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Titelbild

Nikolaus Staubach / Rudolf Suntrup (Hg.): Was dürfen Laien lesen? Gerhard Zerbolt von Zutphen. De libris teutonicalibus / Een verclaringhe vanden duytschen boeken.
Aschendorff Verlag, Münster 2019.
214 Seiten, 48,00 EUR.
ISBN-13: 9783402246283

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Klappentext des Verlages

Die bereits von den Zeitgenossen als ‘Devotio Moderna’ bezeichnete religiöse Reformbewegung hat sich nach dem Tod ihres charismatischen Stifters Geert Grote (†1384) in wenigen Jahrzehnten von ihrem Ausgangsort Deventer über die Niederlande und das heutige Belgien, über Westfalen und das Rheinland bis nach Süddeutschland ausgebreitet. Doch wurde sie erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum Gegenstand intensiven wissenschaftlichen Interesses. Motivierend war dabei die Überzeugung, dass die Gründer der devoten Bewegung in mancher Hinsicht ‘Reformatoren vor der Reformation’ gewesen seien. Gerhard Zerbolt von Zutphen (†1398), gelehrter Priester und Bibliothekar im Haus der Brüder vom gemeinsamen Leben in Deventer, schien diese Meinung in besonderer Weise zu bestätigen. Hat er doch in einem umfangreichen lateinischen Traktat gegen die Widerstände seiner Zeit das Recht der Laien auf Bibellektüre in der Volkssprache verteidigt, wie es später auch von Luther vertreten wurde. Da diese Schrift mit dem Titel ‘De libris teutonicalibus’ lange Zeit nur unvollständig bekannt war, konnte ihre differenzierte Argumentation und eigentliche Tendenz nicht wahrgenommen werden. Erst mit der Entdeckung einer Handschrift, die den unverkürzten Text in einer mittelniederländischen Übersetzung aus dem Umkreis des Autors überliefert, wird das spezifische Anliegen des Traktats erkennbar. Diese bislang unpublizierte Handschrift wird hier zusammen mit dem lateinischen Text ediert und ausführlich erläutert.

Leseprobe vom Verlag

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Informationen über die Autoren

Prof. Dr. Nikolaus Staubach, Jg. 1946, lehrte bis 2011 mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster, leitete von 1991-1999 das DFG-Projekt ‘Pragmatische Schriftlichkeit im Bereich der Devotio moderna’ und war von 2000-2008 Sprecher des Graduiertenkollegs ?Gesellschaftliche Symbolik im Mittelalter‘. Zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen Herrschaftsrepräsentation, Historiographie und Frömmigkeitsgeschichte, insbes. zur Devotio moderna.

Dr. Rudolf Suntrup, Jg. 1948, war von 1974 bis 2013 als Mediävist in verschiedenen Forschungsprojekten und als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Münster tätig. Arbeitsschwerpunkte sind die mittelalterliche Bedeutungsforschung mit Studien zur Liturgieallegorese, Lexika und Begleitstudien zur mittelalterlichen Zahlen- und Farbenbedeutung. Zahlreiche Publikationen zur Typologie und Allegorese; umfangreiche Herausgebertätigkeit.

 

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