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Klappentext des Verlages
Die Publikation bringt erstmals das Werk Der moderne Mensch und die Religion von
Tomáš Garrigue Masaryk (1850–1937) in deutscher Übersetzung heraus. Der
Soziologe, Philosoph und erste Präsident der Tschechoslowakei zog in
diesen zwischen 1896 und 1898 entstandenen Studien eine Bilanz der
geistigen Entwicklung des 19. Jahrhunderts und knüpfte thematisch an
sein Werk Der Selbstmord an. Er stellte die Krise des
Subjektivismus in Zusammenhang mit dem modernen Skeptizismus und dem
Glaubensverlust. Zentral ist dabei der Begriff des Titanismus – einer
individualistischen Revolte gegen Gott, die sich in Gewalt entweder
gegen das eigene Selbst oder die Außenwelt manifestiert. Masaryk
veranschaulicht die sozialpsychologischen Ursachen der modernen Krise
anhand literarischer Werke von Arne Garborg, Alfred de Musset und
besonders von Johann Wolfgang Goethes Faust sowie anhand philosophischer
Reflexionen über David Hume, Immanuel Kant und Auguste Comte. Dieses
Werk bildet einen Schlüssel zum Verständnis von Masaryks gesamtem
Denken.
Die kommentierte Ausgabe basiert auf der Übersetzung des Journalisten
und Diplomaten Camill Hoffmann aus dem Jahr 1938. Aus politischen
Gründen blieb sie damals unveröffentlicht und wurde erst im
Masaryk-Archiv wiederentdeckt. Der Edition ist ein Vorwort
vorangestellt.
Leseprobe vom Verlag
Zur Zeit ist hier noch keine Leseprobe vorhanden.
Informationen über den Autor
Hanyš, Milan
Milan Hanyš, ist ein tschechischer Philosoph und Ideenhistoriker. Er
lehrt an der Karls-Universität in Prag und forscht zur politischen
Philosophie sowie zur intellektuellen Geschichte Mitteleuropas. Zudem
ist er am Masaryk Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften
der Tschechischen Republik tätig.
Merhautová, Lucie
Lucie Merhautová, ist eine tschechische Literaturhistorikerin am Masaryk
Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen
Republik. Sie erforscht die moderne tschechische Literatur im
mitteleuropäischen Kontext, besonders die Beziehungen zur deutschen und
österreichischen Moderne (1880–1918).





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