Schreiben, erinnern – trotz alledem
Felix Mendelssohn bei Carl Goerdeler, Jiří Weil und Maxim Biller
Von Karl-Josef Müller
„Die schlagenden Korporationen Tübingens (…) sprechen den Anghörigen von Verbindungen mit jüdischen Tendenzen die Satisfaktionsfähigkeit ab.“ Damit haben wir von anderen Universitäten viel voraus und können hoffentlich unserem lieben Tübingen den Vorzug der Judenreinheit und damit des anständigen Tones erhalten.
Diese Worte des neunzehnjährigen Studenten der Jurisprudenz Carl Goerdeler aus dem Jahr 1904 könnten als Wegweiser in eine politische Richtung gedeutet werden, deren Vertreter im Januar 1933 ihr vorläufiges Ziel erreicht hatten. Zu diesem Zeitpunkt amtierte Goerdeler als parteiloser Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Im Amt des Oberbürgermeisters verblieb er aktiv bis zum 7. Januar 1937; im November 1936 hatte er einen Antrag gestellt, ihn zum April 1937 aus dem Amt zu entlassen.
Eindrucksvoll schildert Peter Theiner die Ereignisse rund um diesen Amtsverzicht in seiner Biographie Carl Goerdeler. Ein deutscher Bürger gegen Hitler.
Wir zitieren aus einem Text von Yvonne Wasserloos mit dem Titel Heros und Schandfleck. Die Denkmäler für Felix Mendelssohn Bartholdy in England und Deutschland 1860 bis 1936:
„Es nimmt mich Wunder und ich weiß nicht, wie ich es verstehen soll, wenn es heute noch in Deutschland Menschen gibt, die fragen, warum das Denkmal des Felix Mendelssohn-Bartholdy beseitigt worden ist, obgleich sie doch ganz genau wissen, daß Mendelssohn-Bartholdy ein Jude war. Gerade Sie [Dr. Felix Wach] als Nachkomme eines Juden wissen doch ganz genau, daß wir seit 1933 in Deutschland einen nationalsozialistischen Staat haben, dessen wichtigste Grundlage die Rassenfrage und damit wieder der Antisemitismus ist.“ So lautete 1937 die zynische Antwort des Leipziger Oberbürgermeisters Rudolf Haake auf die Anfrage des Mendelssohn Enkels Felix Wach nach den Gründen für die Demontage des Komponisten Denkmals.
Theiner zitiert den amerikanischen Historiker Harold C. Deutsch aus dessen „Bericht über seine denkwürdige Begegnung mit dem ,Motor der Opposition‘“:
Als er seinen Besucher zur Tür begleitete, blieb er vor einem hohen Fenster stehen, das auf den Rathausplatz ging. Er deutete in Richtung des Gewandhauses, vor dem ein Denkmal Mendelssohns stand, und sagte: „Das ist eines meiner Probleme. Die SA setzt mir zu, sie will, dass ich dieses Denkmal entferne. Aber wenn sie es je anfasst, mache ich hier Schluss.“
Das Mendelssohn-Denkmal wurde im November 1936 nicht nur entfernt, es wurde zerstört. Ein angesehener und geachteter Repräsentant der Kulturnation Deutschland, dem dessen Bürger am 26. Mai 1892 ein Denkmal gesetzt hatten, galt nicht nur nichts mehr, er musste, in Gestalt eben dieses Denkmals, vernichtet werden.
Doch wenn wir anlässlich der Entfernung des Mendelssohn-Denkmals 1936 an dessen Einweihung im Jahr 1892 erinnern, darf keinesfalls der Eindruck entstehen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts habe es im Deutschen Reich noch keinen offenen Antisemitismus gegeben. Von 1887 bis 1903 war Otto Boekel als Vertreter der Deutschen Antisemitischen Partei Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Kassel 5: Marburg, Frankenberg, Kirchhain:
Am 31. Oktober 1886 findet in Kassel der Parteitag der ,Deutschen Antisemitischen Partei‘ statt (…). Die Bewegung wächst wie eine Lawine, und am 21. Februar 1887 schicken die Hessenbauern des Wahlkreises Marburg-Frankenberg-Kirchhain ihren Dr. Boeckel als Sieger im ersten Wahlgang nach Berlin.
