Die weiße Magie des Kinos und die schwarze Magie des Terrorismus

Gedanken zum 11. September 2001

Von Axel SchmittRSS-Newsfeed neuer Artikel von Axel Schmitt

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

"Mein unbedingtes Mitgefühl, das den Opfern des 11. September gilt, hindert mich nicht, es auszusprechen: Ich glaube angesichts dieses Verbrechens an die politische Unschuld von niemandem." Diese Aussage Jacques Derridas, die anlässlich der Verleihung des Adorno-Preises am 15. September 2001 in der Frankfurter Paulskirche als Appendix zu seiner Rede auslag, scheint die einzig mögliche ethische Position zu markieren, mit der man sich den möglichen Ursachen, Tatsachen, Folgen und Bedeutungen von Ground Zero nähern kann. Ground Zero, der mit Kerosin leer gesprengte Ort im südlichen Manhattan, ist im Sprachgebrauch der Massenmedien zur Metapher für eine zerstörte Stadtlandschaft geworden. Für die Menschen in New York bezeichnet es eine Leerstelle in der Skyline Manhattans, die nicht mehr geschlossen werden kann. Der westlichen Welt dient es als Mahnmal für die Schieflage der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Weltkarte - eine Schieflage, um die wir genau genommen jedoch nicht erst seit dem 11. September wissen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Am 11. September 2001 ist kein clash of cultures ausgebrochen und auch kein Anschlag auf die westliche Welt verübt worden, wie viele, insbesondere amerikanische, Intellektuelle nicht müde werden hervorzuheben, sondern Mitglieder einer terroristischen Vereinigung haben nahezu 3000 Menschen umgebracht, indem sie ein Symbol amerikanischen Selbstverständnisses medienwirksam vernichteten. Die Inszenierung des Anschlags verdeutlicht noch einen weiteren, auf einer anderen, wesentlich subtileren Ebene gewalttätigen Akt: Die Terroristen haben sich der Bilder bemächtigt, indem sie ihre Botschaft in einer bildhaften Sprache inszeniert und gleichzeitig den Bildern die brutale Macht des Faktischen zurückgegeben haben, die vorher in massenmedialen Zurichtungen des american way of picture zu verschwinden drohte. Die von den Fernsehsendern in einer (Endlos-) Schleife eingespielten Filmsequenzen der einstürzenden Twin Towers des World Trade Centers und des brennenden Pentagons wurden zum unverzichtbaren Bestandteil des Anschlags und dessen globaler Rezeption. Man kann sogar davon ausgehen, dass der Zusammenbruch der Türme das Verschwinden des von ihr inkarnierten Weltsystems präfiguriert. In ihrer rein informationellen, bank- und finanzförmigen Modellierung waren sie in gewisser Weise deren Gehirn, das neuralische Zentrum dieses Systems, das die Terroristen mit ihrem Anschlag getroffen haben. Ihre Absenz im materiellen Raum transformiert sie endgültig in eine virtuelle Welt, macht sie damit schon jetzt zur Allegorie des beginnenden 21. Jahrhunderts. Schaut man sich die massenmediale Zurichtung der Zerstörung des World Trade Centers an, kommt man nicht umhin, von einer mitunter penetranten Präsenz der Absenz sprechen, wobei dieser prägnante Moment, den Roland Barthes "Punctum" genannt hat, nur sehr schwer in einem faktischen Zustand bewahrt werden kann.

Seit Wochen läuft die Erinnerungsindustrie auf Hochtouren. Keine Buchhandlung, in der es nicht separate Büchertische mit Dutzenden von Publikationen zu diesem 'initialen Datum des 21. Jahrhunderts' (Paul Auster) gäbe: den üppigen Fotoband über die New Yorker Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, die Sammlung anrührender Geschichten von Überlebenden und Hinterbliebenen, die wütenden Essays des Linguisten Noam Chomsky über Amerikas bestrafte Großmannssucht, die jüngsten weltpolitischen Exegesen des Starpublizisten Thomas Friedman oder die mittlerweile schon überbordenden Stellungnahmen amerikanischer wie europäischer Intellektueller. Dazu gesellen sich die Beilagen der internationalen Tageszeitungen und die fast ausschließlich dem Thema "9/11" gewidmeten aktuellen Ausgaben der Wochenzeitschriften. Zu beobachten ist ein Effekt industrieller Vervielfältigung, in der das Individuelle verwischt wird. Millionen von Zuschauern werden durch die Fernsehbilder von den Flugzeugen, die in die Twin Towers rasten, von den dicken Rauchschwaden über dem Pentagon, von den gewaltigen Staubwolken, in denen die Türme in New York einer nach dem anderen versanken, noch einmal den Schock und das Entsetzen von vor einem Jahr spüren. Zu groß war die Wucht der Ereignisse, als dass diese in der individuellen und gesellschaftlichen Trauerarbeit gleichsam schon archiviert worden sein könnten. Doch im reflektierenden Rückblick auf diese bedeutende Zäsur in der jüngsten amerikanischen Geschichte stellt sich die Frage, was es mit der unmittelbar nach den Terroranschlägen geäußerten Einschätzung auf sich hat, nach dem 11. September 2001 werde nichts mehr sein wie zuvor. Dabei hat der Schock über die Anschläge auch bei den intellektuellen Eliten zu einem Umdenkungsprozess geführt, der noch vor kurzer Zeit unvorstellbar gewesen wäre. Kritik und Dissidenz werden, wenn man aufmerksam liest und hört, nicht nur in Europa stärker wahrgenommen, sondern finden sogar Eingang in die Mainstream-Medien der Vereinigten Staaten. Dabei wird in den Debatten auch die außerordentlich problematische Außenpolitik der USA zur Disposition gestellt: die Haltung zum Internationalen Gerichtshof und zur Vereinbarung von Kioto ebenso wie der Beitrag zum Leiden des irakischen Volkes, die Bombardierungen von Libyen und dem Sudan, nicht zuletzt aber auch die Position im arabisch-israelischen Konflikt werden kritisch beleuchtet.

