Leserbriefe zur Rezension
Liebe auf den zweiten Blick
Wie ein Märchen von Hannah Arendt seine Kraft entfaltet
Von Peer Jürgens
Christine Frank schrieb uns am 30.12.2025 Danke, dass mit dieser Rezension auf die Edition des weithin unbekannten Märchens von Arendt aufmerksam gemacht wurde. Nur schade, dass dem Rezensenten Märchen immer noch als "unschuldig" gelten. Wohl kaum eine literarische Gattung hat weltweit seit je die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen kritischer, härter -- und nachhaltiger formuliert als das Märchen. In repressiven Zeiten haben Intellektuelle wie Arendt dann immer gerne genau auf diese Form zurückgegriffen. einerseits, andererseits haben gerade weibliche Autorinnen damit Mädchen und Frauen zu ermutigen versucht, eine der ersten übrigens Bettina von Arnim mit ihrem (gemeinsam mit ihrer Tochter verfassten) Buch "Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns" (1840). Es erschiene mir spannend, Arendts Projekt in diesem Kontext zu positionieren. |










