6. Zum Monotheismus in Goethes West-östlichem Divan
Goethe hat in diesem Werk die drei Themen Poesie, Religion und Despotie behandelt und dabei die Figur des Poeten den Figuren des Propheten und des Despoten gegenübergestellt. Deshalb heißt sein Kapitel über die orientalische Religion nicht Islam – „Islam“ bedeutet „Ergebung“, gemeint ist: Ergebung in den Willen Gottes –, sondern „Mahomet“, wie Mohammed im Westen bis zum 18. Jahrhundert genannt wurde. Wie sehr sich Goethes Orientbild, zumal sein Bild des Islam von den heutigen überwiegend negativen Berichten unterscheidet, zeigt sich schon in seiner Ankündigung, er wolle die Aufmerksamkeit dorthin lenken, „woher so manches Große, Schöne und Gute seit Jahrtausenden zu uns gelangte, woher täglich mehr zu hoffen ist“ („Einleitung“) – eine Hoffnung, die sich, wie die aktuellen Nachrichten zeigen, nicht erfüllt hat.
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