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Rezensionen von literaturkritik.de
Wo Wahrnehmung Umwege geht und Denken nicht nach Abkürzungen sucht
Axel Beelmanns „Analecta aesthetica“ fordert Aufmerksamkeit, Geduld und Lust am Denken – und belohnt sie reichlich
Von Silvio Barta
Ausgabe 01-2026
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Klappentext des Verlages
Angesichts der Allgegenwart des ›Bildes‹ ist die
Philosophie zu einem Versuch in aestheticis aufgefordert, ohne dass eine
umfassende Deutung von ›Kunst‹ in der ganzen Breite ihrer
Manifestationen noch in Reichweite wäre. Zur Aufarbeitung unseres
Weltverstehens im Spannungsfeld von Verstand und Sinnlichkeit bedarf es
nach der sprachwissenschaftlichen Schieflastigkeit auch der Moderne
einer bildwissenschaftlichen Ergänzung, nicht zuletzt um die Rolle von
Visualisierungen im Rahmen des naturwissenschaftlichen
Erkenntnisprozesses epistemologisch bewerten zu können. Wenn im Zuge
dieser Ausgleichsbewegung einige der komplexen Eigenheiten des
Piktoralen in den Fokus gerückt werden, dann ohne peinlich genau darauf
bedacht zu sein, das analytische Spektrum aus theoretischen,
praktischen, ästhetischen, szientifischen und forschungslogischen
Gesichtspunkten konsequent auf die schon für Platon intrikate
Bild-haftigkeit zu beschränken. Zur Rekonturierung des spätestens seit
der Krise des ›Werks‹ unscharfen Kunstbegriffs bietet sich die
›ästhetische Erfahrung‹ an: Kants Subjektivierung verdient eine zweite
Chance, die im Nachgang wahrzunehmen gelingt, sobald man sein
Verständnis des Geschmacksurteils extensional korrigiert. Was den
solchermaßen ausgestatteten Kunstfreund am Ende erwartet, läßt sich am
ehesten als ›detachierter Ästhetizismus‹ beschreiben: Sinnlich
Gegenwärtiges wird mit seinem der Zukunft geborgten Vergangensein
verwoben ‒ wie er selbst mit dem seinen.
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Informationen über den Autor
Informationen über Axel Beelmann in unserem Online-Lexikon
Axel Beelmann, geb. 1958, Studium der
Medizin und Philosophie in Hannover und Münster 1977−1984, Promotion zum
Dr. med. 1985, Promotion zum Dr. phil. 1992. Der Autor lebt in Berlin.





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