Im Kino, im Archiv und, nicht zuletzt, im ‚Nebel des Unabsehbaren’

Vier neuere Untersuchungen widmen sich dem Werk Frank Kafkas

Von Roman HalfmannRSS-Newsfeed neuer Artikel von Roman Halfmann

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Hat Franz Kafka im Proceß-Roman konkrete historische Ereignisse verhandelt und aus Angst vor antisemitischen Anfeindungen sorgsam verschlüsselt? Oder ging es ihm stets allein um Originalität, die er einerseits als intertextuelles Spiel mit klischeeisierten Versatzstücken zu erreichen versuchte oder mithilfe der Etablierung eines kinematographisch motivierten Erzählverfahrens? Und wie ist sein oft vermerkter Hang zur doppelten Verneinung nun tatsächlich zu bewerten? – Vier Veröffentlichungen widmen sich unter anderem diesen Fragen.

Hinweis der Redaktion: Die Veröffentlichung des Beitrags in literaturkritik.de wurde zurückgenommen.

Anmerkungen:

[1] Wagner, Benno: ‚Das ist ein schlechter Wundarzt …‘. Die Hilsner-Affäre und die Politik des Tabus bei Thomas G. Masaryk und Franz Kafka, in: Juliette Guilbaud/Nicolas Le Moigne/Thomas Lüttenberg, eds., Normes culturelles et construction de la déviance, Geneva 2005, 173-192.

[2] Neumann, Bernd: Franz Kafka und der Große Krieg. Eine kulturhistorische Chronik seines Schreibens. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014. S. 247ff.

Titelbild

Peter-André Alt: Kafka und der Film. Über kinematographisches Erzählen.
Verlag C. H. Beck, München 2009.
240 Seiten, 19,90 EUR.
ISBN-13: 9783406587481

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Marie Vachenauer: Kafkas Roman "Der Proceß" als Spiegelung historischer Ereignisse aus der Stadt Prag.
Frank & Timme Verlag, Berlin 2014.
159 Seiten, 24,80 EUR.
ISBN-13: 9783732900572

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Helena Rödholm Siegrist: Wenn die Wahrnehmung kippt. Transformationen in Franz Kafkas "Die Verwandlung".
Igel Verlag, Hamburg 2014.
127 Seiten, 18,90 EUR.
ISBN-13: 9783868155938

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Mathias Mayer: Franz Kafkas Litotes. Logik und Rhetorik der doppelten Verneinung.
Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2015.
155 Seiten, 19,90 EUR.
ISBN-13: 9783770558292

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