Freud für sich arbeiten lassen

Über Jean Laplanches „Leben und Tod in der Psychoanalyse“

Von Sebastian SchreullRSS-Newsfeed neuer Artikel von Sebastian Schreull

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Die Psychoanalyse ist in Deutschland aus den großen öffentlichen Debatten verschwunden, als hätte man sie vergessen – oder wie es ein Dogmatiker sagte: Sie wurde verdrängt. Aber selbst wenn es Verdrängung wäre, dann müsste sie wiederkehren, in einer Form oder auf eine Art und Weise, mit der wir nicht  gerechnet hätten. Sie kehrte dann als etwas wieder, so dass wir vielleicht überhaupt nicht erkennen, dass es noch die Psychoanalyse ist, die wir so (ver-)kannten, als wir sie verdrängten.

Udo Hock und Jean-Daniel Sauvant haben gemeinsam mit dem Übersetzer Peter Stehlin die Herausgabe eines dieser verdrängten Klassiker vollzogen, der bereits 1974 im Walter-Verlag erschienen war, aber leider keine Wirkung entfalten konnte. Mit „Neue Grundlagen für die Psychoanalyse“ ist bereits 2011 im Psychosozial-Verlag der erste Band jenes Œuvres von Laplanche erschienen, welches größtenteils noch überhaupt nicht ins Deutsche übertragen wurde oder nicht länger nachgedruckt wird. Vom Verlag sind weitere Bände dieser Reihe geplant. Nun erst einmal im Jahre 2014: „Leben und Tod in der Psychoanalyse“.

Laplanches Schriften halten sich also in einer bestimmten Abwesenheit, die durch Verdrängung oder das Vergessen bedingt sein mag. Ich will behaupten, dass man die Besonderheit des Werks von Laplanche erst dann begreift, wenn man ihn gelesen hat, wenn man weiß, wie er mit Werken umgeht. Jetzt könnten Sie entgegnen, dass in sehr interpretationsbedürftiger Weise ein Psychoanalytiker stets davon spricht, dass man erst eine Psychoanalyse vollzogen haben müsste, um in geistiger Erfahrung dieses Vollzugs über ihn zu sprechen. Diese Schwierigkeit müsste reflektiert werden, denn alle möglichen psychoanalytischen Theoretiker könnten dies von ihrem Werk behaupten.

Nehmen Sie das Risiko nun auf sich, Laplanche erst einmal zu lesen. Vielleicht sogar noch, bevor Sie diese Rezension zu Ende gelesen haben. Diese Rezension könnte Ihre der freischwebenden Aufmerksamkeit verpflichtete Lektüre gefährden, Selektionen oder Identifikationen von Textstücken herbeiführen, die eine angemessene Lektüre gerade behindern. Denn freilich wählt jede Rezension Momente aus, gewichtet bestimmte Passagen anders, hat eigene Zugänge, ist nun einmal eine Interpretation – und verrät damit den Traum einer jeden Rezension, das Wesentliche zu behandeln, ja, das Werk selbst zu sein. Und ein Traum ist stets auch Verdrängung.

Seien Sie beruhigt, dass Laplanche es sich nicht so einfach mit der freischwebenden Aufmerksamkeit macht. Denn wenn etwas an Laplanche zu lernen ist, wo sein Text anders ist als vieles, was zu Freud geschrieben wurde, dann ist es genau dieser Gestus, diese Haltung, die eben keine subjektive Zutat ist, sondern der Modus, indem nur sinnvoll von einem Lesen zu sprechen sein wird: Sodass wir all jenes lesen, was gerade unserer Aufmerksamkeit entgleitet, sich der Lektüre entzieht, vielleicht in die Fußnote flüchtet oder als rhetorische Spitzfindigkeit daherkommt.

Und wenn dies bei Laplanche sogar an Freuds Texten, an Freuds Lektüren dargestellt wird, dann ist dies eine anspruchsvolle und gewiss erfrischende Lektüre. Folglich ohne nennenswerte Einschränkungen: Es lohnt sich, auch wenn Sie ihn völlig kritisieren werden.