Agents provocateurs der europäischen Debatten waren vor allem der Komponist Karlheinz Stockhausen, der angesichts des Anschlags gegen das World Trade Center unvorsichtiger Weise von einem "absoluten Kunstwerk" des Terrorismus sprach und dafür öffentlich geprügelt wurde, sowie der französische Philosoph Jean Baudrillard, der durch seinen am 30. November 2001 in "Le Monde" veröffentlichten Text "Der Geist des Terrorismus" weltweit heftige Reaktionen und Diskussionen auslöste. Das Aufsehen erregende an diesem Text war, dass Baudrillard sich nicht auf die Selbstverständlichkeit des Mitleids mit den Opfern und der Betroffenheit über diesen terroristischen Akt beschränkte. Anders als viele nach dem 11. September erschienenen Artikel ging Baudrillards Text weiter und versuchte einen analytischen Blick auf das Ereignis, die Gründe und die möglichen Perspektiven zu werfen. Mit beeindruckender Prägnanz deutete Baudrillard das Ereignis des 11. September im Rahmen des von ihm in den vergangenen Jahrzehnten in seinen philosophischen und soziologischen Arbeit entwickelten gesellschaftsanalytischen Instrumentariums. Indem er seine Theorien fortschrieb, entwickelte der französische Philosoph eines der kohärentesten Deutungsmuster für den Terrorismus des 11. September. Wichtig ist vor allem, dass Baudrillard eindimensionale Erklärungsstrategien (etwa die bis heute kanonisch gepflegte manichäische Deutung der 'guten' Amerikaner und der 'bösen' Anderen, die in dem unsäglichen Terminus von der "Achse des Bösen" gipfelt) zurückwies und deutlich machte, dass man dem Ereignis nur gerecht werden könne, wenn man die Komplexität des Ursachenfeldes auch analytisch aufrecht erhielt. Unter anderem konnte er zeigen, dass der Isolationismus und die arrogante Selbstüberhebung eines nach dem Ende des cold war konkurrenzlosen Amerika zur Ausgrenzung des politisch Anderen geführt hat und damit beteiligt ist an der Schaffung eines kulturellen Feldes, in dem es dem ausgegrenzten Anderen so vorkommen mag, dass der terroristische Akt die einzige ihm verbleibende Form sei, sich Anerkennung zu verschaffen. Damit steht Baudrillard mit seiner Deutung in einer unmittelbaren Nähe zu poststrukturalistischem Denken, das primär vom Einspruch gegen theoretische Absolutierungen und Totalisierungen motiviert ist. Die Aufforderung, dem Anderen, dem Nichtidentischen, "dem Heterogenen Gerechtigkeit widerfahren" zu lassen (Adorno), ist der wesentliche Angelpunkt der politisch-ethischen Seite des Poststrukturalismus, weshalb etwa Michel de Certeau ("Das Schreiben der Geschichte"; 1991) für dessen Engagement den Terminus der "Heterologie", der Lehre vom Anderen, geprägt hat.

