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Autoren : Murakami, Haruki

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Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war.
Sein erster Roman, „Hear the Wind sing“ (1979), brachte ihm den Gunzou-Förderpreis ein. Zusammen mit „Pinball“, 1973 (1980, dt. 2015) und „Wilde Schafsjagd“ (1982, dt. 1991), für den er mit dem Norma-Förderpreis ausgezeichnet wurde, bildet dieser Roman die sogenannte „Trilogie der Ratte“.
Zu Murakamis weiteren Veröffentlichungen zählen „Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt“ (1984, dt. 1995), „Naokos Lächeln“ (1987, dt. 2001), „Tanz mit dem Schafsmann“ (1988, dt. 2002), „Gefährliche Geliebte“ (1992, dt. 2000), „Der Elefant verschwindet“ (1993, dt. 1995) und „Als ich eines Tages im April das 100%ige Mädchen sah“ (dt. 1996).
Von 1991 an lebten Murakami und seine Ehefrau vier Jahre lang in den USA, wo er in Princeton lehrte und den Roman „Mister Aufziehvogel“ verfasste (1994–95, dt. 1998), für den er den Yomiuri-Literaturpreis erhielt.
Nach dem Erdbeben von Hanshin und dem Gas-Attentat auf die Tokioter U-Bahn von 1995 kehrte Murakami nach Japan zurück, wo er zunächst Opfer des Attentats und schließlich auch Mitglieder der Aum-Shinrikyo-Sekte interviewte. Die Interviews erschienen in Japan in zwei Bänden; der zweite, „The Place that was promised“ (1998), wurde mit dem Preis der Kuwabara Takeo-Akademie ausgezeichnet. Eine Auswahl aus beiden Büchern wurde 2002 als deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel „Untergrundkrieg“ veröffentlicht.
Von Haruki Murakami erschienen seitdem „Sputnik Sweetheart“ (1999, dt. 2002), „Nach dem Beben“ (1997, dt. 2003), „Kafka am Strand“ (2002, dt. 2004), die Kurzgeschichtensammlung „Blinde Weide, schlafende Frau“ (dt. 2006), der Roman „Afterdark“ (dt. 2005) und das Sachbuch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede" (dt. 2007). Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen „1Q84, Buch 1&2" (dt. 2010) und Buch 3 (dt. 2011) sowie die von Kat Menschik illustrierten Erzählungen „Schlaf", „Die Bäckereiüberfälle", "Die unheimliche Bibliothek" und "Birthday Girl". Die Neuübersetzung von Murakamis literarischem Durchbruch „Gefährliche Geliebte“ erschien 2013 unter dem neuen Titel „Südlich der Grenze, westlich der Sonne".
Zu den Preisen, die Murakami in jüngerer Zeit erhielt, gehören der Frank O’Connor Internationale Kurzgeschichtenpreis (Irland, 2006) der Franz-Kafka-Preis (Tschechien, 2006) und der Asahi-Preis (Japan, 2006).
Zudem hat Murakami Werke diverser amerikanischer Autoren ins Japanische übertragen, darunter Bücher von F. Scott Fitzgerald, Raymond Carver, John Irving und Raymond Chandler. Seine eigenen Werke wurden bislang in mehr als vierzig Sprachen übersetzt.

Angaben nach DuMont Buchverlag, Januar 2014

Artikel über Murakami in literaturkritik de:

Vertane Liebesmüh.
Haruki Murakamis „Birthday Girl“ ist edel aufgemacht – da kann der Inhalt nicht mithalten
Von Dennis Gerstenberger
Ausgabe 01-2018

„Ein Heft mit einem Strich in der Mitte“.
Haruki Murakamis frühe Romane „Wenn der Wind“ singt und „Pinball 1973“ zeigen bereits die sprachliche Prägnanz und tiefe Einfühlsamkeit des japanischen Bestsellerautors
Von Anne-Katrin Schulze
Ausgabe 06-2017

Verlust und Gewinn in der Liebe.
Haruki Murakamis Erzählungen „Von Männern, die keine Frauen haben“
Von Charlotte Lamping
Ausgabe 02-2015

Von Schmerz zu Schmerz.
Neuer Roman zum 65. Geburtstag des Schriftstellers Haruki Murakami
Von Peter Mohr
Ausgabe 01-2014

In zwei Welten.
Haruki Murakamis Roman „1Q84“ macht es uns nur vorgeblich einfach
Von Walter Delabar
Ausgabe 04-2011

Mister Einbahnvogel.
Haruki Murakamis Bücher sind raumgreifend, tief, universell - bis auf die misslungenen. Ein Streifzug durch die zweite Liga der Murakami-Literatur
Von Stefan Mesch
Ausgabe 05-2008

Die Nacht der leblosen Tröten.
Haruki Murakami, schlecht wie nie: "Afterdark"
Von Stefan Mesch
Ausgabe 01-2006

Das Leben ist nicht kurz genug.
"Birthday Stories", Haruki Murakamis literarische Bento-Box
Von Stefan Mesch
Ausgabe 10-2005

Sehnsucht steht ins Nichts hinein.
Haruki Murakamis neuer Roman "Sputnik Sweetheart"
Von Laslo Scholtze
Ausgabe 03-2003

Tanzen, solange die Musik spielt.
Haruki Murakami erzählt vom "Tanz mit dem Schafsmann"
Von Christoph Jürgensen
Ausgabe 05-2002

Singles, die Miles Davis hören.
Haruki Murakamis Roman "Gefährliche Geliebte" erzählt vom Sex
Von Kolja Mensing
Ausgabe 04-2001





Aktualisiert am 2017-12-06 15:22:20
 
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