Laplanche zu lesen ist eine Übung in freischwebender Aufmerksamkeit, die reflektiert, warum man plötzlich sich so gewiss ist, dass dies der entscheidende Zug des Werks gewesen sein wird. Freischwebende Aufmerksamkeit meint, die Lektüre von nichts diktieren zu lassen, was die Lektüre als ein der Lektüre Äußeres bestimmen könnte. Notabene heißt dies bei Laplanche auch: So zu schreiben, dass es nicht immer reduktionistisch ist, wenn man klar und verständlich schreibt (auch wenn nicht verschwiegen werden kann, das zu erschütternde Grundkenntnisse der Psychoanalyse bei der Lektüre in Laplanches Werk nicht schaden können).

Im Vorwort der beiden Herausgeber wird skizziert, was sich ab Mitte der 1960er- Jahre in Frankreich ereignete. Sehr unterschiedliche Theorietraditionen (ob nun die Phänomenologie oder die Hermeneutik, der Strukturalismus oder die Dekonstruktion) wendeten sich dem Freud’schen Werk in einer Intensität, auf einem Niveau und in Streits zu, „deren Auswirkungen noch heute in den Auslagen der Pariser Buchläden unübersehbar sind“. Wer also darüber klagt, dass die Psychoanalyse in Deutschland durch das naturalistische Rollback in den 1980er-Jahren verdrängt worden sei, der beschreibt eben nur eine historische Entwicklung, bezogen auf Diskurse, die zu stark durch nationale Grenzen bestimmt sind.

Diese historische Ungleichzeitigkeit ist zu bedenken: Als in Frankreich eine nicht bloß akademische Debatte darüber geführt wurde, wie denn Freud angemessen zu interpretieren sei, ging es in Deutschland überhaupt erst einmal darum, ob Freud überhaupt noch zu lesen sei. Und wir wollen nicht vergessen, dass jene Freudomarxismen selbst in ihren Entwicklungen, zum Teil recht rasch, damit auftrumpften, dass Freud überhaupt nicht mehr zu lesen sei (Adorno war einer der Wenigen, die diesem Bekenntnis widersprachen). Das Bürgerliche, das Repressive Freuds war wieder in den Fokus gerückt, inwiefern also selbst die Psychoanalyse eine Technik jener Herrschaft sei, die überwunden werden müsste.

Genau diese flüchtigen Lektüren hat es gewiss auch in Frankreich gegeben. Daran besteht kein Zweifel. Im Unterschied zu jenen Lektüren, die dem Werk Freud rein äußerlich blieben, auch wenn sie ihn zitierten, ist mit „Leben und Tod in der Psychoanalyse“ ein Werk wieder lesbar, was die bestimmte Negation dieser „Moden“ des Geistes ist. Wer nämlich die Psychoanalyse bloß als Technik zur Unterwerfung oder Inquisition fasst, der hat den Abgrund des Unbewussten noch nicht gewahrt, der entlarvt die psychoanalytische ‚Entlarvung‘ – er verstrickt sich in einem performativen Widerspruch. Kann die Entlarvung überhaupt noch als Geste ernstgenommen werden – nach Freud? Nachdem das Bewusste mit dem Unbewussten kontaminiert ist, wo eindeutige Absichten oder eherne Ideale kein Werk mehr zusammenhalten können? Ein Bruch mit Freud steht immer in Gefahr, die von Freud skizzierte Aufgabe nicht annehmen zu wollen oder zu können. Laplanche denkt in den Werken Freuds, gebraucht dessen Begriffe, um ihrer Schwierigkeiten im Verhältnis zu ihren jeweiligen Gegenständen gewahr zu werden, ohne jene Auseinandersetzungen zu vergessen, die sich gerade in jenen Jahren in Frankreich ereigneten.