Damit lassen sich die Terroranschläge vom 11. September 2001 auch als Reaktion auf die amerikanische Lesart des "Projekts der Moderne" deuten, die sich im wesentlichen im Spannungsverhältnis der Produktion von Identität und Destruktion von Alterität bewegt: Dem existentiellen Problem modernen Bewusstseins, nämlich dessen ständiger Bedrohung durch Entfremdung und Dezentrierung, wurde und wird mit dem Versuch der Herstellung konsistenter Identitäten begegnet. Die Tatsache, dass modernes Denken Identität einerseits nur in Abgrenzung von einem Anderen vorzustellen vermag, erst die Differenz es dem Identischen ermöglicht, es selbst zu sein, dass andererseits gerade dieses Andere die Herstellung konsistenter Identitäten gefährdet, ja verhindert, bestimmt primär die Logik der modernen Denkfigur, die sich als ein ständiges Oszillieren zwischen der Produktion und Vernichtung von Andersheit ausdrückt. Die Grenzziehung zwischen 'innen' und 'außen' und die Positionierung des jeweils Zugehörigen bzw. Nicht-Zugehörigen im entsprechenden Paradigma erzeugen die Vorstellung, das Chaos zu bändigen, und die Illusion, durch die Ausgrenzung des Anderen nicht nur Symmetrie zwischen den Paradigmata, sondern vor allem Eindeutigkeit innerhalb dieser herzustellen. Intoleranz erscheint in diesem Sinne als die natürliche Neigung der modernen Praxis, die Vernichtung des Nicht-Identischen als eine Folge der 'Identitätslogik' modernen Denkens und Handelns. Die der Moderne inhärente Tendenz zur Nivellierung des Differenten, zur Aufhebung des Inkongruenten realisiert sich allerdings nicht nur in der physischen Vernichtung des Anderen, sondern auch und vor allem im fortgesetzten Bemühen, sich das Andere anzueignen, es zu assimilieren, 'identisch' zu machen, seine Andersheit auf diese Weise aufzuheben. Trotz aller Bemühungen um die Reduktion des Nichtidentischen entziehen sich eine Reihe unbestimmbarer Phänomene zwangsläufig der Identitätslogik der modernen Denkfigur. Polysemie und Ambivalenz charakterisieren diese Residuen der Differenzierung, machen sie zum "Abfall der Moderne" (Zygmunt Baumann), zu "Heterotopien" (Michel Foucault), zu "Unentscheidbaren" (Jacques Derrida), die außerhalb der modernen Ordnung bleiben müssen, jedoch die 'Dialektik der Moderne' insofern mitkonstituieren, als sie die Synthese verweigern.

Alterität als Relationsbegriff, als grundlegendes Prinzip dialektischen Denkens, als Korrelat der Dualität von Identität und Differenz, bestimmt natürlich nicht erst die Strukturen modernen Denkens. Als relationaler Dimension innerhalb der fundamentalen Opposition zwischen 'Innen' und 'Außen' kommt ihr im Prozess der Vergesellschaftung grundsätzlich Bedeutung zu; gleichwohl muss festgestellt werden, dass das hegemonial ausgerichtete politische Denken der Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten diesen Vorgang deutlich verstärkt hat. Die definitorische Fixierung des Fremden ist - wie auch die des Feindes - ein Akt der Herrschaftsausübung, definiert sich doch der Fremde in seinen Eigenschaften keineswegs selbst, sondern wird von anderen zum Objekt der Definition gemacht. Ist jedoch die Herstellung konsistenter Identitäten über die Setzung eines Anderen innerhalb der Freund/Feind-Opposition ein reziproker Mechanismus, so verhindert die Sonderposition des Fremden die Herstellung vorgeblich symmetrischer Beziehungen. In diesem Sinne sind die Entwürfe der Fremdheit vor allem als Dokumente der Geschichte des Nichtfremden, des Eigenen relevant, eine Semiotik des Fremden ist immer gleichzeitig die Semiotik der eigenen Kultur. Unterstützt die Setzung eines Fremden die Definition des Eigenen, konstituiert sich also Identität wesentlich ausgehend von Alterität, so sieht sich der Fremde selbst wiederum von dieser Regel ausgenommen. Die Weigerung, den Fremden als gleichrangiges Subjekt anzuerkennen, bedeutet auch die Ablehnung von dessen Selbstentwurf. Diese interdependenten Deutungsmuster ("us and them") ließen sich vermehrt in den Äußerungen amerikanischer Politiker und Intellektueller unmittelbar nach dem 11. September feststellen.

