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Guy Deutscher: Die Evolution der Sprache. Wie die Menschheit zu ihrer größten Erfindung kam.
Übersetzt aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.
Verlag C. H. Beck, München 2018.
381 Seiten, 18,00 EUR.
ISBN-13: 9783406727498

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Klug, ungeheuer kenntnisreich und voller Witz vermittelt Deutscher die neuesten Erkenntnisse der Linguistik. Er beschreibt, wie unsere alltäglichsten Gewohnheiten die eindrucksvollsten Sprachstrukturen hervor- und auch wieder zu Fall bringen. Und nebenbei beantwortet er in diesem Buch auch noch Fragen wie: Warum haben die meisten Sprachen kein Verb für «haben»? Warum sagte Luther «schlecht», wenn er doch das Gegenteil meinte? Und warum scheinen Türken rückwärts zu sprechen? Guy Deutschers Geschichte der Sprache beginnt mit einem Paradox: «Die Sprache ist die größte Erfindung der Menschheit – obwohl sie natürlich nie erfunden wurde.» Keine Sprachkommission, kein Ältestenrat des antiken Rom hat irgendwann die ausgeklügelte lateinische Grammatik entworfen, und auch von der Möglichkeit göttlicher Eingebung möchten wir einmal absehen. Aber wie kamen wir dann weg vom Niveau steinzeitlicher Äußerungen und zu den komplexen Sprachen der Antike und Gegenwart? Guy Deutscher zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie die differenzierten Grammatiken, enormen Vokabularien und komplexen Bedeutungszusammenhänge von heute entstehen konnten.

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