Man mag dieses Werk Laplanches als eine erste, öffentliche Loslösung von Lacan interpretieren, als eine Bewegung, die sich der Schwierigkeiten bewusst ist, wenn man nicht der Erste ist, der behauptet, wieder zum Freud’schen Text zurückzukehren. Der eben nicht länger gewisse zu Formeln oder zu Jargon erstarrten Aussagen Freuds wiederholt, sondern sich gerade um das Widersprüchliche, das Uneindeutige dieses Werks bemüht, sich erst einmal bei diesen „Freischwimmübungen“ die Zeit und die Muse lässt, zu irren oder zu scheitern, aber eben nicht im Werk Freuds ertrinkt oder verschwindet. Laplanche weiß, dass es Probleme bereitet, im Namen des Vaters zu sprechen – das Erlernte von Lacan ist deutlich bei Laplanche.

Dies soll nun nicht heißen, dass das Lacan’sche Werk zu einem feindlichen bei Laplanche werden würde – wir können die schwierige Arbeit der Übersetzung nicht verdrängen, wir können nicht genau wissen, was da noch auf uns zukommen mag, begegnete uns der angemessen übersetzte Lacan’sche Text. Laplanche ist im Übrigen keiner dieser Schüler, die sich mit großer Geste auf den Platz des Lehrers setzen, um mit ihm endgültig zu brechen. Laplanche nimmt unterschiedliche Fäden Lacans wieder auf. Diese Anerkennung des Tuns des Lehrers ist nicht bloß für Eingeweihte lesbar.

Für Laplanche ist die Klarheit, die wohl vom Anderen geschiedene, exaktwissenschaftliche Definition bei Freud eine Narbe oder eine Wunde, die daher rührt, dass Freud mit der Praxis der Psychoanalyse etwas ins Werk setzt, was die Definition als Form für das menschliche Glück oder Leiden verwirft. Laplanche ist die Hypostasierung einer Form suspekt, ihm ist dieser je und je wieder durchschimmernde Primat der Naturwissenschaft bei Freud suspekt, die Treue, die man Freuds Tun entgegenbringt. Dies heißt aber nun nicht, dass Laplanche die Psyche zu einem Gebiet erklärt, wo naturwissenschaftliche Methoden versagten oder Freuds Worte keine Weisheit seien. Man muss nur die Grenzen dieser Verfahren reflektieren.

Die Psychoanalyse veraltet dort rasch, wird anachronistisch, wo sie sich darauf fixiert, stets das Akkurate, das Genaue, das methodisch Überlegene der Psychoanalyse herauszustellen. In gewissem Sinne bedeutet diese Dar- und Ausstellung der Psychoanalyse stets, dass man „für Freud arbeitet“: Da Freud in der Akademie wieder und wieder harsch kritisiert wird, verinnerlicht man die Verteidigung, identifiziert sich so sehr mit diesem Wiener Denker, dass jedes Denken zu einer ungeheuren Anstrengung wird (wie nur etwas Kritisches zu Freud sagen, was nicht der Kritik an Freud nutzt? Die Einkehr ins bornierte Denken also). Entweder man kann „Ja“ zu dieser Arbeit für Freud sagen – oder man sagt „Nein“. Laplanche setzt genau an diesem „oder“ an, denn dort steckt ein Problem der Debatte um die Relektüre, die Aktualisierung Freuds.

Laplanche ist deshalb wieder zu lesen, weil er uns durch sein Tun und in seinem Tun damit konfrontiert, dass man Form und Inhalt eines Textes in einem Verhältnis denken muss, all die Metaphern, die Rhetorik nicht unberücksichtigt lassen darf, will man wirklich über den „manifesten Gehalt“ der Werke Freuds sprechen: „Ohne Zweifel werden sich bei genauem Hinsehen bestimmte Widersprüche als relativ ‚äußerlich‘ und zufällig, als Folge der Polemik oder flüchtiger Formulierung erweisen; doch selbst dann ließe man sie nicht ohne Schaden unbeachtet: Denn die Absurdität im manifesten Inhalt oder die sekundäre Bearbeitung kann – wie wir seit der Traumdeutung wissen – das Indiz einer Kritik oder einer Schwierigkeit in einer tieferen Schicht sein.“