In diesem Zusammenhang spricht Baudrillard von der Wahrnehmung eines "totalitäten Konsens[es]" in den Vereinigten Staaten: "Die Amerikaner sind in einem sekundären Zustand des Selbstmitleides, das ist ihre Trauerarbeit. Sie leisten ihre Trauerarbeit, indem sie sich auf sich selbst als Opfer beziehen, das heißt, indem sie sich vollkommen mit der Opferschaft identifizieren. Das heißt, sie sind zugleich total unfähig, den Anderen, die radikale Andersheit des Anderen, den eventuellen Feind, den Islam oder irgendetwas in diese Richtung, zu berücksichtigen. [...] Die Amerikaner sind nicht in der Lage - und das ist wirklich ein großes Problem - die Existenz des Anderen und seine radikale Andersheit zu berücksichtigen." Letztlich dreht sich die ganze Globalisierungsdebatte um die Bresche, um die Öffnung, durch die der Andere existiert, wie Baudrillard zurecht hervorhebt: "Die Globalisierung stellt insgesamt eine Homogenisierung und wachsende Diskriminierung dar. Zurückweisung, Ausschluss sind keine zufälligen Folgen, sie gehören zur Logik der Globalisierung, die im Gegensatz zum Universellen die existierenden Strukturen entsolidarisiert, um sie desto besser integrieren zu können. Überall entstehen unwiederbringliche Distanzen und Klüfte. [...] Die Situation ändert sich und radikalisiert sich in dem Maße, wie die universellen Werte ihre Autorität und Legitimität verlieren. Solange sie sich als vermittelnde Werte aufdrängten, gelang es ihnen mehr oder weniger, die Singularitäten als Differenzen in die universelle Kultur der Differenz zu integrieren; nun aber gelingt es ihnen nicht mehr, da die triumphierende Globalisierung mit allen Differenzen und Werten Tabula rasa macht, indem sie eine vollkommen indifferente Kultur oder Unkultur einbringt. Nach ihrem Verschwinden steht allein die allmächtige globale Technokultur den wieder wild gewordenen und sich selbst ausgelieferten Singularitäten gegenüber."

Nach Baudrillard ist der Terrorismus der Akt, der inmitten des globalen Tauschsystems wieder eine Singularität erstehen lässt, d. h. etwas, dessen Tausch unmöglich ist: "Alle Singularitäten, sei[en] es radikale Individuen oder Kulturen, die den Einbruch dieser globalen, übermächtigen Zirkulation mit ihrem Tod bezahlten, rächen sich heute durch die Umwälzung der Situation ins Terroristische. Das System selbst hat die objektiven Bedingungen für diese brutale Reaktion hervorgebracht. Indem es alle Karten an sich reißt, zwingt es den Anderen, das Spiel und die Spielregeln zu ändern. Die neuen Spielregeln sind wild, da der Einsatz wild ist. Auf ein System, in dem der Machtüberschuss eine unlösbare Herausforderung darstellt, antworten die Terroristen mit einem Akt, der nicht getauscht werden kann. Sie beantworten den Terror mit Gegenterror, setzen Terrorismus gegen den Terror des Systems." Die terroristische Hypothese heißt nach Baudrillard nun, dass sich das System, in Beantwortung der vielfachen Herausforderung des Todes und des Selbstmordes selbst umbringt: "In diesem Sinn ist der Terrorismus überall, als ein Virus oder Urszene und als letztes Stadium der Globalisierung. Er ist im Herzen des Globalisierungsprozesses und benutzt jeden beliebigen Akteur, jeden von uns als virtuellen Komplizen - überall spürbar und durchscheinend in jeder Form von Gewalt, sei es Menschengewalt oder Unfälle und Katastrophen. [...] Marx sagte: Ein Gespenst geht um in Europa, es ist das Gespenst des Kommunismus. Heute können wir sagen: Ein Gespenst geht um in der globalen Weltordnung, es ist der Terrorismus." Gerade eine Gesellschaft, die sich aus ideologischen Gründen weigert, bestimmte Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen, die Minderheiten und das Andere auschließt, unterliegt dieser neuen Logik der Visibilität umso mehr. Mit Jacques Lacan ist davon auszugehen, dass das, was in der symbolischen Ordnung verworfen und verweigert wird, wieder in der Realität erscheint. Die Gespenster, Geister und Phantome, die Symbole alles Ausgegrenzten und Marginalisierten, suchen die Welt heim.

