Zurück zu den Ursprüngen

In „Spätmoderne in der Krise. Was leistet die Gesellschafstheorie?“ diskutieren Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa theoretische Analysen und praktische Möglichkeiten des Umgangs mit Problemen moderner Gesellschaften

Von Gertrud Nunner-WinklerRSS-Newsfeed neuer Artikel von Gertrud Nunner-Winkler

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Die Autoren knüpfen an die Entstehung von Soziologie als eigenständiger Wissenschaft an. Sie begann Ende des 19. Jahrhunderts als Krisenwissenschaft, die ökonomische Umbrüche und Legitimationsprobleme im Kontext von Industrialisierung und sich entfaltendem Kapitalismus untersuchte. Gegenstand war stets die Gesellschaft als Ganzes. Seit ihrer Gründung hat sich die Soziologie allerdings stark ausdifferenziert: Die Fragestellungen von mehr als 70 speziellen Soziologien (z.B. Familien-, Religions-, Industriesoziologie) werden in mehr als 30 Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie bearbeitet und zwar primär in Form datenbasierter Beschreibungen sozialer Einzelphänomene und statistischer Berechnungen von Variablenzusammenhängen. Angesichts der Ballung gesellschaftlicher Krisenereignisse – Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimakrise, Krise der Demokratie – ist jedoch in den vergangenen Jahren das ursprüngliche Interesse an gesellschaftlichen Gesamtanalysen und Krisendiagnosen wieder gewachsen. Insofern könnte die Rückbesinnung der beiden Autoren auf die Ausgangsfragen der Soziologie derzeit aktueller kaum sein.

In ihrem Buch stellen Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa zunächst jeweils ihren eigenen Ansatz vor und tauschen sich abschließend in einem von Martin Bauer, dem geschäftsführenden Redakteur der Zeitschrift Mittelweg 36 sowie des Portals Soziopolis am Hamburger Institut für Sozialforschung, moderierten Gespräch über ihre theoretischen Annahmen und praktischen Intentionen aus. Im Wesentlichen geht es ihnen um drei Fragen: (1) Wie sieht soziologische Theorie aus? (2) Wie sieht die Gesellschaft heute aus? (3) Wie sollte sie aussehen und kann die Soziologie dazu überhaupt etwas sagen?

Wie sieht soziologische Theorie aus?

Reckwitz versteht soziologische Theorie als Werkzeugkasten mit flexibel kombinierbaren und kooperativ erweiterbaren Instrumenten. Andere Paradigmen sieht er nicht als Rivalen, sondern als Lieferanten potentiell nützlicher, d.h. innovativ bereichernder Begriffe und Einsichten. Sein Ansatz ist die Praxistheorie. Danach ist die soziale Welt ein Ensemble sich ständig reproduzierender und zugleich verändernder Praktiken. Diese spiegeln kulturelle Wissensordnungen und herrschende Lebensformen; sie fundieren die Institutionen und werden von den Akteuren als Habitus inkorporiert.

Laut Rosa untersucht Soziologie die konstitutiven Merkmale und Entwicklungstendenzen sozialer Formationen, speziell die der modernen Gesellschaft. Auf der Grundlage empirischer Daten und subjektiver Deutungen formuliert sie Vorschläge zum Umgang mit (ökologischen, sozialen, ökonomischen, politischen, psychologischen) Krisen. Mit der Verschränkung von 1. und 3. Person, also von Teilnehmer- und Beobachter-Perspektive, sucht Rosa den Gegensatz zwischen Handlungstheorie, die auf individuelle Motivationen fokussiert, und Strukturtheorie, die die systemische Verfasstheit analysiert, zu überbrücken. Ziel ist gesellschaftliche Selbstaufklärung, i.e. die Diagnose von Fehlentwicklungen und deren Therapie.