Während andere für Freud arbeiten, ist sein „eigentliches Arbeitsmotto“, wie es die beiden Herausgeber herausstellen: „‚faire travailler Freud‘ (‚Freud arbeiten lassen‘)“. Es geht Laplanche freilich nicht darum, die endlich objektive, die wahre Deutung Freuds vorzulegen – dies durchkreuzt die Unendlichkeit der Analyse je und je wieder. Es geht eben darum, man mag es kaum wiederholen, Freud gegen Freud ‚antreten‘ zu lassen, dies in Konstellation zu bringen, was sich reibt, sich widerspricht, den Text selbst in Bewegung versetzt.

Eine freischwebende Aufmerksamkeit ist eine dem Werk angemessene Lektüre, die auch in Nebensätzen oder Fußnoten Zeichen entdecken mag, die die Lektüre verkomplizieren, die die Lektüre ihrem Gegenstand angemessener machen. Und es geht, wie der Titel schon verrät, um das, was wie unbewusst auch immer, im Werk Freuds miteinander kommuniziert, sich schroff entgegensetzt oder unwillkürlich vermischt. Es geht vor allem darum zu begreifen, wie Sexualität, Eros und Thanatos in einem Verhältnis zu begreifen sind – „doch die Tatsache, dass es vor allem die spekulativen und poetischen Dämonen des Biologismus sind, auf die Freud sich beruft, sollte uns zu denken geben.“

Man verstünde nun Laplanches Weise des Lesens vollkommen falsch, man unterstellte ihm, er wollte doch nur diese Dämonen exorzieren, um endlich eine widerspruchsfreie Konstellation von Sexus, Todes- und Lebenstrieb zu erhalten. Laplanche interessieren vielmehr diese Diskrepanzen in der „Entwicklung“ der Theorie(n) Freuds und der damit vermittelten Praxis: Während er 1920 den Todestrieb „als die einzig ursprüngliche Macht im Schoß der Psyche, des Lebewesens, ja sogar der Materie“ ausgewiesen habe, sei der Tod insgesamt eine „stumme Figur“ geblieben – in der psychoanalytischen Praxis, selbst in den Schriften, die sich auf den Tod direkt bezögen. Und Laplanche liefert gute Argumente, weswegen dies mit keiner (Auto-)Biografie Freuds zu stützen oder zu widerlegen sei. Nie hätten die „Wirkungen der Todesangst oder eines ursprünglichen Todeswunsches“ den Supremat der Kastrationsdrohung „verdecken“ können. Das Gewebe des Freud’schen Textes enthält merkwürdige Löcher und Verknüpfungen, komische Knoten, die sich nicht einfach zerschlagen lassen.

Ähnlich dazu gelagert sind die Schwierigkeiten der Konstellation von Instinkt und Trieb bei Freud, die eben nicht einfach auf Übersetzungsschwierigkeiten zurückzuführen sind, die Laplanche stets wieder konsultiert (hier mag man den Einfluss Derridas bemerken). Denn manche Lektüren, die selbst Trieb mit „instinct“ übersetzen, hätten eine Schwierigkeit verdeutlicht, die bereits in Freuds Werken widerstreite: Wie lehnt sich der Trieb an jene somatische Funktion oder diesen vitalen Impuls an, wie löst sich der Trieb von jenem Instinkt, so dass er die mannigfaltigsten Perversionen entfaltet? Oder ist das Natürliche überhaupt nur über diese Grenzfälle zu bestimmen?

Ja, wer mit dem Werk Laplanches vertraut ist, wird an „Leben und Tod in der Psychoanalyse“ vergegenwärtigen können, was „Nachträglichkeit“ bedeutet. Ein Begriff, den Laplanche zu einem wesentlichen Moment seiner Lektüre Freuds entwickelte – und ja, Laplanche erkennt Lacans Beitrag zu diesem Begriff vorbehaltlos an. Denn wie auch schon die Herausgeber anmerken: Betrachten wir vom Spätwerk ausgehend diese frühe Schrift, dann erscheint es uns nicht nur so, als ob schon so viel Wesentliches hier expliziert wird: die Vorgeordnetheit des Gesellschaftlichen oder des Sozialen, die Verwirklichung des Primären durch das Sekundäre, die Begründung der Nicht-Linearität des Zeitlichen in der Psychoanalyse und vieles mehr. All dies findet man bereits in diesem „Frühwerk“. Man muss es nur zu lesen wissen.