In diesem Kontext hat etwa auch Arundhati Roy vom Terrorismus als Double der Globalisierung, als deren Zwilling, den teuflischen Doppelgänger des Systems, die Metastase des Krebsgeschwürs gesprochen. Der Terrorismus des 11. September ist daher - im Unterschied etwa zur Intifada oder zu diversen anderen Formen des Terrorismus - ein Terrorismus, der aus dem Inneren einer sich abschließenden Macht kommt. Dadurch, dass das System nicht mehr offen ist für den Input des Anderen, kommt es, wie Baudrillard zurecht anmerkt, zur Implosion: "Es gibt ein Implosionspotential in einem geschlossenen System. Dieses Potential kann jedoch bloßes Potential, kann virtuell bleiben. Eine Gruppe von Terroristen kann jedoch das vorhandene Potential herauskristallisieren. Dann kommt es zum Ereignis. Aber die Potentialität dieses Ereignisses war schon im System vorhanden, war in seinem Innern angelegt." Denn das System selbst hat durch seine unerträgliche Machtfülle nicht nur all diese Gewalt geschürt, von der die Welt erfüllt ist, sondern auch jene terroristische Imagination und Energie, die in uns allen wohnt. Baudrillard zufolge funktioniert der Terrorismus angesichts der postmodernen Möglichkeiten wie eine virale Gewalt: "Wir haben es mit einer weltweiten Ausbreitung des Terrorismus zu tun, die wie der Schatten wirkt, den jedes Beherrschungssystem wirft und der stets bereit ist, als Doppelagent zu erwachen. Es gibt keine Demarkationslinie mehr, die es gestatten würde, ihn genau auszumachen, er befindet sich selbst im Herzen jener Kultur, die ihn bekämpft, und der sichtbare Bruch (sowie der Hass), der weltweit die Ausgebeuteten und Unterentwickelten sowie die westliche Welt konfrontiert, knüpft insgeheim an den internen Bruch des herrschenden Systems an." Für Baudrillard handelt es sich bei der Zäsur des 11. September um den Beginn des "Vierten Weltkriegs", in dem sich die virtuell an ihre Grenzen gestoßene Weltordnung im Konflikt mit antagonistischen Kräften befindet, die im Zentrum des Globalen selbst anzutreffen sind: "Denn es ist die Welt (monde) selbst, die sich der Globalisierung (mondialisation) widersetzt."

Die Analyse des Terrorakts vom 11. September als singuläre Tat globaler Bedeutung, von den Medien über den ganzen Globus verbreitet und gleichzeitig der Globalisierung mit ihren eigenen Mitteln den Kampf ansagend, wirft noch einen weiteren Aspekt auf: Nicht zuletzt wegen der drastischen Pressezensur, die eine reale Katastrophe zur abstrakten Berichterstattung virtualisierte, wurde ein Terrorakt erstmals zum kulturellen Ereignis. Nach einem bisher nur Hollywood möglichen Schock von Bildern der Gewalt sorgten die Bilder des 11. September für ein zweites massenmediales Trauma. Wenn das 20. Jahrhundert im Zeichen einer Obsession des Realen stand, so hat etwa Slavoj Zizek gefragt, ob dann der Anschlag auf das World Trade Center der endgültige Einbruch des Realen in unsere elektronische Bilderwelt oder - vice versa - die Eroberung unserer Realität durch die Bilder ist.

Auf einen weiteren zunächst verstörenden Aspekt hat Jean Baudrillard hingewiesen: Der Terrorismus hat unseren (un-)bewussten (Alb-)Traum von der Zerstörung der Macht in die Tat umgesetzt, indem er das weithin sichtbare Symbol, das Zentrum der bestehenden wirtschaftlichen Ordnung, das World Trade Center, zerstört hat. Ohne diese tief greifende, unbewusste Komplizenschaft hätte das Ereignis nicht jenen Widerhall gefunden, den es hatte, wobei die Terroristen in ihrer symbolischen Strategie genau einkalkuliert haben, dass sie auf diese Komplizenschaft, die nie eingestanden werden kann, zählen konnten. Damit einher geht die Faszination, die Prägnanz und die Lust an den Bildern von den Geschehnissen in New York, die nicht nur die globale Situation, sondern gleichzeitig auch das Verhältnis von Bild und Realität radikalisiert haben. Neben den anderen Waffen, derer sich die Terroristen bedienten, haben sie dem System auch die Echtzeit der Bilder und ihre augenblickliche weltweite Verbreitung entwendet. Zurecht bemerkt Baudrillard, dass die "Faszination des Attentats in erster Linie eine Faszination durch das Bild [ist]. [...] Nicht die Gewalt des Realen ist zuerst da, gefolgt vom Schauder des Bildes, sondern umgekehrt: Zunächst ist das Bild da, dem der Schauder des Realen folgt. Gleichsam eine zusätzliche Fiktion, eine Fiktion, die die Fiktion übertrifft. Auf diese Weise sprach Ballard (wie Borgès berichtet) von der Neuerfindung des Realen als der letzten und schrecklichsten Fiktion. [...] Und so findet man in diesem Katastrophenfilm aus Manhattan in höchstem Maße die beiden Phänomene der Massenfaszination des 20. Jahrhunderts vereint: die weiße Magie des Kinos und die schwarze Magie des Terrorismus. Das weiße Licht des Bildes und das schwarze Licht des Terrorismus." Fundamental ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass es keine 'gute' oder 'schlechte' Weise des Mediengebrauchs gibt, da die Medien selbst Teil des Ereignisses, Teil des Terrors sind. Nach Baudrillard gleiche all das einer écriture automatique des Terrorismus, die vom unfreiwilligen Terrorismus der Information (Bilder, Texte, Gerüchte) genährt werde: "Heute nimmt alles die Form von Bildern an - woraus zu folgern wäre, dass das Reale hinter der Bilderflut verschwunden ist. Aber man vergisst, dass das Bild selbst unter dem Druck der Realität verschwindet. Das Bild wird zumeist seiner Ursprünglichkeit, seiner eigenen Existenz als Bild beraubt und ist einer beschämenden Komplizität mit dem Realen ausgesetzt. Die vom Bild ausgeübte Gewalt wird weitgehend von der Gewalt, die man dem Bild antut, wettgemacht - seiner Ausbeutung zu Dokumentations-, Zeugnis- und Message-Zwecken (einschließlich der Messages der Armut und Gewalt), seiner Ausbeutung zu moralischen, pädagogischen, politischen und werbewirksamen Zwecken."

