. Dr. phil.

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Ron schrieb uns am 01.08.2017
Thema: Evi Zemanek: "Durch und durch poetologisch fokussierte Gedichte"
Katrin Jordan sucht Kohärenz und Kalkül in Goethes Sonetten

Goethe und Petrarca !

Sonett an die 19jährige Schönheit Minna Herzlieb

Mit Flammenschrift war innigst eingeschrieben
Petrarcas Brust vor allen andern Tagen
Karfreitag. Ebenso, ich darfs wohl sagen,
Ist mir Advent von Achtzehnhundertsieben.
Ich fing nicht an, ich fuhr nur fort zu lieben
Sie, die ich früh im Herzen schon getragen,
Dann wieder weislich aus dem Sinn geschlagen,
Der ich nun wieder bin ans Herz getrieben.
Petrarcas Liebe, die unendlich hohe,
War leider unbelohnt und gar zu traurig,
Ein Herzensweh, ein ewiger Karfreitag.
Doch stets erscheine, fort und fort, die frohe
Süß, unter Palmenjubel, wonneschaurig,
Der Herrin Ankunft mir, ein
ewiger Maitag.

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Redaktion literaturkritik.de schrieb uns am 30.07.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Simone Loleit: Durch Tiefenbohrungen zu den Ursprüngen
Ludger Honnefelder über zukunftsweisende Problemstellungen der mittelalterlichen Philosophie

Simone Loleit hat die Ausgaben inzwischen verglichen und Ihrer Rezension am Ende Informationen hinzugefügt, die die Vermutungen von Hans-Herbert Räkel mit einem Dank an ihn bestätigen.

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Stefan Diebitz schrieb uns am 29.07.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Simone Loleit: Durch Tiefenbohrungen zu den Ursprüngen
Ludger Honnefelder über zukunftsweisende Problemstellungen der mittelalterlichen Philosophie

Sehr geehrter Herr Räkel,
„ich habe das ‚neue‘ Buch nicht in der Hand gehabt,“, schreiben Sie zu Beginn Ihres Leserbriefes und fahren dann fort: „aber es sieht dem von 2008 aus der inzwischen verkauften Berlin University Press zum Verwechseln ähnlich.“ Finden Sie nicht selbst, daß ein derartiger Eindruck erst einmal überprüft werden sollte, bevor man sich öffentlich äußert? Sie möchten „doch wissen, worin sich die "1. Auflage 2017" nun von der allerersten von 2008 unterscheidet“: ein Gang zur nächsten Bibliothek, und schon könnten Sie sich selbst wie auch uns diese Frage beantworten. Immerhin könnte es ja sein, daß es wider Erwarten doch nicht dasselbe Buch
ist. Denn auch das, das einander „zum Verwechseln ähnlich“ sieht, kann ja verschiedenes sein, zumal dann, wenn man das Vergleichsobjekt nicht einmal in der Hand hatte.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Diebitz

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Hans-Herbert Räkel schrieb uns am 26.07.2017
Thema: Simone Loleit: Durch Tiefenbohrungen zu den Ursprüngen
Ludger Honnefelder über zukunftsweisende Problemstellungen der mittelalterlichen Philosophie

... ein Fall von wiederholter Buchstapelei – wenn ich mir diesen Neologismus erlauben darf?! Ich habe das “neue” Buch nicht in der Hand gehabt, aber es sieht dem von 2008 aus der inzwischen verkauften Berlin University Press zum Verwechseln ähnlich. Ich hatte es seinerzeit in der SZ vom 30.01.2009 rezensiert. Mein Untertitel, den die SZ-Redaktion vorsichtig gegen den dann gedruckten ausgetauscht hat, lautete: “Bücher machen oder Bücher schreiben? Auch in der Philosophie geht das eine nicht ohne das andere!” Das neue Buch straft diesen Satz zum zweitenmal Lügen ... Man möchte doch wissen, worin sich die "1. Auflage 2017" nun von der allerersten von 2008 unterscheidet (nicht jedenfalls im Titel, und die “Tiefenbohrungen” waren auch schon da), zumal das alte Buch noch leicht zu haben ist? Gründliche und hochkarätige Fachrezensionen gab es vorher in der FAZ vom 28.11.2008 von Ernst-Wolfgang Böckenförde, etwas später von Harald Kratochvila (2010) und erschöpfend von Klaus Grubmüller (2011). Ich hatte mir dagegen damals die unangenehme Aufgabe gestellt, zu sagen dass Honnefelders Buch ein Marketingprodukt ist, ohne damit die wissenschaftliche Qualität dieses Autors zu beschädigen – und hoffe, dass mir das gelungen ist. (Nachzulesen ist die Rezension jetzt im "Offenen Rezensionsforum" von literaturkritik.de.)

