Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 1, Januar 2022

Schwerpunkt I: David Bowie - 75. Geburtstag

Eine dunkle und subversive Intelligenz
Ein Gespräch mit dem schottischen Musiker und Schriftsteller Nicholas Currie alias Momus über David Bowie
Von Sascha Seiler

Popmusikalische Editionsphilologie
Aus Anlass des 75. Geburtstags von David Bowie ein Blick auf die Nachlasspflege in der Popmusik, die sich immer mehr der Edition klassischer literarischer Werke annähert
Von Sascha Seiler

Zum 75. Geburtstag von David Bowie: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Schwerpunkt II: 100. Geburtstag von Franz Fühmann

Jedes Buch war für ihn Bekenntnis
Zum 100. Geburtstag von Franz Fühmann: Über ein Leben in politischen Extremen
Von Uwe Wittstock

Ein Vierteljahrhundert lebte Franz Fühmann in Märkisch Buchholz
Das neue Heft der „Frankfurter Buntbücher“ erschließt sein Leben und Wirken in der Abgeschiedenheit
Von Manfred Orlick

Kamerad Fühmann
(1963)
Von Marcel Reich-Ranicki

Der exemplarische Weg …
… des Ostberliner Schriftstellers Franz Fühmann (1967)
Von Marcel Reich-Ranicki

Zum 100. Geburtstag von Franz Fühmann: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Editionen und Neuauflagen

Das Leben ist nicht sehr ernst mit seinen Dingen
Über die „Gesammelten Werke“ von Juan Rulfo
Von Michi Strausfeld

Dante lesen
Zur Neuübersetzung von Dantes „Commedia“ durch Bernhard Christ
Von Ulrich Klappstein

Start einer Edition von Georg Hermanns Werken in Einzelbänden
Zum 150. Geburtstag des deutsch-jüdischen Schriftstellers
Von Manfred Orlick

Brücken bauen – mit Nepomuk
Barbara von Schnurbein gibt mit „Nepomuk auf der Brücke“ Siegfried von Vegesacks letzten Roman heraus
Von Klaus Hübner

Ein wilder Detektiv
Der portugiesische Surrealist Al Berto erschreibt sich „Ein Dasein aus Papier“ – seine Werkausgabe in deutscher Übersetzung findet mit diesen Gedichten aus den 1980er Jahren ihren Abschluss
Von Maximilian Mengeringhaus

Dreizehn Literaten von gestern für heute
Kurt Oesterles „Eine Stunde ein Jude“ beinhaltet Geschichten gegen Antisemitismus von Johann Peter Hebel bis Ricarda Huch und Franz Fühmann
Von Christa Hagmeyer

Glück empfinden, nicht nur haben
Katja Behling und Thomas B. Schumann geben ein Kompendium mit Texten der Journalistin Anita Daniel heraus
Von Werner Jung

Unordnung und spätes Leid
Mit dem neunten Band hat Cristina Herbst die Tagebuch-Ausgabe von Hedwig Pringsheim abgeschlossen
Von Rolf Löchel

Ein weiter Blick zurück
Rebecca Tschümperlin stellt „Erzählungen vom Anfang der Geschichte in illustrierten Handschriften der Weltchroniken Rudolfs von Ems, Jans’ von Wien und des sächsischen Anonymus“ vor
Von Jörg Füllgrabe

Das Traumpaar der deutschen Literatur um 1900
Carolin Vogel lässt Richard und Ida Dehmel in „Zwei Menschen“ mit Briefen, Texten und Gedichten zu Wort kommen
Von Manfred Orlick

Deutschsprachige Literatur

Dystopie oder narratives Chaos?
In „Die silbernen Felder“ wagt Claudia Tieschky einen Versuch, die verschwimmenden Grenzen der analogen und digitalen Welt zu thematisieren
Von Rebecca Siegert

Stil und Eleganz
Mit „Der Nagel im Kopf“ erscheint Paul Nizons Journal der Jahre 2011 bis 2020
Von Klaus Hübner

Spreewald statt Wien
Günther de Bruyn geht mit seiner Neufassung der „Undine“ baden
Von Peer Jürgens

Die Neuentdeckung der greifbaren Nähe
Thomas Böhmes neuer Gedichtband „Strandpatenschaft“ ist eine Suche nach seelischer Balance und neuen Wegen
Von Thorsten Schulte

Die Facetten des Reizes
Simone Meier präsentiert in „Reiz“ zwei Charaktere, deren Leben vordergründig von Sexualität geprägt zu sein scheint. Dahinter verbirgt sich zum Glück viel mehr
Von Lamzira Abiatari

Die verschwiegene Geschichte der „japanischen“ Mutter
Stephan Thome begibt sich mit seinem Roman „Pflaumenregen“ auf die Suche nach einer Familiengeschichte in ‚seinem‘ in Europa unbekannten Land
Von Stephan Wolting