Aber die Gefahr ist doch groß, dass eine so von der Nachträglichkeit des Werks bestimmte Lektüre das verdrängt, was in der Entwicklung des Werkes kritisiert, verschoben, selbst verdrängt wurde, was die Nachträglichkeit dieser Lektüre gewesen sein wird. Man muss nicht vom Haupt- oder Spätwerk ein Frühwerk lesen. Es muss der Lektüre nicht unbedingt zum Verstehen verhelfen.

Vergessen Sie also nicht die Lektüre Laplanches, wenn Sie sich vielleicht in den Zustand versetzt wissen wollen, dass ihre wohlgehüteten Lektüren Freuds irritiert werden, dass nicht nur ein Riss durch die Gesamtausgabe geht – dafür könnte Laplanche hilfreich sein. Und nun werden Sie sich denken: Moment, jetzt habe ich doch diese Rezension schon gelesen, wie soll ich also dem „Wesentlichen“ des Textes von Laplanche gewahr werden, was dieser Rezension entgeht? Ist jetzt nicht meine nun einsetzende Lektüre Laplanches so durch diese Urteile oder dieses Geschwurbel bedingt, dass ich vielleicht erst gar nicht zu Laplanche greife? Ist dies nicht wieder die Leidenschaft irgendwelcher Laienanalytiker, den einen Psychoanalytiker gefunden zu haben, der die eine Wahrheit entdeckt hat?

Laplanches Tun versucht eine solche Position des Theoretikers zu verunmöglichen, gerade weil sein Hegelianismus Theorie nicht als ein Instrument oder Abbild der Wirklichkeit begreift. Laplanche bestimmt den ‚Telos‘ der Psychoanalyse als ein Tun, dass „der Bewegung der ‚Sache‘ folgt; eine Wahrheit, die bereits Hegel dargelegt hat“. Er lotet auch die Beziehung zu Martin Heidegger aus und damit die Grenzen des Antihegelianismus. Denn Laplanche scheut sich nicht, den Begriff der Dialektik zu gebrauchen, um Verhältnisse zwischen Individuen, zwischen Unbewusstem und Bewusstem zu verdeutlichen. Und der hatte zu dieser Zeit in Paris – erinnern wir uns an Althusser oder Foucault – keinen guten Stand.

Aber wir wollen doch nicht verschweigen, dass Laplanche in „Leben und Tod in der Psychoanalyse“ das Andere noch nicht so gedacht hat, wie er es im Spätwerk tut. Sein Anderer wird in einer Polarität von „Bindung und Entbindung“ gefasst, die eine gewisse Fokussierung der Infantilität erkennen lässt. Wir wollen ebenso wenig verdrängen, dass manche Formulierung Laplanches zum Verhältnis von Unbewusstem, Gedanken und Lauten sehr traditionell wirkt. So als hätte sich hier kein Strukturalismus entfalten können, als wären nicht solche Bestimmungen Kritikpunkte der Derrida’schen Dekonstruktion der Schrift bei Freud oder auch der Lacan’schen Reflexionen der Psychoanalyse als dialogische Praxis gewesen. Lesen wir einfach in Laplanche nach, ob dies zutreffen könnte.

Titelbild

Jean Laplanche: Leben und Tod in der Psychoanalyse.
Herausgegeben von Udo Hock und Jean-Daniel Sauvant.
Übersetzt aus dem Französischen von Peter Stehlin.
Psychosozial-Verlag, Gießen 2014.
200 Seiten, 24,90 EUR.
ISBN-13: 9783837922486

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