Informationen über das Buch

Titelbild

Ingeborg Haase / Dirk O. Hoffmann (Hg.): Gisela Hemau – Lebensspuren einer Lyrikerin in unlyrischer Zeit. Mit einer Komposition von Violeta Dinescu und Illustrationen von Louis Soutter und Gisela Zimmermann Thiel.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2018.
225 Seiten, 38,00 EUR.
ISBN-13: 9783826065941

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Klappentext des Verlages

Die 1938 geborene Lyrikerin Gisela Hemau, die mit 14 Jahren ihre ersten dichterischen Versuche unternahm, studierte Literatur- und Sprachwissenschaft und arbeitete einige Jahre als Hörspiellektorin beim Westdeutschen Rundfunk, bis sie sich schließlich ganz dem Schreiben widmete, wozu sie in einem Rundfunkinterview 2003 ausführte: „Ich kann mir mein Leben ohne Schreiben nicht vorstellen. Und Schreiben ist für mich eine Art von Erkenntnis und gleichzeitig eine Erweiterung meines Lebens. So wie andere Leute reisen, so reise ich in das Land der Wörter.“ Seit 1974 erschienen bislang sechs Gedichtbände, die in der Fachwelt eine stetig steigende Beachtung fanden. Das Werk wurde in viele Sprachen übersetzt, die rumänische Komponistin Violeta Dinescu vertonte das Gedicht „Kythera“. Aus vielen Blickwinkeln heraus beleuchtet der Band Leben und Werk der Dichterin, die auch den Herausgebern für Auskünfte zur Verfügung stand: Wie wurde der Krieg erlebt? Welche anderen Dichter hatten Einfluss auf das eigene Werk? Lässt sich der Entstehungsprozess eines Gedichts nachzeichnen? Der „runde“ Geburtstag im April 2018 war einer der Gründe, den Lebensspuren Gisela Hemaus nachzugehen. Unter anderem bietet der Band neben einem ausführlichen Werkverzeichnis Einblicke in die Arbeitsweise der Autorin. Mit Handschriften-Faksimiles und Transkriptionen wird die Entstehung des Gedichts „Vivaldi“ dokumentiert. Selbstzeugnisse und Stimmen der Kritiker machen vertraut mit den ‚enigmatischen Traumszenerien‘ einer Lyrik, die sich dem, der sich auf sie einlässt, öffnen. Wie verschieden der Zugang zu den vielschichtigen Gedichten der Autorin sein kann, zeigen unter anderem die abgedruckten Gedichtübersetzungen und die Partitur der Vertonung des Gedichts „Kythera“.


Erweiterung des Verlagstextes durch die Herausgeber:

Wie der Titel der Monographie bereits deutlich macht, bietet der Band nicht nur einen Überblick über Gisela Hemaus dichterisches Schaffen und die komplexen Formen moderner Lyrik, sondern will explizit auch die Beziehungen zwischen den Künsten aufzeigen: Dichtkunst, Musik und Malerei ebenso wie die internationalen Aspekte von Kunst – neben Gedichten in deutscher Sprache sind in dem Band auch Übersetzungen Hemauscher Lyrik ins Französische, Englische, Spanische, Portugiesische, Rumänische und Polnische abgedruckt.
Ein ganzes Kapitel ist der Vertonung des Gedichts „Kythera“ gewidmet und bietet nicht nur die komplette Partitur als Faksimile, sondern auch Kommentare zum Werk sowohl von der Dichterin als auch der Komponistin. Ebenfalls aufgenommen ist eine Beschreibung der Weltpremiere des Werks, die am 7. Dezember 2000 unter nicht ganz alltäglichen Bedingungen in einer kleinen Universität in Upstate New York stattfand: Via Videokonferenz konnten Teilnehmer sowohl in USA als auch in Deutschland auf Großleinwänden das gesamte Geschehen verfolgen, Gisela Hemau sprach dabei von einem Studio in Köln aus.
Ebenfalls abgedruckt ist – zusammen mit Bildern von Gisela Zimmermann Thiel – ein Gespräch, das Gisela Hemau mit der Künstlerin 2002 zum Thema möglicher Verbindungen zweier künstlerischer Produktionsformen führte. Das Buch richtet sich also nicht nur an Literaturliebhaber, sondern an Liebhaber der Künste im
Allgemeinen.


Leseprobe vom Verlag

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Informationen über die Autoren

Die Herausgeber:

Ingeborg Haase ist Herausgeberin, Redakteurin und Kuratorin. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist das Werk Hugo von Hofmannsthals.

Dirk O. Hoffmann ist Professor emeritus für Deutsche Sprache, Literatur und Kultur an der Colgate University (NY, USA).

 

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