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Matthias Knauer schrieb uns am 25.07.2017
Thema: Alexander Dorian Olier: Literarische Außenseiter
In seinem Debütroman „Hool“ erforscht Philipp Winkler die Hannoveraner Hooligan-Szene

Hallo Herr Olier,

erstmal meinen herzlichen Dank für den Mut, den Winkler'scher Roman Hoolzu besprechen. Das Schöne daran ist ja immer, dass Meinungen zu anderen Meinungen führen kann. Gerade ihr Fazit, dass es sich bei Hool um eine "Milieustudie" handelt, kann ich so nicht unterschreiben. Sicher, wir tauchen als Leserinnen und Leser in das Leben eine Hooligans ein. Aber mit dem Blick über den Tellerrand des Buches hinaus, sollte schnell aufgefallen sein, dass es DEN Hooligan nicht gibt. Dazu liefert der Roman auch zahlreiche Hinweise. Was in meinen Augen zentral in diesem Roman steht, ist die Tatsache, dass der Hooliganismus, der Wille, gerade zu die Sucht nach Gewalt, so elementar ist für den Protagonisten. Die Verteidung
der eigenen Stadt, der 'Ehre', wenn man so will, ich ja im Grunde die einzige Konstante in einem Leben voll Scheitern und Stillstand.
Einschlägige Literatur, wie beispielsweise Bill Burfords Geil auf Gewalt. Unter Hooligans, hat gezeigt, dass es sich bei Hooliganismus nicht zwingend um ein Phänomen handelt, dem Gescheiterte und Kaputte erliegen. Spannender wäre in meinen Augen, was den Protagonisten trotz der Einschläge, die sich ihm nähren (die schwere Verletzung eines Freundes, der Ausstieg eines anderen), an diesem Hooligan-Ding festhält.
Auch sprachlich kann ich nur bedingt schlecht finden, dass es umgangssprachliche Elemente gibt. Das angeführte Beispiel ist einem Dialog entnommen, wobei gerade dort Winkler Stärke zeigt, indem er diese Dialoge lokal gefärbt und lebensnah gestaltet.
Nichtsdestotrotz, habe ich den Artikel mit Freude gelesen, weil ich lange darauf gewartet habe, dass es endlich eine Rezension auf literaturkritik.de dazu gibt.
Mit freundlichem Gruß
M. Knauer

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Dr.Peter Fisch schrieb uns am 18.07.2017
Thema: Regina Roßbach: Subtil anstößig
Zu Jane Austens 200. Todestag packt Denis Scheck die Wut und erscheinen zwei neue Übersetzungen ihrer Romane

Sehr geehrte Frau Roßbach,
besten Dank für Ihre sehr informative Rezension. Ich stimme Ihnen auch in der
Hinsicht zu, dass Herr Scheck glaubt wohl,Urteile fällen zu können,denen nur mit Freude zuzustimmen ist. Interessant ist u.a. seine Meinung über Anna Seghers Roman "Das siebte Kreuz" (kürzlich geäußert in der "Welt"). Für diesen
selbsternannten Literaturpapst zählt Seghers` Roman keineswegs zur Weltliteratur, sei sprachlich arm und langweilig obendrein.

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Hubert Rehm schrieb uns am 17.07.2017
Thema: Sarah Nagel/ Jan-Luka Klindworth: Ein Treppenhaus als wissenschaftlicher Beweis?
Wie Michel Cymes versucht, die Gräueltaten der KZ-Ärzte zu erklären

Sehr geehrte Frau Nagel und Herr Klindworth,
endlich mal eine Kritik, die das Werk von Cymes nicht nur bejubelt! Leider ist auch Ihnen entgangen, daß "Hippokrates in der Hölle" von Sachfehlern nur so strotzt. Das gilt insbesondere für die Kapitel über Rascher. Ich habe darauf in einer eigenen Kritik im Laborjournal vom 28.04.2016  schon aufmerksam gemacht.