Im normalen Medienbetrieb dient das Bild als imaginäre Flucht vor dem Ereignis. Im Fall der terroristischen Attacke auf das World Trade Center findet dagegen eine Wechselsteigerung des Ereignisses und des Bildes statt, das Bild selbst wird ereignishaft, es wird als Bild zum Ereignis. Im Sinne von Marcel Mauss ("Essai sur le don"; 1950) haben wir es hier mit einer "totalen symbolischen Tatsache" zu tun. In diesem extremen Stadium wird das Bild, das weder virtuell noch real ist, genauso wie das Ereignis selbst unvorstellbar. Und es ist in der Tat, so sehr man sich auch bemühen mag, keine Repräsentation dieses Ereignisses möglich, es ist in allen Diskursen und Deutungen, politisch, ökonomisch, psychologisch, kulturell, undarstellbar. Es ist nicht darstellbar, weil es genau genommen nicht real ist - es ist gleichzeitig irreal und surreal. Ähnlich wie die Darstellung eines solchen Ereignisses nicht abbildbar ist auch dessen Serialisierung unmöglich. Baudrillard hat zu Recht darauf verwiesen, dass es gleichzeitig spektakulär und klandestin ist: "Keine Diffusion also, aber eine Art Diffraktion [...], Destillation, geheime Wirkung - was natürlich alle Kommentare, die sozusagen deren Metastasen sind, aufzulösen versuchen. Im Grunde ist das Ereignis als einmaliges, einzigartiges Ereignis schon verschwunden (wie Bin Laden!), dem Untergang geweiht in einer ungeheuren politischen und ideologischen Täuschungsarbeit, die eigentlich Trauerarbeit ist. Das Ereignis muss gelöscht werden, und der Diskurs soll seine Konsequenzen tilgen. Wir brauchen den normalen Lauf der Dinge wieder, zu denen auch der Krieg gehört." Somit sind Wirklichkeit und Fiktion nicht mehr auseinanderzuhalten, und die Faszination des Terroranschlags ist in erster Linie eine Faszination durch das Bild. Als wir die oft wiederholte Aufnahme verängstigter, auf die Kameras zulaufender Menschen anschauten, die vor der riesigen Staubwolke der zusammenbrechenden Türme wegrannten, rief da der Bildausschnitt dieser Einstellung nicht die spektakulären Aufnahmen in Hollywoods Katastrophenfilmen als Vor-Bilder, die realer sind als die Realität, wach?

Mit Slavoj Zizek kann man hierin ein Stückchen Wahrheit in Karlheinz Stockhausens provozierender Erklärung sehen, das Aufprallen der Flugzeuge auf die Türme des World Trade Centers sei das vollendete Kunstwerk: "Man kann den Zusammenbruch der Türme effektiv begreifen als Klimax, als Höhe- und Schlusspunkt der 'Leidenschaft des Realen' in der Kunst des 20. Jahrhunderts - die 'Terroristen' selbst wollten in erster Linie nicht den materiellen Schaden anrichten, sondern sie wollten die spektakuläre Wirkung." Den Bürgern von New York wurde - ähnlich wie im Film "Matrix" (1999) der Gebrüder Wachowski, wo die Reste Chicagos nach dem globalen Krieg visualisiert werden - die "Wüste des Realen" vor Augen geführt "und wir, die von Hollywood Verdorbenen, konnten bei den Aufnahmen, die wir von den einstürzenden Türmen sahen, nur an die atemberaubendsten Szenen der großen Katastrophenfilme denken." Mit Zizek ist davon auszugehen, dass die terroristische Bedrohung in den Filmsequenzen offenkundig libidinös besetzt war, man denke etwa an die einschlägigen Filme von "Escape from New York" (1981) bis zu "Independence Day" (1996): das Undenkbare, was geschah, war schon Gegenstand des Imaginären, sodass Amerika am 11. September dem begegnete, was es oftmals vorher phantasierte. Andererseits war bis zu diesem Datum unser Reizschutz vor Bildern aus Teilen der Welt in Ordnung, die uns möglichst nicht tangieren sollten. Vor dem Zusammenbruch der Twin Towers lebten wir in unserer Realität mit der Auffassung, dass der Horror der Dritten Welt nicht in unsere soziale Wirklichkeit eindringen könne, sondern lediglich für uns als geisterhafte Erscheinung auf dem Fernseh- oder Computerbildschirm existiert. Mit dem 11. September brach nicht die Realität in unser Bild ein, sondern das Bild betrat und zerstörte unsere Realität bzw. das symbolische Koordinatensystem, das darüber entscheidet, was wir bisher als Realität wahrgenommen haben. Mit Paul Virilio ("Esthétique de la disparation"; 1980) ist der 11. September daher als trans-ästhetisch zu bewerten, er ist jenseits seiner reinen Ereignishaftigkeit zu betrachten, als etwas Außergewöhnliches, das in keinem Koordinatensystem fassbar ist.