Wir zitieren aus einem zeitgenössischen Text, dessen Autor nicht ermittelt werden konnte (https://www.lagis-hessen.de/).
Weils letzter Roman Mendelssohn auf dem Dach erschien posthum 1960 in der damaligen ČSSR. Den Auftakt des Werkes bildet der fiktive Befehl Heydrichs, die Statue Mendelssohns umgehend vom Dach des Rudolfinums zu entfernen. Die Anweisung kann zunächst nicht ausgeführt werden, weil die tschechischen Arbeiter nicht in der Lage sind, aus den vielen dort befindlichen unbeschrifteten Statuen die von Mendelssohn zu identifizieren. Ihr Vorgesetzter Schlesinger, „Magistratsbeamter und Anwärter der SS“, weist die Arbeiter an, die Statue mit der größten Nase auszuwählen. Auf einem Weltanschauungslehrgang hat er nämlich gelernt, „daß die Juden die größten Nasen hätten.“ Gerade noch kann er verhindern, dass seine Arbeiter die Statue von Richard Wagner niederreißen, dem sie bereits wie bei einer Hinrichtung ein Seil um den Hals gelegt haben.
Eine Statue von Richard Wagner allerdings hat es an besagtem Ort nie gegeben, auch wenn manche Quellen etwas anderes behaupten:
Aus den Besatzungszeiten wird überliefert, dass der Reichsprotektor Reinhard Heydrich befahl, die Statue von Mendelssohn-Bartholdy von der Attika des Rudolphinums für seine nichtarische Herkunft zu beseitigen. Die Arbeiter verwechselten aber die Statuen und fingen an, die Statue von Hitler-Schwarm Richard Wagner herunterzuholen. Kurz bevor die Statue irgendwohin weggefahren wurde, ist zum Glück jemand darauf gekommen und alles wurde ins rechte Gleis gebracht. Die Statue von Mendelssohn-Bartholdy wurde während des Kriegs heimlich versteckt und nach dem Krieg zurückgeholt. (https://prague.eu/de/objevujte/rudolfinum/)
Eine weitere Quelle schließt sich diesem Befund an:
Die Nationalsozialisten wollten das Rudolfinum seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß als Konzerthalle öffnen und begannen sogleich mit rassistisch-ideologisch motivierten Umbauarbeiten: Eine Statue des jüdischen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy auf einer Balustrade sollte entfernt werden. Die tschechischen Bauarbeiter leisteten stillen Widerstand und demontierten zunächst, vorgeblich aus Versehen, die Büste von Richard Wagner. (https://www.pragerzeitung.cz/ein-kuenstlerhaus-mit-geschichte/)
Nicht nur, dass die Prager Zeitung Fiktion und Realität nicht zu unterscheiden weiß; wenn Felix Mendelssohn wie selbstverständlich als jüdischer Komponist bezeichnet wird, entspricht dies nicht der Wahrheit.
Der Roman weiß es besser. Der gelehrte Jude Rabinowitsch soll die Statue des Komponisten identifizieren – ein aussichtsloses Unterfangen, denn für Rabinowitsch ist der getaufte Musiker alles andere als ein Jude, und dessen Großvater Moses Mendelssohn gilt ihm aufgrund seines aufklärerischen Denkens gar als der Ursprung der gegenwärtigen Verfolgung:
Moses Mendelssohn, Schöpfer der Reform, von ihm war das ganze Unheil ausgegangen, mit der Aufklärung hatte er die Juden auf die Irrwege geleitet, die in Gewalt und Willkür endeten und damit, daß die von ihm Irregeleiteten ermordet wurden.
