Informationen über:
Andreas Tiefenbacher

geboren 1961 in Bad-Ischl, war nach einem Studium der Germanistik und Geschichte unter anderem Lehrer an einer Maturaschule, Hausmann und Buchhändler.
Seit 1992 ist er als Sozialpädagoge im Verein "Internat Brigittenau" und von 2002 an dort auch als Betriebsratsvorsitzender tätig. Er lebt in Wien.
Seit 1988 veröffentlicht er in Literatur- und Kulturzeitschriften, Zeitungen, Anthologien und im ORF; seit 2001 auch Literaturkritiken (Bücherschau, Die Furche, kolik, Kulturbericht Oberösterreich, Letna Park. Prager Kleine Seiten, Literaturhaus Wien Buchmagazin, Literatur und Kritik).
Er ist Begründer der Anti-Heimatparodie (siehe dazu: Modern Austrian Literature. Journal of the Modern Austrian Literature and Culture Association, Vol. 36, 2003) und seit 1995 Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV).
Tiefenbacher hat mehrere Preise und Stipendien erhalten, zum Beispiel die Talentförderungsprämie für Literatur des Landes Oberösterreich 1996, den Ernst Koref-Preis für Literatur 2005 und das Mira Lobe-Stipendium 2008.
Sein neuestes Buch ist der Roman Christbaumcrash, Kitab Verlag, Klagenfurt-Wien 2012 (ISBN: 978-3-902585-87-5).
Es handelt sich dabei um eine Art Anti-Heimatparodie und Gesellschaftssatire über einen Mann, der von seinem Alltag und seiner Welt genug hat und zum Christbaumattentäter avanciert.
"Eine vielschichtige, nachdenkliche und ernüchternde Weihnachtsgeschichte!", meint Angelo Algieri im Literaturhaus Wien Buchmagazin. Und Gabriele Petricek schreibt: "Vielleicht von dieser einzigartigen literarischen Akrobatik des Ulysses angestiftet, lässt auch Andreas Tiefenbacher seinen kürzlich erschienenen Roman Christbaumcrash, in dem ein braver Familienvater apokalyptisch mit Weihnachten hadert und gegen den lichtgeschmückten Christbaum auf dem Rathausplatz Amok läuft, mit "Genau so. Ja" enden. Lapidar wie sein Ende, der Romanbeginn: "Nein. Es hätte schlimmer kommen können." Am Ende ein Anfang. Unbedingt."
(Der Standard, 6. Oktober 2012, Album A 12)
Erna Stadler meint: "Christbaumcrash ist in mehrfacher Hinsicht ein sehr österreichischer Roman, nicht zuletzt sein (Anti-)Held macht ihn dazu. Interessant ist vor allem die Gesellschaftskritik, die der Autor in diese Satire verpackt hat. Hans Herrman Held leidet wie viele an vielem, nur eben artikulierter. (...)
Weihnachtsmuffel sollten beherzt zu dieser Lektüre greifen (...). Passionierte Weihnachtsmarktbesucher sollten sich den Roman allerdings auch nicht entgehen lassen (...)."
(Bücherschau, Nr. 4/2012, S. 51f.)
Helmuth Schönauer schreibt: "In Andreas Tiefenbachers Roman verfällt der Ich-Erzähler in eine formidable Sinn-Krise, hasst die Menschen wegen ihrer Gerüche und ihres Lärms, hat Angst vor seiner Frau, der er nach knapp einem Vierteljahrhundert Ehe nicht mehr gewachsen ist, und ist auf der Suche nach dem ultimativen Befreiungsschlag. (...) Der Roman läuft als obsessive Erzähl-Wurst beinhart einem sogenannten Ende entgegen, das schon von Anfang an feststeht. Die sieben Abschnitte sind jeweils durch fette Worte gegliedert, die letztlich das Programm des Helden darstellen: Nein, gesehen, wirklich, geschrien, obwohl, ich, außer. - Morbus Christbaum ist eine Krankheit, bei der dem Leser das Lachen vergeht."
(Gegenwartsliteratur 2090 bzw. Lesen in Tirol, 2.1.2013.http://lesen.tibs.at/content/erwachsene/andreas-tiefenbacher-christbaumcrash)


andreas.tiefenbacher@chello.at


http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Tiefenbacher

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