Hannah Huber legt eine Monographie zur narrativen und medienkulturellen Bedeutung des Smartphones in der Gegenwartsliteratur vor
Besprochene Bücher / LiteraturhinweiseWelchen narrativen Status nehmen Smartphones und Handys in der Gegenwartsliteratur ein? Dieser Frage geht Hannah Huber in ihrer bei transcript erschienenen Monographie Memoria, Migration und mediale Praxis. Smartphone und Handy in der Gegenwartsliteratur nach. Ausgehend von der Beobachtung, dass mobile Endgeräte heute zentrale Speicher-, Beziehungs- und Orientierungsfunktionen übernehmen, untersucht die Studie anhand ausgewählter Romane der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, wie Smartphones Erinnerungsprozesse, Migrationserfahrungen, Identitätsentwürfe, Raumwahrnehmungen und soziale Beziehungen literarisch strukturieren.
In Abgrenzung zu Vorgängermedien wie Brief oder Festnetztelefon begreift Huber das Smartphone zugleich als Ding und als technisches Gerät: als materiellen Begleiter, der Nähe und Distanz neu organisiert, und als mediales Interface, das neue Erzählräume eröffnet. Die Monographie verbindet detaillierte Romananalysen mit medienkulturwissenschaftlichen Perspektiven und leistet so einen Beitrag zur literarischen Motiv- und Mediengeschichte des Smartphones in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
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Ein Beitrag aus der Redaktion Gegenwartskulturen der Universität Duisburg-Essen
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