Maria voll der Gnade – Geschichte und Gehalt eines Denkbilds
Besprochene Bücher / LiteraturhinweiseEin paar Berichte in den apokryphen Evangelien und, alles in allem, keine fünf Seiten im Neuen Testament – mehr umfasst die Geschichte von Maria nicht. Und doch ist daraus ein gigantischer Komplex aus Frömmigkeit und Religion, Liturgie und Institution und vor allem Theologie und Dogmatik entstanden, der nicht nur zum elementaren Bestand des Christentums gehört, sondern auch Grundfragen von Zivilisation, Geschichte und Menschsein betrifft. Doch wie kam es dazu? Wie konnte eine zunächst historische Figur zu einer der bedeutendsten Gestalten der christlich geprägten Welt werden?
Gerhard Poppenberg rückt in seiner weniger religions- als kultur- und ideengeschichtlich ausgerichteten Suche nach Antworten die Bildlichkeit der Immaculata-Darstellungen ins Zentrum und erkennt Maria schließlich als ein Denkbild. Dessen exemplarische Analyse führt nicht nur zur historischen Figur Maria, sondern liefert auch Einsichten darüber, was ein kultureller Gegenstand überhaupt sein kann.
Die Vorstellung des Buches Maria voll der Gnade. Geschichte und Gehalt eines Denkbilds in der Katholischen Akademie Berlin kann auf Youtube nachgehört werden.
Anmerkung der Redaktion: literaturkritik.de rezensiert grundsätzlich nicht die Bücher von regelmäßigen Mitarbeiter*innen der Zeitschrift, Angehörigen der eigenen Universität oder aus dem Verlag LiteraturWissenschaft.de. Diese Bücher können hier jedoch gesondert vorgestellt werden
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