Komparatistik bei literaturkritik.de

Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

Fachliche Leitung: Prof. Dr. Dieter Lamping
Redaktionsleitung: Dr. Sascha Seiler

Mitarbeit in der Redaktion: Tobias Gunst, M.A., Dr. Martina Kopf, Dr. Nathalie Mispagel, Prof. Dr. Olaf Müller, Regina Roßbach, M.A., Dr. Christof Rudek

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Bisherige Ausgaben der Komparatistik in literaturkritik.de

Beiträge nach Erscheinungsdatum geordnet hier

Ausgabe September 2015

 

Schwerpunkt: Reiseliteratur

Essays

Gefangen im Tim und Struppi Land
Ein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus einer Mischung von Abenteuerlust, Faszination und Xenophobie entstandenes, stark subjektiv gefärbtes Bild ‚exotischer‘ Weltregionen hat bis heute seine Gültigkeit bewahrt. Eine Spurensuche.
Von Sascha Seiler

Reisen und davon erzählen
Reiseberichte und Reiseliteratur in der Literaturwissenschaft
Von Sandra Vlasta

Swing, Sucht, Stille
Über den deutschen Schriftsteller und Reisereporter Andreas Altmann, einen Lebensliebhaber par excellence
Von Nathalie Mispagel

Rezensionen

Auf Lesereise um die kapitalistisch uniformierte Welt
Eugen Ruge bietet in „Annäherung“ lesenswerte „Notizen aus 14 Ländern“
Von Olaf Müller

Über die verlorene Unschuld der Italien-Reise
Anlässlich der Wiederentdeckung eines vergessenen Romans von Wilhelm Speyer
Von Walter Delabar

In Lagos gehört jeder Tag dem Dieb
Teju Cole reist in seine alte Heimat und stellt fest, dass nichts besser und deshalb alles noch liebenswerter geworden ist
Von Tobias Gunst

Gegen die Norm
In „Tod in Turin“ irrt der Autor von „Gegen die Welt“ etwas ratlos durch die italienische Stadt
Von Sascha Seiler

Der nette Mann mit dem Köfferchen
„Mit 80 000 Fragen um die Welt“: Dennis Gastmanns ebenso köstliche wie aufschlussreiche Abenteuer rund um den Globus
Von Nathalie Mispagel

Von allem zu viel
„Mein Hiddensee“ ist Ulrike Draesners Versuch, ihre Erinnerung von der Natur überwuchern zu lassen
Von Regina Roßbach

Forschungsrezensionen

Alles andere als „Nicht-Orte“
Lars Wilhelmer legt eine Studie zu modernen Transit-Orten vor
Von Caroline Mannweiler

Das Reisen der Anderen
Lothar Pikulik vergleicht in seiner Monographie „Erkundungen des Unbekannten“ Formen des neuzeitlichen Reisens, kann sich darin aber dem Sog der Romantik nicht erwehren und erschöpft sich fast in deren Reiseideal
Von Sandy Lunau

Filmessays

Weiter, immer weiter
„The Way Back“ (2010) – Eine Flucht, so gewaltig wie das Leben selbst, kennt nur ein Ziel: Freiheit!
Von Nathalie Mispagel

Destination Unknown
„Snowpiercer“ (2013) – Die Menschheit hat ihr Ende besiegelt und ist zur finalen Reise aufgebrochen. Ins Nichts
Von Nathalie Mispagel

 

Komparatistisches aus allen Himmelsrichtungen

Rezensionen zur Literatur

„Warte ab, was kleben bleibt“
Jonathan Franzen behandelt in „Unschuld“ zeitgenössische Archetypen und sehnt sich immer noch nach dem 19. Jahrhundert
Von Sascha Seiler

Ein Buch zu viel
David Foenkinos liefert einen rundum misslungenen Roman über Charlotte Salomon und heimst damit Preise in Frankreich ein
Von Björn Bertrams

Der Verlust der Illusion und ihre Wiederkehr
Guy de Maupassants 1883 erstmals erschienener Roman „Ein Leben“ liegt in neuer Übersetzung vor
Von Regina Roßbach

Taormina im 40-Jahre-Zyklus
Paul Theroux’ „Der Fremde im Palazzo d’Oro“ in deutscher Übersetzung
Von Christof Rudek

Kurz und manchmal komisch
In der „Manesse Bibliothek der Weltliteratur“ ist eine Auswahl aus Dostojewskis Erzählungen erschienen
Von Christof Rudek

Und der Berg ruft immer noch.
Johann Georg Lughofers Sammelband widmet sich den Alpen in der deutschsprachigen Literatur von Albrecht von Haller bis zur neuen ‚vague alpine‘
Von Martina Kopf

Tropische Geometrie
Lily Kings „Euphoria“ erzählt anregend von Liebe und Forschung im ethnologischen Feld
Von Björn Bertrams

Forschungsrezensionen

Der Trost des Mythos
Hans Blumenbergs Kritik an Freud und Arendt
Von Daniel Borgeldt

Warum die Welt heute noch untergeht
Der von Olaf Briese, Richard Faber und Madleen Podewski herausgegebene Sammelband „Aktualität des Apokalyptischen“ will erörtern, was uns am Weltuntergang fasziniert – verzettelt sich aber in der Unschärfe des eigenen Apokalypseverständnisses
Von Sandy Lunau

 

Lyrik aus aller Welt: Interpretationen, Kommentare, Übersetzungen

Tränen, Freude, Nüchternheit
Matthias Claudius‘ „Nach der Krankheit“
Von Manfred Siebald

 

Studentische Rezensionen aus einem Lehrprojekt

Statt Erinnerungs-Imperativ lieber demonstrativ
Philip Meinhold zeigt in „Erben der Erinnerung“ die vielfältigen Holocaust-Verarbeitungsweisen seiner Familienmitglieder auf und fördert hierdurch Toleranz statt Zwang
Von Selina Muir

Im Kopf von Peter Pan
Auf der Suche in Laura Rubys „Bone Gap“
Von Jonas Thiessen

Der Gast im Garten
Ein meditativer Katzenroman über den Rückzug in die Abgeschiedenheit
Von Anna Ulbricht

Eine Niederländerin in Paris
Julie Mebes huldigt in ihrem Buch „Der Himmel neben dem Louvre“ dem französischen Wein, der Laufstegmode in den Straßen und den kuriosen Angewohnheiten der Pariser
Von Marisa Balz

Die Rückenschmerzen des Außenministers
Albert Ostermaier begibt sich in „Lenz im Libanon“ auf die Spuren Georg Büchners und huldigt dabei Frank-Walter Steinmeier
Von Philipp Jakob

Der Fotograf als Seelenfänger
Sabrina Železnýs „Das Geheimnis des Mahagonibaums“ über die Suche nach den Vorfahren am Leitmotiv der Fotografie
Von Selina Jung

Zwischen richtig und falsch ist keine Grauzone, sondern pure Hoffnungslosigkeit
Mit „kein richtig kein falsch. Die Masken meiner totgesagten Freunde“ schafft Johannes Jansen ein Werk für all jene, denen das Leben zu bunt und lebenswert erscheint.
Von Vanessa Kölsch

Genie, Wahnsinn und die Rockmusik
Stephen Kings Revival handelt von der wahnsinnigen Idee eines verrückten Wissenschaftlers
Von Sarah Mohrat