„Aber wenn sie es je anfasst, mache ich hier Schluss.“ Auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten setzte Carl Goerdeler auf die Kraft der Vernunft und des besseren Argumentes. Man könnte meinen, der Blick aus seinem Amtszimmer auf das Denkmal des Musikers habe ihn in diesem Glauben bestärkt. Aus heutiger Sicht mag dieser Rest an Zuversicht naiv erscheinen. Die Mendelsohn-Statue stammte aus einer Epoche, in der es möglich zu sein schien, die unausrottbare Seuche des Antisemitismus zu überwinden. Diese Hoffnung stand bereits 1892 bei der Enthüllung des Denkmals auf schwachen Füßen, und so wird deutlich, dass Goerdelers Zuversicht nicht erst seit 1933 kaum eine Basis gehabt hatte.
Maxim Biller stellt die Statue von Felix Mendelssohn in seiner Novelle Der unsterbliche Weil eher beiläufig in eine Reihe weiterer Standbilder; überragt werden sie alle von dem „Stalin-Monstermonument“, wie Radio Prague International die 1955 eingeweihte Darstellung des Diktators nennt: „Am 1. Mai 1955 war es so weit: Der 17 Tonnen schwere Beton- und Granitkoloss wurde feierlich eingeweiht.“ (https://deutsch.radio.cz/stalin-monstermonument-vor-50-jahren-auf-befehl-aus-moskau-gesprengt-8549701#&gid=asset&pid=7) Zu diesem Zeitpunkt war Stalin bereits zwei Jahre tot, doch es sollte noch etwa ein Jahr dauern, bis Nikita Chruschtschow auf dem 20. Parteitag der KPdSU vom 14. bis zum 25. Februar 1956 seine legendäre Rede über die Verbrechen des Diktators halten würde.
Die Geschehnisse in Billers Novelle datieren auf einen „meist sonnigen Tag Ende April 1956“ und ereignen sich somit etwa zwei Monate nach Chruschtschows Rede. Sechs Jahre mussten noch ins Land gehen, bis der monströse steinerne Stalin zunächst enthauptet und anschließend gesprengt wurde.
An diesem Apriltag des Jahres 1956 wird sich entscheiden, ob Jiří Weil in der begrenzten Zeit, die ihm aufgrund einer Erkrankung noch bleibt, wieder das wird tun können, was ihm ein unabweisbares Bedürnis ist: „nur noch schreiben, schreiben, schreiben“. Mit Fug und Recht darf man in diesem Zusammenhang von einer unerhörten Begebenheit sprechen; und eine solche bildet per Definitionem Wesen, Kern und Inhalt einer Novelle. Schon „gegen Mittag“ hätte die Sitzung des Schriftstellerverbands beendet sein sollen, und Weil hat Hoffnung, dass er „endlich wieder in ihren strengen Dichterklub“ aufgenommen wird: „Würden sie sogar seine alten Bücher noch mal drucken, vor allem den Stern-Roman?“ Leben mit dem Stern heißt dieser Roman in deutscher Übersetzung. „Als das Buch im Frühjahr 1949, ein Jahr nach dem kommunistischen Umsturz, erschien, war die Kritik vernichtend: Der Autor wurde als ,Schädling‘ gebrandmarkt und entging nur knapp der Verhaftung.“ Wir zitieren aus Bettina Kaibachs Nachwort zur Neuausgabe des Romans. (https://www.wagenbach.de/buecher/titel/leben-mit-dem-stern.html) 1967 konnte der Stern-Roman wieder in der ČSSR erscheinen, nur um „nach der Niederschlagung des Prager Frühlings erneut“ verboten zu werden. „Ab 2020 wird in Prag die erste Gesamtausgabe seines Œuvres herausgegeben. Es scheint, als hätte Jiří Weil, der sich zeitlebens als tschechischer Patriot begriff, endlich nach Hause gefunden.“
„Kurz vor dem Ukraine-Krieg habe ich ein Buch zu Ende geschrieben – mein letztes. Denn ich höre auf zu schreiben.“ (https://www.zeit.de/2022/13/schriftsteller-beruf-ukraine-krieg) Maxim Biller hat nicht Wort gehalten, Gott sei Dank, möchte man sagen; dennoch sind seine Motive für den angekündigten Schlussstrich nachvollziehbar:
Sein gesamtes Werk sei nunmehr Makulatur: „Jetzt ist in Kiew, Cherson und Odessa mal wieder der Zweite Weltkrieg ausgebrochen – nur dass diesmal die Russen angefangen haben –, und das ganze Schreiben und Leiden und Kritikerbeschimpfen war völlig umsonst!“
Marianna Lieder, die wir hier zitieren, beendet ihre Ausführungen zu Billers Roman Mama Odessa mit einer Absage an so etwas wie eine engagierte Literatur: „Literatur tritt hier nicht mit dem Anspruch auf, den Menschen besser zu machen, sondern ist sich – völlig zurecht – selbst genug.“ (https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article246619218/Maxim-Biller-Niemals-ist-das-Schreiben-so-ganz-umsonst.html)
Ähnlich Überlegungen legt Maxim Biller Jiří Weil in den Mund, wenn dieser sich von seinem Freund, Lebensretter und Schriftstellerkollegen abgrenzt:
Obwohl er fand, dass Julius wie immer zu viele und zu grelle Metaphern benutzte, dass er überhaupt nicht wie ein richtiger Schriftsteller dachte und schrieb, sondern wie jemand, der glaubte, man könne die Welt mit Worten ändern, statt sie bloß ein bisschen zusammenzuhalten, musste er ihm recht geben.
Dieser Julius, gemeint ist der Schriftsteller Julius Fučík, hatte Jiří Weil „im Winter 1935, in Moskau sogar das Leben gerettet“, weil er Einspruch erhoben hatte gegen völlig absurde Anschuldigungen im Zuge der Stalinschen Säuberungsprozesse.
Und schließlich, gegen Ende der Novelle, erteilt Maxim Billers Jiří Weil jeder Form ,eingreifender‘ Literatur eine klare Absage:
„Ich bin Schriftsteller, das ist ganz einfach. Das ist so, wie wenn man Rechtshänder oder Linkshänder ist, mehr nicht. (…) Wer sagt, dass man die Welt mit Worten verändern kann, versteht nichts von Worten. Verstehen Sie? Man kann nur davon erzählen, wie schön alles ist, auch wenn es schrecklich ist.“
Auch mit Musik lässt sich die Welt nicht verändern, ohne Musik jedoch wäre unser Leben um einiges ärmer. Wir dürfen davon ausgehen, dass auch und gerade die Musik von Felix Mendelssohn Carl Goerdeler dazu bewogen hat, seinen dumpfen Antisemitismus zu überwinden, vor allen Dingen in dem Moment, in dem absehbar war, dass die Erinnerung an den Komponisten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ausgelöscht werden sollte. Ausgelöscht werden sollte wie das Leben von Jiří Weil, doch dem kam der Autor zuvor, indem er seinen Tod durch Selbstmord vortäuschte und so im Untergrund die NS-Zeit überleben konnte.
Doch ein weiterer Tod wartete auf ihn, nämlich der als Autor von 1951 bis 1956; und anschließend ein weiteres Ableben, wir erwähnten es bereits, nach der Niederschlagung des Prager Frühlings. Kein Mensch ist unsterblich, das weiß selbstredend auch Maxim Biller. Wider alle Wahrscheinlichkeit aber stirbt Jiří Weil eines natürlichen Todes, wie Biller uns mitteilt:
Und dann lächelte er das letzte Mal an diesem langen, kurzen Frühlingstag im April 1956, vier Jahre vor seinem endgültigen und völlig sinnlosen Tod, dem nicht einmal einer wie er entrinnen konnte.
Sein Werk allerdings hat überlebt, wie die Musik Felix Mendelssohns, und damit einhergehend die wertschätzende Erinnerung an den Künstler:
Am 02.10.1946 wurde ein Gedenkstein an der Stelle des alten Denkmals eingeweiht, der am 04.11.1947 durch eine auf hohem Sockel ruhende Büste ersetzt wurde.
