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Nils Fiebig: Nietzsche und das Geld. Die Banalität des Alltäglichen.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2019.
207 Seiten, 16,80 EUR.
ISBN-13: 9783826066696

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Klappentext des Verlages

Rechtzeitig zum 175. Geburtstag Friedrich Nietzsches untersucht das Buch zum ersten Mal das differenzierte Verhältnis und den Umgang des Philosophen und seiner Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche mit dem Thema Geld und beleuchtet damit eine ganz private Facette von Nietzsches Leben, Schaffen und Nachleben.
Philosoph, Geschäftsmann und Investor – während Nietzsche ab 1872 eine nachhaltige Kapitalismuskritik entwickelte und seine Einschätzung über die Akteure der Hochfinanz durch die jüngsten Finanzkrisen nichts von ihrer Aktualität verloren hat, versuchte er für seine persönlichen Geldanlagen – wie alle Spekulanten – die höchste Rendite zu erzielen. Seine charismatische Schwester setzte alles daran ihn um seine Ersparnisse zu bringen, um mit seinem Geld an der Seite des Antisemiten Bernhard Förster in Paraguay eine deutsche Kolonie zu gründen. Nach dem Scheitern ihrer kolonialen Ambitionen und dem geistigen Zusammenbruch ihres Bruders wusste Elisabeth Förster-Nietzsche die Gunst der Umstände für sich zu nutzen und sicherte sich den Zugriff auf sein literarisches Erbe. Was ihr an philologischen Voraussetzungen fehlte, wusste sie durch ausgeprägten Geschäftssinn auszugleichen. Konsequent entwickelte sie Nietzsche zu einer unverkennbaren literarischen Marke, mit der sie ein Vermögen verdiente. Den Namen Nietzsches wusste sie beim Fundraising für ihr Archiv geschickt einzusetzen und sie konnte als Mäzene genau die Profiteure des Finanzwesens an sich binden, die ihr Bruder scharf kritisierte.

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