Die Bilder der Massenmedien zeigen im Zusammenhang mit dem 11. September - aber natürlich nicht nur dort - das sozial Unbewusste, die verdrängten kollektiven Wünsche und Ängste. Die postmoderne Bildtheorie der Simulation erklärt mit Zizek "die Wüste des Realen", die Agonie und das Verdrängen des Realen eben mit dieser Tatsache, dass die Bilder zur Realität werden, auf die wir uns beziehen. Eine postmoderne Bildtheorie geht daher nicht von einer Weltbeobachtung, sondern von einer Bildbeobachtung aus, da das kommunikative Handeln ausschließlich über Bilder verläuft. Und dieses Handeln bezieht sich insbesondere, darauf hat Peter Weibel (in: Schwerfel, "Kunst nach Ground Zero") aufmerksam gemacht, auf das Verschieben der Zonen der Visibilität und der Diaphanität: "Diese variable Visibilität und Diaphanität ist ein entscheidendes Charakteristikum der postmodernen Welt nach der elektromagnetischen Techno-Transformation der Erde, nach der Errichtung der Herrschaft der elektromagnetischen Wellen und Strahlen via Radio, Fernsehen, Satellit. Die totale globale Kontrolle via Satellit, GPS und Data Surveillance ist gerade diese variable Visibilität und Diaphanität, sie ist ihre Macht, aber auch ihre Grenze." Eine adäquate politische, aber nirgends zu beobachtende Reaktion am 11. September und darüber hinaus wäre gewesen, die Bilder nicht hypnotisch zu wiederholen, sondern sie im Gegenteil als das Verworfene zu erkennen, das in die Realität zurückkehrte. Bereits Guy Debord hat 1967 in "Societé du Spectacle" diese Verwandlung der Welt in ein Bild präzise beschrieben: "Da, wo sich die wirkliche Welt in bloße Bilder verwandelt, werden die bloßen Bilder zu wirklichen Wesen und zu den wirkenden Motivierungen eines hypnotischen Verhaltens. Das Spektakel als Tendenz, durch verschiedene spezialisierte Vermittlungen die nicht mehr unmittelbar greifbare Welt zur Schau zu stellen, findet normalerweise im Sehen den bevorzugten menschlichen Sinn. [...] Das Spektakel ist, seinen eigenen Begriffen nach betrachtet, die Behauptung des Scheins und die Behauptung jedes menschlichen, das heißt gesellschaftlichen Lebens als eines bloßen Scheins. Aber die Kritik, die die Wahrheit des Spektakels trifft, entdeckt es als die sichtbare Negation des Lebens; als eine Negation des Lebens, die sichtbar geworden ist." Nach Paul Virilio führt dieses Primat der Bilder unweigerlich zum "Verfall" als Kern der postmodernen Welt. In diesem Feld entfalten sich die "panoptic pleasures of exhibitionism and voyeurism", also "scopophilia". Zwar konstatierte Michel Foucault in Surveiller et punir (1975): "Unsere Gesellschaft ist nicht eine des Schauspiels [spectacle], sondern eine Gesellschaft der Überwachung [surveillance]. Unter der Oberfläche der Bilder werden in der Tiefe die Körper eingeschlossen. [...] Die Kreise der Kommunikation sind die Stützpunkte einer Anhäufung und Zentralisierung des Wissens. Das Spiel der Zeichen definiert die Verankerung der Macht. Die schöne Totalität des Individuums wird von unserer Gesellschaftsordnung nicht verstümmelt, unterdrückt, entstellt; vielmehr wird das Individuum darin dank einer Taktik der Kräfte und der Körper sorgfältig fabriziert. [...] Wir sind nicht auf der Bühne und nicht auf den Rängen. Sondern eingeschlossen in das Räderwerk der panoptischen Maschine, das wir selber in Gang halten - jeder ein Rädchen." Spätestens nach den Ereignissen des 11. September könnte man jedoch eher sagen, dass "surveillance" zum "spectacle" werden kann und die Menschen "surveillance" als "spectacle" genießen, weil Sehen mit Sexualität und Macht verschränkt ist. Zu dieser postmodernen Lust am Sehen bemerkte Martin Jay in "Downcast Eyes" (1993) zurecht: "Freud came to believe that the very desire to know, rather than being innocent, was itself ultimately derived from an infantile desire to see, which had sexual origins. Sexuality, mastery and vision were thus intricately intertwined in ways that could produce problematic as well as 'healthy' effects. Infantile scopophilia could result in adult voyeurism or other perverse disorders much as exhibitionism and scopophobia (the fear of being seen)." Zur Topologie des Genießens und Vergnügens gehört also auch die Lust an der Angst.