Mit freundlichem Gruß
Hubert Rehm

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Frank Goertz schrieb uns am 01.07.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Fabienne Quennet: Von dem, der die Mägen traf
Dem amerikanischen Schriftsteller Upton Sinclair zum 125. Geburtstag

Hallo,
die "Lanny Budd Reihe" wird selbst bei Wikipedia nicht korrekt angegeben, ich besitze alle 11 Bände und habe sie gelesen:
Hier die Reihenfolge:
1. Weltende
2. Zwischen zwei Welten
3. Drachenzähne
4. Weit ist das Tor
5. Agent des Präsidenten
6. Teufelsernte
7. Schicksal im Osten
8. Im Auftrag des Präsidenten
9. Die elfte Stunde
10. Oh Schäfer sprich
11. Lanny Budd kehrt zurück

Anzumerken ist noch, das insbesondere der erste Band auch im Scherz Verlag gekürzt erschienen ist, ich hoffe ich konnte Ihnen helfen?!
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Goertz

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Nishalie schrieb uns am 29.06.2017
Thema: Erhard Jöst: Resolutheit und Verklemmung, Verlangen und Versagensangst
Bernhard Schlink erzählt „Sommerlügen“

In der "letzte Sommer" trifft das beschriebene Frauenbild Schlinks definitiv nicht zu, bzw. dass seine Liebesgeschichten nie gut ausgingen. Denn hier beschreibt er seine Frau als „rein“. Er schreibt ihr einen herzerweichenden Liebesbrief, er gibt ihr die Entscheidung über sein Leben in die Hand. Ich denke mehr Liebe geht nicht.

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Hans T. Siepe schrieb uns am 27.06.2017
Thema: Stefan Cernohuby: Skurrile Reisen entscheiden über die Zukunft der Erde
Stefano Benni hält der Welt einen immer noch aktuellen Spiegel vor

Wenn man schon einen Roman rezensiert, der bereits vor 32 Jahren erstmals in deutscher Übersetzung erschienen ist (Piper 1985), dann 5 Jahre später erneut aufgelegt wurde (Piper 1990, Taschenbuch), dann bei Wagenbach erstmals 2002 erschien und jetzt 2017 im gleichen Verlag erneut aufgelegt wird, kann man erwarten: dass 1. darauf hingewiesen wird (und nicht das Buch wie eine Neuerscheinung vorgestellt wird); dass 2. auch die Benni-Rezeption in den deutschsprachigen Ländern, in der Literaturkritik und der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Roman wenigstens ansatzweise gespiegelt wird.
So aber hat diese Literaturkritik, bei der schon der einleitende Abschnitt belanglos ist, etwas von subjektiver Beliebigkeit - man greife sich mal ein Buch ohne
Beachtung der Hintergründe - und bleibt jenseits einer kritischen Auseinandersetzung ("kein einfach zu lesendes Buch", "macht jede Menge Spaß", "benötigt viel Aufmerksamkeit vom Leser", "vermag es jedenfalls noch heute, Leser zu beschäftigen") - was soll's?

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Norbert Schnitzler schrieb uns am 27.06.2017
Thema: Rolf Löchel: Ein Gefüge praktischer Ethik und zu erkämpfender Rechte
Andi Zeisler verteidigt den „echten Feminismus“ gegen den „Marktfeminismus“

Sehr geehrter Herr Löchel,

Ihre kenntnisreiche Kritik endet mit:
Wie wäre es, wenn alle, die von Prostitution betroffen sind, über sie mitreden würden und sollten? Das wären nämlich überhaupt ausnahmslos alle, die in einer Gesellschaft leben, in der es Prostitution gibt. Zudem können auch Menschen, die von einem bestimmten Thema nicht betroffen sind, durchaus kluge und hilfreiche Dinge zu ihm beitragen.

Was meinen Sie mit "in der es Prostitution gibt"? Die gibt es bekanntlich fast überall, ob sie nun erlaubt oder verboten ist. Wenn es sie eventuell in Klöstern nicht gibt, ist das dann eine nicht betroffene Gesellschaft, oder muss man den Gesellschaftsbegriff dann auf die Gesellschaft,
in der es Klöster gibt, ausdehnen?

Oder mit einem anderen Zugang: Wäre man in einer Gesellschaft, in der es keine Prostitution gäbe, nicht auch davon betroffen, dass es keine gibt, so wie man in einer Gesellschaft, in der es keine Buchrezensionen gäbe, diese auch vermissen würde?

