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Franz Horvath schrieb uns am 19.10.2022
Thema: Christian Baron: Eine Frau ihrer Klasse
Dank Annie Ernaux wurde ich Schriftsteller. Ihr Literaturnobelpreis ist eine Auszeichnung für die Arbeiterklasse

Sehr geehrter Herr Baron, Sie schreiben in Ihrem Text über A. Ernaux: "Derzeit wird skandalisiert, dass Ernaux mehrere Briefe mitgezeichnet hat, die von der Boykott-Kampagne BDS initiiert wurden. Sie bezeichnete Israel als „Apartheidsstaat“. Das mag aus deutscher Sicht überzogen klingen [...]". Hierzu zwei Anmerkungen: a) Dass A. Ernaux der antisemitischen BDS-Bewegung nahesteht, wird meines Erachtens nicht (von irgendwelchen Mächten) "skandalisiert", sondern ein Skandal an sich: Sofern man bereit ist, Antisemitismus als Skandal anzusehen. b) Dass die Nobelpreisträgerin Israel als "Apartheidstaat" bezeichnet, ist nicht und v.a. nicht nur "aus deutscher Sicht" "überzogen", also eine Übertreibung, sondern schlicht und ergreifend falsch. Mit freundlichen Grüßen, Franz Sz. Horváth

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Klaus Müller-Salget schrieb uns am 03.08.2022
Thema: Manfred Orlick: Anna Seghers im mexikanischen Exil
Volker Weidermanns eindrucksvolles biografisches Porträt

Den Roman "Das siebte Kreuz" hat Anna Seghers nicht in Paris begonnen und in Mexiko beendet, sondern sie hat ihn 1939 in Paris abgeschlossen und das Manuskript an F. C. Weiskopf in New York geschickt.- 1939 war noch der Anfang des Romans in der "Internationalen Literatur" (Moskau) abgedruckt worden, was nach Abschluss des Hitler-Stalin-Pakts eingestellt wurde.
Klaus Müller-Salget

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Günter Rinke schrieb uns am 22.07.2022
Thema: Nora Eckert: Als die Sprache ihre Unschuld verlor
Jürgen Becker synchronisiert in „Die Rückkehr der Gewohnheiten“ das Sichtbare mit den Erinnerungen und findet im Gestern das Repertoire des Heute

Was für eine schöne Rezension zum mehrmals Lesen! Das ist das Gute an diesem Forum literaturkritik.de: dass auch Abschweifungen oder persönliche Nachbemerkungen erlaubt sind, die wiederum den eigentlichen Gegenstand erhellen. Danke, Frau Eckert!

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