Roberto Cabot (in: Schwerfel, "Kunst nach Ground Zero") verweist in diesem Zusammenhang auf die generelle Zweischneidigkeit postmoderner Bilderlust, die zwischen Scopophilia und Scopophobia oszilliere: "Ob Kommunikationssatelliten, die neben den Medien auch Militär und Geheimdienst informieren; das Internet, das Nachrichten transportiert und ihren Austausch zwischen Individuen ermöglicht, gleichzeitig aber auch als Kontrollinstrument dient; oder die digitalen Kameras, die uns in Echtzeit Bilder liefern, die wir für das Verständnis irgendwelcher Ereignisse rund um den Globus benötigen - alle diese High-Tech-Instrumente sind zweischneidig." Auch Jean Baudrillard erinnert in "Der Geist des Terrorismus" daran: "Wir glauben naiverweise, dass der Fortschritt des Guten, sein Erstarken in allen Bereichen (Wissenschaften, Techniken, Demokratie, Menschenrechte) einer Niederlage des Bösen entspricht. Niemand scheint begriffen zu haben, dass Gut und Böse gleichzeitig und innerhalb ein und derselben Bewegung erstarken." Das oft beschworene "human disaster", das sich am 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten abspielte, ist so etwas wie das verkehrte Spiegelbild, das Zwillingsbild jenes Satzes des ägyptischen Dichters und Philosophen Sayyid Qutb, der sich von 1948 bis 1950 in den USA aufhielt und nach seiner Rückkehr nach Ägypten zu einem der führenden Propagandisten des radikalen Islam wurde, bevor er 1966 nach über elfjähriger Gefängnishaft erhängt wurde: "If all the world became America, it would undoubtedly be the disaster of humanity."

Titelbild

Dienstag, 11. September 2001.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2001.
155 Seiten, 10,00 EUR.
ISBN-10: 349801322X

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Titelbild

Noam Chomsky: The Attack.
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Michael Haupt.
Europa Verlag, Hamburg 2001.
89 Seiten, 9,90 EUR.
ISBN-10: 3203760134

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Titelbild

11. September. Geschichte eines Terrorangriffs.
Herausgegeben von Stefan Aust und Cordt Schnibben.
SPIEGEL Buchverlag, Hamburg 2002.
320 Seiten, 24,90 EUR.
ISBN-10: 3421056560

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Israel Horovitz: 3 Weeks after Paradise: Eine Stimme aus New York City. Hörspiel.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002.
50 min., 14,90 EUR.
ISBN-10: 3455302947

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Kein Bild

Der 11. September 2001 und die Folgen. Beiträge zum Diskurs nach den Terroranschlägen und zur Entwicklung einer Kultur des Friedens.
Herausgegeben von Manfred Zimmer.
Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft, Osnabrück 2002.
582 Seiten, 15,00 EUR.

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Titelbild

Jean Baudrillard: Der Geist des Terrorismus.
Herausgegeben von Peter Engelmann.
Übersetzt aus dem Französischen von Markus Sedlaczek, Michaela Ott und Peter Engelmann.
Passagen Verlag, Wien 2002.
98 Seiten, 14,90 EUR.
ISBN-10: 385165546X

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Georg Seeßlen / Markus Metz: Krieg der Bilder, Bilder des Krieges. Abhandlung über die Katastrophe und die mediale Wirklichkeit.
edition TIAMAT, Berlin 2002.
158 Seiten, 14,00 EUR.
ISBN-10: 389320055X

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Titelbild

Heinz Peter Schwerfel (Hg.): Kunst nach Ground Zero.
DuMont Buchverlag, Köln 2002.
224 Seiten, 19,90 EUR.
ISBN-10: 3832171886

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Titelbild

Magnum-Fotografen: New York 11.September.
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2002.
144 Seiten, 29,90 EUR.
ISBN-10: 3421056552

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Titelbild

Ulla Berkéwicz: Vielleicht werden wir ja verrückt. Eine Orientierung in vergleichendem Fanatismus.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2002.
128 Seiten, 14,90 EUR.
ISBN-10: 3518413791

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Leserbriefe

Effi Lambropoulou: Ich finde Ihre Veröffentlichung excellent. EL





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