Leserbriefe zur Rezension
Endlich wieder zeitgemäße Kapitalismuskritik
Jean-Philippe Kindlers „Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“ plädiert für die Wiederentdeckung des politischen Menschen
Von Dafni Tokas
Rüdiger Schnell schrieb uns am 28.11.2023 Ich wundere mich, dass heutzutage, angesichts einer durch und durch pluralen Gesellschaft (Multi-Kuli, links-rechts, Wechsel von linken und rechten Regierungen, Aufsteiger-Absteiger, finanzieller Erfolg von Immigranten usw. usw.) eine solch plumpe klassenkämpferische Schwarz-Weiß-Schrift erscheint. Es gibt keine Klassen mehr und noch viel weniger ein "Wir". Es gibt Frauenbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Coaching-Programme für Frauen in Unternehmen und Universitäten. Das "Wir" kann es schon deshalb nicht geben, weil es eben unterschiedliche Geschlechter mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Problemen gibt. Wer das Handelsblatt, Wirtschaftsmagazine und Unternehmensberichte liest, erhält ein anderes Bild von Aufsteigergeschichten. Das hier rezensierte Buch ist eben nicht gut recherchiert und in alten Klassenparolen gefangen. |
Petra Brixel schrieb uns am 06.12.2023 als Antwort auf einen Leserbrief Dieser Leserbrief zu der o.g. Rezension reizt verstärkt, das eigentliche Buch zu lesen. Da ich das Buch nicht kannte (wohl aber die Problematik, nämlich Systemkritik), wurde ich durch die Rezension nun zusätzlich getriggert, dass ich das Buch lesen will. Der Leserbrief - Kritik an der Kritik - trägt dazu bei. Dass etwas in unserer globalen (!) Gesellschaft schief läuft (siehe Klimakonferenz derzeit, auch eine Lachnummer), darüber sind sich doch wohl alle einig (so sie denn keine Total-Leugner sind). |