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Schnitzler

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Chris schrieb uns am 15.06.2017
Thema: Hermann Bohlen: Ein ganz Gefährlicher
Das Whizzkid Uwe Nettelbeck ist tot, aber seine "Republik" lebt

Offensichtlich öffentlich unbemerkt ist Uwe Nettelbeck nun seine Frau Petra gefolgt:

http://faust-news.blogspot.dk/2017/05/petra-nettelbeck-rip.html

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Ulrich Klappstein schrieb uns am 06.06.2017
Thema: Johannes Groschupf: Ein Plädoyer für die fließende Schrift
In „Wer nicht schreibt, bleibt dumm“ erörtern Maria-Anna Schulze Brüning und Stephan Clauss nachdrücklich den Wert der Handschrift

Als ehemaliger (Deutsch-)Lehrer muss ich rückblickend sagen, dass auch ich oft beschämt war von den Schreibleistungen der im Buch angesprochenen "schreibrückbildungsresistenten" Gruppe von vorwiegend guten bis sehr guten Schülern und Schülerinnen! Auch in der Lehrerausbildung an den Seminaren und Universitäten wird nicht (mehr?)auf ein pädagogisch vorbildliches Schreiben der zukünftigen Lehrer/innen geachtet. Wozu auch, könnte man ironisch hinzufügen:
Ist doch - neben Smarphone und Computertastaturgebrauch - eine zunehmende Ausstattung der Klassen- und Fachräume mit sog. "elektronischen" Wandtafeln gewünscht. Leider verleitet das aus technischen Gründen nur sehr "verpixelt" erscheinende
Schriftbild dann zur "Krakelei" und läßt keine Schönschrift mehr zu.
Schreiben ist Bestandteil fast aller Schulfächer, warum nicht dieser Kulturtechnik mehr Zeitanteile zubilligen? Und zwar im "normalen" Unterricht, nicht nur in Kursen mit Schülern/Schülerinnen, die als "besonders begabt"eingestuft werden.

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Karin Schaack schrieb uns am 05.06.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Walter Delabar: Untergangsgeschichten
Hans-Jürgen Schmelzer schreibt mit „Meines Vaters Felder. Biografie einer Landwirtsfamilie“ seine Familiengeschichte

Ich habe das Buch mit Interesse aus folgendem Grund gelesen :meine Mutter war in den zwanziger Jahren Hauslehrerin in Tucheband bei Norbert Schmelzer. Vieles hat sie haargenau so geschildert wie Hans Jürgen Schmelzer. Frau Käthe Schmelzer konnte sie zur damaligen Zeit jedoch als junges Mädchen noch nicht so beurteilen, jedoch zum Beispiel Baron von der Goltz. Ich kenne sehr viele Namen und Ereignisse aus ihren Erzählungen.
Karin Schaack,
Eichenstrasse2
12435. Berlin,
The 0305324244

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Dr. Klaus H. Lauterbach schrieb uns am 01.06.2017
Thema: Redaktion literaturkritik.de: Über die von Stefan Abel und Nicole Eichenberger besorgte Edition von Jos von Pfullendorf „Das Buch mit den farbigen Tuchblättern der Beatrix von Inzigkofen“

Liebe Redaktion
              ich benutze das Leserbriefformular nur, um Sie auf eine
weitere und ausführliche Rezension der Edition des "Buches mit den farbigen Tuchblättern" hinzuweisen, nämlich in der 'Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins'(ZFG), 162, 2014, S. 529-535.
Ich weiß, es hat ein Geschmäckle, wenn sich der Autor selbst annonciert,
aber ..., lesen Sie selbst.

              Mit freundlichen Grüßen />                            Klaus H. Lauterbach

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Christian Milz schrieb uns am 25.05.2017
Thema: Matthias Friedrich: Erkenne dich selbst!
In ihrem zweiten Roman „Fürsorge“ lässt Anke Stelling eine Cartesianerin und eine Phänomenologin gegeneinander antreten

Diese Rezension rückt den Roman erstaunlicher- wie unverständlicherweise in die Nähe eines Intellektualismus (Cartesianerin, Phänomenologin) der ihm absolut fremd ist. Die Autorin hält es viel mehr entschieden, wie Matthias Friedrich ja auch richtig festhält, mit Körperteilen und Körperfunktionen. Aber nicht, weil es ihr um die Reflexion des Verhältnisses von Sprache und Körper geht (wie man das in solchen Fällen gerne hindreht, wenn man heiße Luft zu irgend etwas verdichten will) , sondern um Feuchtgebiete einer tabuisierten Konstellation auszukosten. Um zu reflektieren, fehlt dem Text jeglicher Zugang zum Seelischen ... weibliche Inzestphantasien einmal ausgenommen, die sich in diesem Fall und kongruent zur Story perfekt mit denen pubertierender Jünglinge decken.

