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Klappentext des Verlages
Bereits in jungen Jahren interessiert sich Nezha, eine junge Frau aus
Marokko, für Philosophie. Beim Chatten im Netz lernt sie Salmane aus
Deutschland kennen. Sie heiraten in Marokko und leben gemeinsam in
Koblenz. Das Ehepaar bekommt drei Kinder, jedoch hält die junge Mutter
ihr neues, sorgloses Leben im Konsumüberfluss nicht aus. Nezha verlässt
ihre kleine Familie und lässt sich in Berlin nieder. Sie ist von der
kulturellen Vielfalt und vor allem von der alternativen Szene der
Hauptstadt fasziniert.
Nezhas Pläne für die Zukunft sind klarer und konkreter geworden: Die
Reduktion auf das Wesentliche und der Verzicht von überflüssigem Besitz.
Sie zieht zu ihrem neuen Freund in dessen WG in Kreuzberg, in der auch
der kranke und hilflose Georg wohnt. Sie organisieren sich zu dritt und
machen sich so das Leben angenehmer. Sie leben zufrieden, bis sie eines
Tages auf die Idee kommen, eine Woche lang auf der Straße zu leben, um
sich abzuhärten und auf noch mehr zu verzichten.
Auf sich allein gestellt, scheitern sie jedoch. Sie müssen ihr Experiment nach einem brutalen Ereignis abbrechen.
Nach mehreren Schicksalsschlägen leben Nezha und Hund am Ende
gezwungenermaßen auf der Straße. Mit der Zeit wird es ruhiger in ihrem
Leben. Mithilfe ihrer Freund*innen und anderen Wohlgesonnenen richtet
sie eine kleine Ecke am Hermannplatz als ihr ein. Sie
findet einen Job als Fremdenführerin für Gruppen, die Berlin aus der
Sicht obdachloser Menschen sehen wollen. Eines Tages, als Nezha eine
Gruppe aus Koblenz betreut, begegnet sie ihrer Tochter Manal. Sie ist
auf Klassenfahrt in Berlin. Die Klassenlehrerin findet heraus, dass
Nezha Manals Mutter ist und arrangiert ein Treffen zwischen den beiden.
Ein tragisches Ereignis verhindert jedoch, dass sich Nezha und Manal
wiedersehen.
Nezha bleibt bis zuletzt sowohl ihren Provokationen als auch ihren
Prinzipien des Minimalismus treu. Beim Betteln versucht sie Menschen
wachzurütteln und sie über die Gefahren des Konsums aufzuklären. Sie
erntet dabei Sympathien aber auch Hass.
Leseprobe vom Verlag
Zur Zeit ist hier noch keine Leseprobe vorhanden.
Informationen über den Autor
Azzeddine El Matine ist 1959 in Casablanca geboren. Nach dem Studium der
französischen Literatur und Linguistik an der Universität Hassan II ist
er 1986 nach Deutschland gegangen, um dort Romanistik und Germanistik
zu studieren. Seit 1989 ist er Lehrer für Französisch und Philosophie
(Werte und Normen). Im Jahr 2015 begann er Romane und Kurzgeschichten
mit philosophischem Hintergrund auf Französisch zu schreiben. Sein
erster Roman Slimane le jardinier des mots wurde für zwei Literaturpreise nominiert.





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