Am 18.10.2008 wurde eine Kopie des Denkmals in den Grünanlagen an der Thomaskirche festlich eingeweiht. (https://www.leipzig-lexikon.de/DENKMAL/MENDELS1.HTM)
Am 6. Juli dieses Jahres berichtet die Tagesschau unter dem Titel Putins neue Stalin-Verehrung von einer neuen Erinnerungskultur in Russland:
Auf dem Taganka-Platz in Moskau sollte es diese Woche eine kleine Protestaktionen geben – beantragt von der kleinen oppositionellen Jabloko-Partei Wischnewskijs. Der Grund: ein großes Stalin-Relief in der naheliegenden U-Bahnstation. Das Relief war Jahre nach dem Tod des Diktators abgerissen worden – doch jetzt ist es wieder da.
Im Namen der Opfer der Stalin-Unterdrückung sollte dagegen protestiert werden. Ganze 20 Teilnehmer waren zur Aktion angemeldet, aber die Moskauer Stadtverwaltung sagte mit einer liebgewordenen Ausrede aus Covid-Zeiten ab: Die epidemiologische Lage sei schwierig und lasse das nicht zu. (https://www.tagesschau.de/ausland/europa/stalin-verehrung-russland-100.html)
Natürlich hält das Stalin-Relief einem Vergleich mit dem gesprengten Koloss in Prag nicht stand, nach unseren Informationen ist Stalin in Lebensgröße dargestellt.
Man könnte den Vorfall als Einzelfall abtun, wenn er nicht in einen größeren Trend eingebettet wäre. Laut dem Recherchekanal Можем объяснить („Wir können es erklären“) wurden allein im Mai 2025 sieben neue Stalin-Statuen in Russland eingeweiht – ein Rekord seit den Tagen des Personenkults unter Stalin selbst. Neben Städten wie Serpuchow, Ulan-Ude oder Moschaisk tauchte Stalins Konterfei sogar im besetzten Melitopol in der Ukraine auf. (https://www.ipg-journal.de/rubriken/demokratie-und-gesellschaft/artikel/er-ist-wieder-da-2-8300/)
das geschah unter der Sonne.
(Kohelet 4.1 T / Lutherbibel: Buch der Prediger 4.1)
Im Motto zu seiner Novelle zitiert Maxim Biller die Bibel, im Talmud lautet die Stelle „Auch sah ich dagegen alle Gewalttaten, die verübt werden unter der Sonne“, doch was auch immer der Originaltext uns sagen möchte: das Buch Kohelet ist, um es vorsichtig zu formulieren, eines der Skepsis wie der Einsicht, dass der Mensch dem Menschen nicht immer ein Helfer ist. Doch auch wenn die Dinge sich dergestalt darstellen – kein Weg führt daran vorbei, sie aufzuschreiben. Dabei geht es nicht darum zu glauben, „man könne die Welt mit Worten ändern“. Was Jiří Weil – und mit ihm wohl auch Maxim Biller – allerdings möglich erscheint, ist, die Welt „bloß ein bisschen zusammenzuhalten“.
Literaturangaben
Peter Theiner: Carl Goerdeler. Ein deutscher Bürger gegen Hitler. Biographie. C.H. Beck, München 2024, 496 Seiten, 34 €
Jiří Weil: Leben mit dem Stern. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2020, 256 Seiten, 14 €
ders.: Mendelssohn auf dem Dach. Übersetzt von Eckhard Thiele. Mit einem Nachwort von Philip Roth. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2019, 288 Seiten, 22 €
ders.: Moskau. Die Grenze. Aufbau Verlag, Weimar 1992, 426 Seiten, (vergriffen, antiquarisch ab 28 €)
Maxim Biller: Der unsterbliche Weil. Novelle. Mit zwölf Fotografien des Autors. Nachwort Marlene Knobloch. Edition 5 Plus. Berlin 2025, 80 Seiten, 18,80 € (https://www.5plus.org/5plus-edition.html)