Es gibt Gemeinsamkeiten: Beide Theoretiker wählen einen historischen Zugang zur sozialen Realität. So sehen sie soziale Phänomene (z.B. konkurrenzorientierte versus kooperative Beziehungsstrukturen) nicht als Korrelate anthropologischer Gegebenheiten, sondern als Produkte geschichtlicher Prozesse. Als Prüfinstanz ihrer Deutungen dient ihnen nicht das streng kontrollierte Experiment, sondern die in öffentlichen Diskursen vorgetragene Kritik. Aber es gibt auch Unterschiede: So führt Reckwitz die Umbrüche in den 250 Jahren der Moderne auf historische Kontingenzen, Rosa hingegen auf ein einheitliches Strukturprinzip zurück. Auch differieren sie in ihrem Verständnis der kritischen Funktion von Soziologie.

Wie sieht die gegenwärtige Gesellschaft aus?

Für Reckwitz ist Kontingenzbewusstsein das zentrale Merkmal der Moderne: Alles, was ist, könnte auch anders sein – ist veränderbar, verbesserungsbedürftig. Ständig werden alte Ordnungen aufgelöst und die jeweils neuen dann als allgemeingültig und alternativlos dargestellt. So stehen Öffnung und Schließung von Kontingenz in steter Spannung.

Die moderne Gesellschaft hat drei Transformationen durchlaufen: Zunächst setzte sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die ‚bürgerliche Moderne‘gegen die traditionale, feudale, religiöse, aristokratische Gesellschaft durch: Der Handelskapitalismus wurde zum Industriekapitalismus, das Bürgertum stieg auf, technologisch-wissenschaftliche Revolutionen setzten sich durch, eine  – wenn auch zunächst bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Personen mit niedrigem Einkommen, Frauen) – parlamentarische Demokratie und der Nationalstaat mit internem Liberalismus und externer imperialistischer Expansion verbreiteten sich und es entwickelte sich eine Subjektkultur der Selbstständigkeit und Selbstverantwortlichkeit auf der Grundlage von Disziplin und Pflichtenethik. Dann erwuchs eine Gegenkultur. Die Kritik an sozialer Ungleichheit, rigider Moralität und repressivem Rationalismus mischte sich mit einer aus der Erfahrung von Verlusten (von Gemeinschaft, Religion, konkreter Sittlichkeit) gespeisten konservativen Kritik.  Es entstand die ‚industrielle Moderne mit nivelliertem Mittelstand, Massenproduktion und Massenmedien, Industrialisierungsschüben, Wohlfahrtsstaat und außengeleiteten Subjekten. Diese versachlichte Gesellschaft der Gleichheit und Gleichförmigkeit rief erneut Kritik hervor. Diese richtet sich gegen Überregulierung (Neoliberalismus) und Kulturindustrie.  Die nächste Phase ist die Entfaltung der ‚Spätmoderne der Postindustrialisierung.Charakteristisch sind die Expansion des tertiären Sektors, eine triadische Klassenstruktur (akademisch gebildete Mittelklasse, Reste der traditionellen Mittelklasse, neue Unterklasse der abgestiegenen Industriearbeiterschaft), die Trennung von prosperierenden Metropolen und kleinstädtisch-ländlicher Peripherie. Der neoliberale Staat setzt auf globale Konkurrenz – nicht auf den kooperativen Wohlfahrtsstaat, und auf Differenz – nicht auf Gleichheit. In der Gesellschaft spitzt sich der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu. Selbstverwirklichung, Authentizität und persönliche Erfüllung gelten als Leitlinien der persönlichen Lebensführung und die Logik der Singularität gewinnt Dominanz: Subjekte werden in ihrer Einzigartigkeit sichtbar, positiv bewertet und begehrt (geliebter Anderer, Stars). Das Korsett der industriellen Pflichtenethik wird gesprengt: Statt enger Grenzen und Regeln herrscht nun das Spiel der Märkte und Identitäten. Und wieder erwächst – teils populistische – Kritik aus unterschiedlichen politischen Richtungen. Diese richtet sich gegen mangelnde ökologische Nachhaltigkeit, gegen die psychische Überforderung durch Anerkennungskämpfe und Einzigartigkeitsimperative (‚erschöpftes Selbst‘), gegen die Erfahrung von Verlusten (von Status, utopischen Utopien, Zukunftshoffnungen). Die Krise umfasst die Moderne insgesamt: Fortschrittskepsis tritt an die Stelle der Fortschrittshoffnungen.

