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Klappentext des Verlages
Die Wahrheit ist besser als die Lüge – das scheint alles andere als
fragwürdig, beinahe banal. Wer möchte schon der Lüge das Wort reden?
Gleichzeitig leben wir in einer Zeit, die geprägt ist von alternativen
Fakten, gefühlten Wahrheiten und dem Verwischen von Geschmacks- und
Sachurteilen. Die eigene Meinung wird oft nicht mehr aufgrund von
Faktenwissen gebildet, sondern sucht und konstruiert sich ihre
(alternativen) Fakten, ohne sich infrage stellen zu lassen. Dieses Spiel
mit dem Schein treiben wir nicht erst seit Social Media, Telegramblasen
und Trumpismus. Es ist etwas zutiefst Menschliches, sich die
Wirklichkeit zurechtzubiegen, bis sie hineinpasst in den Rahmen, in dem
wir sie betrachten wollen, in dem wir uns sehen wollen. Vom autonomen
Selbstentwurf ist es nicht weit zur Selbsterfindung von etwas, das man
nicht ist. Es ist schwer, wahrhaftig zu sein und zu bleiben. Warum ist
das so? Kann es trotzdem gelingen und wollen wir das überhaupt? Was
ändert sich, wenn wir wahrhaftig sind? Und bedeutet Wahrhaftigkeit,
immer die Wahrheit zu sagen? Was bleibt übrig von dem, was wir wissen
können, tun sollen und hoffen dürfen, wenn wir wahrhaftig auf die Welt
und unser Leben zu blicken versuchen? Darum geht es.
Leseprobe vom Verlag
Zur Zeit ist hier noch keine Leseprobe vorhanden.
Informationen über den Autor
Informationen über Ingo Reuter in unserem Online-Lexikon
Ingo Reuter, geb. 1968, ist apl. Professor an der
kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Paderborn.
Arbeitsschwerpunkte bilden hermeneutische Fragen in Theologie,
Philosophie und Medien. Er hat zahlreiche Beiträge zu Phänomenen der
populären Kultur verfasst. Bei K&N ist zuletzt erschienen: Surfaces.
Oberflächen. Haut, Spiegel, Kleidung, Wasser, Bildschirm, Erde (2019),
»The Walking Dead« – Über(-)Leben in der schlechtesten aller möglichen
Welten. Interpretation einer Fernsehserie (2018) und Ansteckung. Das
Fremde in viralen Zeiten (2020).




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