Leserbriefe zur Rezension

Das Weib schweige in der deutschen Literatur!

Wieso Heinz Ludwig Arnold nicht mit Schriftstellerinnen sprechen wollte

Von Luise F. Pusch


Volker Heigenmooser schrieb uns am 04.07.2013
Thema: Luise F. Pusch: Das Weib schweige in der deutschen Literatur!

Ein sehr schöner und vor allem vollkommen wahrer Beitrag, dessen Beobachtungen eine  weitere Rundschau auf andere Literaturzeitschriften wert wäre (z. B. Sinn u. Form, horen, Schreibheft), wohl leider mit ähnlichen Ergebnissen. Und dann auch noch wäre ein Blick auf die Kultur- und (selten gewordenen) Literaturredaktionen spannend, die solche Lobehymnen auf den männerliteraturfixierten Lutz Arnold absondern....

Der von mir mitverantwortete Literarische Herbst in Bremerhaven hat dieses Jahr nur Autorinnen eingeladen, nicht bewusst beabsichtigt oder aus Quotengründen, sondern rein aus Qualitätsgründen.

Kleine Anmerkung am Rande: im © der online-Version des Artikels ist die korrekte Form gewählt, dass das © bei der Autorin liege, in der Druckversion muss sie allerdings eine Geschlechtsumwandlung über sich ergehen lassen, was Luise Pusch mutmaßlich weniger gefallen dürfte.


Luise F. Pusch schrieb uns am 06.07.2013 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Luise F. Pusch: Das Weib schweige in der deutschen Literatur!

Lieber Herr Heigenmooser,
Danke für Ihren freundlichen Kommentar! Ich freue mich, dass der Literarische Herbst in Bremerhaven dies Mal nur Frauen einlädt. Auch dass der Büchnerpreis in diesem Jahr wieder an eine Frau geht (Sibylle Lewitscharoff nach Felicitas Hoppe im letzten Jahr) hätte ja niemand zu hoffen gewagt. Und sogar der Friedenspreis des deutschen Buchhandels geht an die Richtige, Swetlana Alexijewitsch, der ich schon lange den Nobelpreis wünsche.
An manchen Stellen bröckeln die patriarchalischen Strukturen...
Herzlich, Luise F. Pusch