Wer oder was ist ein Zaunprinz?
Der österreichische Autor Ewald Baringer schreibt in „Der Zaunprinz“ mit federleichter Ironie über einen bindungsschwachen Schöngeist
Von Rainer Rönsch

Im Zwischenreich
Georg Kleins neuer Roman „Bruder aller Bilder“ führt den Leser auf eine Reise, deren Ziel er nicht preisgibt
Von Miriam Seidler

Jenseits der Idylle
Michael Krüger dichtet in „Im Wald, im Holzhaus“ über Natürliches, Allzu-Natürliches
Von Thorsten Paprotny

Ein Auftrag, eine Fotoschachtel
Mit „Der Auftrag“ und „Das Kind und die Fotoschachtel“ erscheinen zwei neue Bücher von Francesco Micieli
Von Klaus Hübner

Nietzsche als Weggefährte
In seinem Roman „Auf das, was noch war“ begibt sich Otto A. Böhmer in Grenzregionen der Philosophie
Von Günter Rinke

Kurzprosa mit Langzeitwirkung
Gisela von Wysocki schreibt mit „Der hingestreckte Sommer“ 49 Texte voller Gedankentiefe und Musikalität
Von Rainer Rönsch

Der Roman „Das Seidenbrokatsofa“ von Jenny Schon über die schillernden 1970er Jahre

Fremdsprachige Literatur

Das Schweigen brechen
„Das Ereignis“ von Annie Ernaux, ein Bericht über eine illegale Abtreibung in den 1960er Jahren, bleibt hochaktuell
Von Vanessa Franke

Verniedlichtes Grauen
Dave Eggers hat mit „Every“ eine sehr düstere, aber dennoch unfassbar komische Fortsetzung seines Erfolgsromans „The Circle“ geschrieben
Von Sascha Seiler

Im Kern ein Geheimnis
Elizabeth Strouts hoch emotionaler Roman „Oh William“
Von Peter Mohr

Frühes Lehrstück über Rassismus und Identität
William Melvin Kelley erzählt in seinem 1965 erstmals erschienen Roman „Ein Tropfen Geduld“ auf ebenso ergreifende wie selbstbewusste Weise vom Lebensweg und der Identitätsbildung eines blinden schwarzen Jazzmusikers
Von Karsten Herrmann

Ein erdrückendes Gebilde aus Wörtern
Mit „Maxwells Dämon“ erscheint der lange erwartete zweite Roman des britischen Schriftstellers Steven Hall
Von Sascha Seiler

Ist Leben denn eine gewaltige Lichtexplosion?
Jamaica Kincaid und ihre Liebe zur Heimat Antigua
Von Michi Strausfeld

Klassische Schriften
Mit „Lyrics (1956 bis heute)“ veröffentlicht Paul McCartney ein Kompendium seiner gesammelten Schriften von fast epischem Ausmaß
Von Sascha Seiler

Sammler von Glücksmomenten
Fernando Aramburus verspielter Roman „Reise mit Clara durch Deutschland“
Von Peter Mohr

Geschichten vom Meisterdieb
Maurice Leblancs letzter Arsène Lupin-Roman auf Deutsch: Diesmal war es wirklich „Lupins letzte Liebe“
Von Walter Delabar

Ein Affe mit Humor und der Fähigkeit zu lügen
T.C. Boyles neuer Roman „Sprich mit mir“ erzählt die Liebesgeschichte von Sam und Aimee
Von Georg Patzer

Eine postmoderne Lamentatio
Der japanische Publizist Seikô Itô sieht sein Alter Ego im Umerziehungslager und beklagt in einer Fake-Kritik am Roman den Transformationsprozess zur neuen Unfreiheit
Von Lisette Gebhardt

Von Nezmi zu Herodot oder Der See ruft
In „Am See“ nimmt Kapka Kassabova ins aufregend-unbekannte Europa mit
Von Frank Riedel

Im Labyrinth der Erinnerungen
Mit „Brooklyn soll mein Name sein“ schrieb Eduardo Lago einen Roman über einen Roman und über die Lust und Last des Schreibens
Von Nora Eckert

Ein großer Roman, in dem auch ein Verbrechen geschieht
Tana French und ihr Meisterwerk „Der Sucher“
Von Jochen Vogt

Die wunderbare Intentionslosigkeit der Dinge
Überlegungen zu Okada Toshikis „Radiergummi-Berg“
Von Bernhard Scheid

Literaturwissenschaft

Porträt einer Epoche in Klangstücken
Rüdiger Görner widmet sich in seinem Buch der „Romantik“ als einem europäischen Ereignis
Von Katja Hachenberg

Gepriesen – verfemt – vergessen
Carola Hilmes und Ilse Nagelschmidt geben ein notwendiges Handbuch über Anna Seghers heraus
Von Hannes Krauss

Kreatives Schreiben im Studium, Unterricht und in der Gesellschaft
Ein breitgefächerter Sammelband von Weertje Willms und Martina Backes erkundet „Kontexte kreativen Schreibens“
Von Julia Stetter

