Leserbriefe zur Rezension

Aus dem Rahmen gefallen

Ein von Christoph Kleinschmidt und Uwe Japp herausgegebener Band beschäftigt sich mit Rahmenzyklen in der europäischen Literatur

Von Albrecht Classen


Christoph Kleinschmidt / Uwe Japp schrieb uns am 06.06.2019
Thema: Albrecht Classen: Aus dem Rahmen gefallen

Die Rezension von Albrecht Classen enthält zwei Falschbehauptungen. Erstens stammt der Beitrag zu Heinrich Heine nicht von Stephanie Heck und Simon Lang, sondern von Christine Mielke. Stephanie Heck und Simon Lang haben einen Artikel zu Hans Scholz’ „Am grünen Strand der Spree“ verfasst, der in der Rezension unerwähnt bleibt. Zweitens gibt Albrecht Classen im letzten Absatz der Rezension ein Zitat wieder, das weder im Nachwort noch an anderer Stelle des Sammelbandes vorkommt. Die argumentative Ausrichtung des Falschzitats widerspricht sogar einer der Grundthesen des Nachworts. Da Albrecht Classen nicht bereit ist, diese Fehler in seiner Rezension zu korrigieren, sehen wir uns zu dieser Stellungnahme veranlasst. Bei allem Recht auf subjektive Ausrichtung von Rezensionen darf die kritische Auseinandersetzung nicht auf Kosten der wissenschaftlichen Redlichkeit geschehen.


Albrecht Classen schrieb uns am 10.06.2019 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Albrecht Classen: Aus dem Rahmen gefallen

Die Autoren des Buches werfen dem Rezensenten Dinge vor, die schlicht nicht stimmen. Hier noch einmal ganz kurz das Ergebnis meiner Beurteilung: Es handelt sich um einen Sammelband, der aus einer Vorlesungsreihe für Studenten erwachsen ist, die recht oberflächlich das Thema anspricht, viele wichtige Werke außer Acht lässt und nur ungenügend die relevante Forschung berücksichtigt. Wie ich schon einmal betonte, nicht jede Ringvorlesung verdient es, sofort in den Druck gebracht zu werden, und dies ist hier keineswegs anders. Dies ist alles schon ausführlich in der Rez. behandelt worden, in der ich sehr bemüht war, zumindest die positiven Aspekte hervorzukehren, auch wenn es nicht viele davon gibt. Die Herausgeber versuchen nun, zum Gegenangriff überzugehen (Beckmesser lässt grüßen!), indem sie vermeintliche Fehler aufzuspießen bemüht sind. Da ich z. Zt. länger keinen Zugang zu dem Buch habe, kann ich erst im August 2019 fundierter darauf eingehen und dann zugleich noch genauer belegen, worin die vielen Schwächen dieses Bandes bestehen, der freilich all diese Aufmerksamkeit nicht verdient.