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Karin Schwippert schrieb uns am 23.05.2017
Thema: Wieland Schwanebeck: Armes England
Graham Swift zelebriert einen trostlosen „Festtag“

Sehr geehrter Herr Schwanebeck,
alles nur Downton Abbey??? Mitnichten. Selbst wenn die klassische Kombi ´Dienstmädchen - junger Herr´ hier bemüht wird, geht es doch nur am Rande um Klassenunterschiede. Sondern eher um einen erwachenden/wachen Geist, der (hier besser:die) genauestens beobachtet, einschätzt und einordnet - und (wie ein/e Autor/in) dabei Optionen für Motive, Handlungen und ihrer Konsequenzen etc. durchspielt. Eine faszinierende Novelle (kein Roman, in diesem Punkt gebe ich Ihne  recht).
Herzliche Grüße
K.S.

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Udo Houben schrieb uns am 12.05.2017
Thema: Sabine Haupt: Die Achsen der Poesie
Gerhard Meisters Gedichte verweigern den „hohen Ton“

Hallo, liebe Frau Haupt,
mit leisem Spott und doch Humor haben Sie die skurilen Texte von Gerhard Meisters gelesen und mir vorgestellt. Eigentlich
wissen Sie ja auch nicht, welche poetische Kriterien es gibt.
Mit den Nichtkriterien schreiben Sie eine surrealen Text, ergo einen Nichttext. "Ich sehe, was du nicht siehst!" Geschreddet ist das Wortgstöhn und es leuchtet als Mondlicht im Dichterschatten. Die Sonne verzichtet auf seinen Schatten und geht ohne ihn unter. Deshalb müssen Sie nicht traurig sein und "Gottverdammt!" fluchen. "Überhaupt wandelt das Wortlose in eimen guten Gedicht umher" (Klopstock).
Es fliegt, ist astrologisch und neurologisch - Sie finden es,
ganz bestimmt!
Viele nette
Grüße,
Udo Houben, Krefeld

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Hans Zimmermann schrieb uns am 26.04.2017
Thema: Michael Pilz: Eine erdichtete Biographie?
Martin A. Klaus legt eine in vielerlei Hinsicht fragwürdige Lebensbeschreibung des Schriftstellers Ludwig Thoma vor

Ein wirklich ärgerliches Buch, dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Eine kleine Anmerkung vielleicht: Das Eiserne Kreuz "prangt" in der Tat niemals, auch nicht während seiner nationalistisch angepaßten Zeit 1914-1918, auf der Titelseite des Simplicissimus (wie Klaus S. 184 behauptet). Aber auch in den "Kriegsflugblättern des Simplicissimus" erscheint es tatsächlich nur ein einziges Mal im Titel (Nr. 2 vom 12.8.1914 datiert). Im Übrigen: danke für die notwendige Rezension! HZ

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Karsten von Harling schrieb uns am 26.04.2017 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Lutz Hagestedt: Unmoralisch
Michel Houellebecqs Roman "Elementarteilchen" im Taschenbuch

Lieber Cornelius Gladewitz,
15 Jahre nach Ihnen las ich das ergreifende Buch, die 'Rezension' von Herrn Hagstedt, mit der ich, wie Sie, nichts anfangen konnte, und dann Ihre wunderbare Einschätzung, die genau meine Empfindungen trifft, für die ich Ihnen danke.
Die folgenden fast zwei Jahrzehnte nach Erscheinen des genialen Buches ELEMENTARTEILCHEN haben doch auf düstere, erschreckende Weise die Thesen Houellebecqs bestätigt, welch gigantische Probleme die Menschheit mit sich selbst zunehmend hat.
Der Idee des Romans, der Notwendigkeit einer genetischen Klonung einer kompetenten menschlichen Spezies vor vollständiger Zerstörung allen Lebens auf unserem Planeten, gegenüber, wirkt der 'Glaube an das Gute' im heutigen Menschen nur noch
notorischen Optimisten mit grossen Scheuklappen als hilfreich.
Doch: wo sind die 'Aufrührer' in unserer menschlichen Realität, die in der Lage sind, uns vom Abgrund zurückzuführen?
So verbleibt uns im Moment nur, jeder mit seinem 'Code', in seinem Leben 'das Beste' ( so wir das Glück haben, es für uns zu erahnen ) anzustreben.

Nochmals Dank für Ihre Gedanken.

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