Leserbriefe zur Rezension
Erkenne dich selbst!
In ihrem zweiten Roman „Fürsorge“ lässt Anke Stelling eine Cartesianerin und eine Phänomenologin gegeneinander antreten
Von Matthias Friedrich
Christian Milz schrieb uns am 25.05.2017 Diese Rezension rückt den Roman erstaunlicher- wie unverständlicherweise in die Nähe eines Intellektualismus (Cartesianerin, Phänomenologin) der ihm absolut fremd ist. Die Autorin hält es viel mehr entschieden, wie Matthias Friedrich ja auch richtig festhält, mit Körperteilen und Körperfunktionen. Aber nicht, weil es ihr um die Reflexion des Verhältnisses von Sprache und Körper geht (wie man das in solchen Fällen gerne hindreht, wenn man heiße Luft zu irgend etwas verdichten will) , sondern um Feuchtgebiete einer tabuisierten Konstellation auszukosten. Um zu reflektieren, fehlt dem Text jeglicher Zugang zum Seelischen ... weibliche Inzestphantasien einmal ausgenommen, die sich in diesem Fall und kongruent zur Story perfekt mit denen pubertierender Jünglinge decken. |