Eine Masterarbeit ist keine Monographie
Eine knappe Studie über „Heterotopien in den Hotelromanen Vicki Baums“
Von Werner Jung

Über den schalen Tod
Der Literaturtheoretiker Fredric Jameson schreibt über „Raymond Chandler“
Von Walter Delabar

Ein Land sucht den Anschluss
Miruna Bacali analysiert in ihrer Dissertation Europaentwürfe in der rumänischen Literatur seit 1989
Von Daniel Henseler

Weibliches Kriegs- oder Friedenstheater?
Lee Teodora Gušić’ Arbeit an der weiblichen Theaterstimme zu den postjugoslawischen Kriegen
Von Sotirios Agrofylax

Formen der Moderne in Großstadtromanen
Eine interkulturelle Studie von Yoko Suginaka vergleicht Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ mit „Die Rote Bande von Asakusa“ von Kawabata Yasunari
Von Torsten Mergen

Alpha und Omega im Kaleidoskop ihrer Vertextungen
Helmut Schmiedt unternimmt einen „historischen Streifzug“ rund um „Weihnachten in der Literatur“
Von Anne Amend-Söchting

Friedhelm Rathjen befaßt sich mit Salman Rushdie und Juan Goytisolo

Friedhelm Rathjen versammelt Aufsätze über Leben, Werk und Wirkung von James Joyce

Kultur- und Medienwissenschaft

Von der Notwendigkeit des Streits
In seinem Plädoyer „Streiten? Unbedingt!“ macht sich Michel Friedman Gedanken zur Debattenkultur in Deutschland und kann besonders durch Persönliches beeindrucken
Von Rafael Arto-Haumacher

Wir schauen zu gerne weg
Judith N. Shklar lässt in „Über Ungerechtigkeit. Erkundungen zu einem moralischen Gefühl“ den Opfern Gerechtigkeit widerfahren
Von Nora Eckert

Kohlrabi-Apostel im Salatorium
Andreas Schwab präsentiert in „Zeit der Aussteiger“ eine Reise zu den bekanntesten Künstlerkolonien der Jahrhundertwende
Von Stefanie Leibetseder

Niedlich und wild
Verena Auffermanns „Igel. Ein Portrait“ ist eine lesenswerte Kulturgeschichte des sympathischen Säugetiers
Von Steffen Krautzig

Miteinander reden
Lukas Meschik ermutigt in „Einladung zur Anstrengung“ zur Kommunikation
Von Thorsten Paprotny

Nicht was, sondern wie wir glauben, sollte uns interessieren
Jürgen Großes Weltbilderbuch „Der Glaube der anderen“ bietet einen humorvoll-ironischen Blick auf unser aller religiösen Eifer
Von Dafni Tokas

Mit den Wörtern um die Welt
Ein ganz anderer „Duden“ über Sprachbegegnungen im Zeitalter der Entdeckungen, mit Texten von Rita Mielke und Illustrationen von Hanna Zeckau
Von Ulrich Klappstein

Politik, Geschichte und Soziologie

Lesen in der Corona-Krise – Teil 22
Einfach immer wieder anfangen: In dem Buch „Hauskonzert“ portraitiert Florian Zinnecker die Klarheit und Ehrlichkeit des musikalischen und politischen Wirkens von Igor Levit
Von Thorsten Schulte

Die Narrative, in denen wir leben
„Erzählende Affen“ von Samira El Ouassil und Friedemann Karig ist eine weit ausgreifende Reflexion unserer narrativen Denkstrukturen
Von Thomas Merklinger

Bewältigt ist hier gar nichts, oder?
Der von Magnus Brechtken herausgegebene Sammelband zur „Aufarbeitung des Nationalsozialismus“ könnte ein Standardwerk werden, lässt aber Fragen offen
Von Sönke Abeldt

Kunst und Comic

Der Tod schaut ihm über die Schulter
Die phantastischen Bildwelten des belgischen Künstlers James Ensor werden von Inge Herold und Johan Holten in einem neuen Studienband vereinigt
Von Klaus Hammer

Lesen in der Corona-Krise – Teil 23
Bewegendes Dokument des Stillstands und des Muts: Ein Bildband von Helena Heilig über „Wirte im Lockdown“ regt zum Nach- und Voraus-Denken an
Von Dirk Kaesler

Die Revolution frisst ihre Kinder
Ai Weiwei berichtet in „1000 Jahre Freud und Leid. Erinnerungen.“ über das Leben dreier Generationen
Von Stefanie Leibetseder

Das Leben eines großen Künstlers, gezeichnet
Über Paolo Parisis Graphic Novel „Basquiat“
Von Martin Gaiser

Herbert Achternbusch

Er wollte noch fliegen lernen
Zum Tod des provozierenden Multitalents Herbert Achternbusch
Von Peter Mohr

Zum Tod von Herbert Achternbusch: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Verschiedenes

Vorbemerkungen zur Januar-Ausgabe von literaturkritik.de