Für Rosa ist das zentrale Strukturmerkmal der Moderne die Steigerungslogik, insbesondere der Beschleunigungsprozess: In der Frühmoderne teilten verschiedene Generationen dieselbe Welt, in der klassischen Moderne ist die Welt der Kinder eine andere als die der Eltern und heute vollzieht sich der Wandel schon innerhalb einer Generation. Allein die bloße Selbsterhaltung moderner Gesellschaften erfordert Steigerungen: Kapitalistische Konkurrenz erzwingt Produktivitätssteigerungen, technische Neuerungen folgen in immer kürzeren Zeitabständen, Wissenschaft erweitert stetig die Grenzen des Wissbaren. Aus Angst abgehängt zu werden, „müssen Subjekte stetig und immer schneller nach oben laufen, “. Um „auf dem Laufenden zu bleiben“ müssen sie immer mehr Aspekte der Lebensführung bearbeiten (u.a. berufliche Tätigkeit, Partnerschaft, Geldanlage, Versicherungen, technische Ausstattung)., wobei zunehmend häufiger Leistungs- und Statusparameter digital quantifiziert werden (z. B. Schrittzähler). All dies bedarf einer ständigen Mobilisierung von Energie. Diese speist sich aus der Verheißung steigender (individueller oder kollektiver) Möglichkeiten, aus dem Verlangen, sich die Welt verfügbar zu machen. Geteilte Vorstellungen eines guten Lebens fehlen. So geht es nur um die Anhäufung beliebig nutzbarer Mittel (Anerkennung, Kapital). Die zunehmende Beschleunigung erzeugt Krisen – eine kapitalistische, eine demokratische, eine ökologische und eine psychologische Krise: Die Finanzmärkte entkoppeln sich vom Tempo der Produktions- und Konsumtionsprozesse – es entstehen Blasen (etwa auf dem Immobilienmarkt). Die Prozesse demokratischer Deliberation und öffentlicher Meinungsbildung sind zu zeitintensiv angesichts des raschen Wandels von Ökonomie, Kultur, und medialer Aufmerksamkeit. Natürliche Ressourcen (etwa Holz) werden so schnell aufgezehrt, dass eine Regeneration nicht mehr möglich ist. Versuche der Individuen, durch Aufputschmittel und Selbstoptimierungsstrategien den gesteigerten Geschwindigkeitsanforderungen gerecht zu werden, führen zu Burnout und Depressionen. Entfremdung erfahren Individuen auch durch die Kombination gesteigerter Kontrollmöglichkeiten (z. B. Gentechnik, künstliche Intelligenz) bei gleichzeitiger Machtlosigkeit (explodierende Atomkraftwerke, politische Unberechenbarkeit, Überforderung durch Optionsfülle). So erlebt die Spätmoderne eine doppelte Energiekrise – eine innere und eine äußere: Die Welt wird unverfügbarer und wo sie verfügbar ist, verliert sie ihre Attraktivität.

Wie sollte die Gesellschaft aussehen?

Die Antwort auf diese Frage kann sich – so Reckwitz – weder an einem vom Forscher extern vorgegebenen Ideal noch an der intern von den Gesellschaftsmitgliedern geäußerten Kritik orientieren. Er plädiert für einen ‚Minimalnormativismus‘ – die Präferenz für Kontingenzöffnung. Dabei geht es nicht um Bewertungen nach richtig oder falsch, nicht um eine Utopie des gelingenden Lebens – es geht darum, zu zeigen, dass was ist, auch anders sein könnte, dass Freiheitsgewinne neue Zwänge erzeugen und Fortschritte Verlusterfahrungen zeitigen können. So etwa wird aus Emanzipation Repression, aus sozialistischen Revolutionen autoritärer Realsozialismus, aus sexueller Befreiung die Pflicht zum Genuss, aus Bildungsreform Bildungsdünkel, aus der Beherrschung der Natur die Beherrschung durch die Natur, aus dem Aufbau des Wohlfahrtsstaats Abhängigkeit, aus Wettbewerbsdynamik eine Ökonomisierung alles Sozialen, aus der Chance für romantische Individualisierung die soziale Erwartung der Singularisierung. Aufgabe der Soziologie ist es, soziale Zwänge, unerkannte Strukturen und nichtintendierte Folgen aufzudecken und durch den Nachweis der soziohistorischen Entstehung sozialer Phänomene Möglichkeitsspielräume zu eröffnen. Solche Analysen sind durch einen herrschaftskritischen Impuls angetrieben und insofern verbunden mit dem aufklärerischen Projekt der Moderne. Ziel ist nicht die Verwirklichung einer Utopie, sondern allein die Entwicklung temporärer und kontextbezogener Strategien, die an der je spezifischen Schließung von Kontingenzhorizonten ansetzen und hier und jetzt an deren erneuter Öffnung arbeiten.

Rosa entfaltet eine klare Vision einer besseren Gesellschaft: Gesucht ist ein Arrangement, das nicht stetige Steigerung erzwingt. Ziel ist nicht Degrowth, sondern Postwachstum. Dazu wäre die Politik gefordert, etwa Einkommensspreizungen zu deckeln, Banken und Finanzinstitute zu verstaatlichen, geeignete Konsumanreize zu setzen (z.B. durch die Verteuerung von Benzin, die Subventionierung nachwachsender Rohstoffe). Vor allem gilt es, die Trennung zwischen atomisiertem Konsum, fremdbestimmter Produktion und abgespaltener Reproduktion zu überwinden. Es gilt, neue Formen einer Wirtschaftsdemokratie zu entwickeln, (die Märkte und Konkurrenz nicht ausschließen müssen aber beschränken können), die soziale und materielle Existenzgrundlage aller zu sichern (z.B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen) und eine veränderte Konzeption des gelingenden Lebens zu etablieren (etwa Fürsorge und Verantwortung für andere an die Stelle von Selbstoptimierung zu setzen). Entscheidend ist Resonanz, die Rosa gegen Entfremdung setzt. Resonanz bedeutet, die Kluft zwischen aktiv und passiv zu überbrücken, die Unterscheidung von Handlung und Zustand aufzuheben. Rosa nennt Beispiele: Wir wählen Musik aus und sind ergriffen; wir lieben und Liebe widerfährt uns und im Erreichen und Erreicht werden erfahren wir eine Selbsttransformation. Resonanz lässt sich weder erzwingen noch instrumentalisieren. Sie erstrebt nicht kontrollierende Weltbeherrschung, sondern antwortende Beziehungen – zu Anderen, zu Dingen; zum Weltganzen (etwa durch religiöse Praktiken, Erfahren von Kunst, Erleben von Natur), zum Selbst, zum eigenen Körper. Im Resonanzverlangen sieht Rosa die zentrale energetische Quelle menschlichen Handelns, die der Kapitalismus in Objektbegehren umleitet. Resonanzchancen sind nicht allein von individueller Einsicht und gutem Willen abhängig. Nötig ist eine responsive institutionelle Struktur, eine veränderte Vision des gelingenden Lebens, die nicht auf Verfügbarmachung und Steigerung abzielt, sondern auf Weltbeziehungen des Hörens und Antwortens.

Schlussbemerkung

Detailreich, konkret und überzeugend beschreiben Reckwitz und Rosa die moderne Situation. Beide verstehen die Vielfalt behandelter Aspekte unter der jeweils gewählten Kernkategorie – Kontingenz bzw. Beschleunigung – nachvollziehbar zu bündeln. Und in dem von Bauer klug moderierten Gespräch klären sie erhellend wechselseitig Übereinstimmungen und Divergenzen ihrer Ansätze.

Die Theorieerläuterungen insbesondere von Reckwitz mögen Zunftfremden vielleicht etwas langatmig vorkommen. Auch mag man sein Theoriekonzept des Werkzeugkastens, i.e. die Empfehlung, vordem als konkurrierend gedeutete Ansätze eklektizistisch zu kombinieren, einer impliziten Selbstimmunisierung verdächtigen. Auch inhaltlich wirft seine Analyse einige Fragen auf: Soziologie – so seine Position – kann keine Maßstäbe der Kritik vorgeben. Zugleich aber formuliert er mit seinem Plädoyer für Kontingenzöffnung eine wertende Präferenz für Wandel. Diese ‚Minimalnormativität‘ sei – da herrschaftskritisch – verbunden mit dem „aufklärerischen Projekt der Moderne“. Den Beweis dafür bleibt er allerdings schuldig: Die rein formal gefasste stete Abfolge von Öffnungen und Schließungen hat kein Telos. Veränderung kann also sehr wohl Herrschaft steigern. Schwierigkeiten habe ich auch mit seiner praxistheoretischen Rekonstruktion des Subjektbegriffs: Subjekt ist man nicht – vielmehr unterwirft sich der Einzelne im ‚doing subject‘ bestimmten Kriterien „normaler Subjekthaftigkeit“ und wird so zu „einem scheinbar autonomen reflektierten […] Wesen“. Diese Analyse hebelt das Konzept von Autonomie aus. Autonomie bedeutet zu vorgegebenen Kriterien in Distanz treten, mit Gründen zu ihnen Stellung nehmen zu können und sie sich – wenn überhaupt – aus Einsicht anzueignen.

 Während Reckwitz Webers klassische Position einer wertfreien Wissenschaft vertritt, will Rosa kritikwürdige Entwicklungen benennen. Seine Deutungsvorschläge versteht er als Gesprächsangebot und verbindet so die wissenschaftliche Beobachterperspektive mit der Wir-Perspektive der Teilnehmer. Kriterium ist die wechselseitige Resonanzerfahrung, die auf der Konzeption eines gelingenden Lebens beruht. Dabei unterstellt Rosa, keiner könne ernsthaft sagen, Aggressionen etwa gegen Homosexuelle machten für ihn gelingendes Leben aus. Vielleicht genügt es jedoch, die Perspektive eines orthodox gläubigen Katholiken oder Muslims einzunehmen, um die Forderung nach Bestrafung ‚sündiger Dekadenz‘ nachvollziehen zu können. Mit anderen Worten: Zwar mag Resonanzfähigkeit universal sein. Gleichachtung aller Menschen und die eingespielte säkulare Trennung von Moral und Fragen des guten Lebens scheint sie mir jedoch nicht zu garantieren.

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine jedenfalls zeigt, dass Kontingenzöffnung im Sinne eines Umbruchs, hier einer Abkehr von eingespielter Vertrauensseligkeit, nicht per se an Herrschaftsabbau gekoppelt ist und dass eine insgesamt resonante Welt – wie auch von Rosa selbst befürchtet – eine zu weitgefasste Utopie darstellt.

Ein Beitrag aus der Redaktion Gegenwartskulturen der Universität Duisburg-Essen

Titelbild

Andreas Reckwitz / Hartmut Rosa: Spätmoderne in der Krise. Was leistet die Gesellschaftstheorie?
Suhrkamp Verlag, Berlin 2021.
302 Seiten , 28,00 EUR.
ISBN-13: 9783518587751

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