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Joachim Landkammer schrieb uns am 12.12.2018
Thema: Sascha Seiler: „Cross the Border – Close the Gap“
Zur „Fiedler-Debatte“ um 1968

S. Seiler zitiert hier aus John Barths  „The Literature of Replenishment“ u.a. diesen Satz: „But he [der ideale postmoderne Autor, wie man aus dem Originaltext, nicht wirklich aus S. Seilers Zitation ersieht] should hope to reach and delight, at least part of the time, beyond the circle of what Mann used to call the Early Christians: professional devotees of high art."
Dass Thomas (denn der ist doch gemeint, oder?) Mann das gesagt haben soll, wird in der englischen Literatur öfter wiederholt (weil man sich auf Barth stützt?). Aber wo und wann und in welchem Zusammenhang und mit welchem O-Ton hat Thomas Mann das gesagt? Das war mir bisher nicht möglich zu eruieren. Außer einer Stelle im „Tonio Kröger“, wo der
Titelheld sein Publikum beklagend vergleicht mit einer „Versammlung von ersten Christen gleichsam […] Leute mit ungeschickten Körpern und feinen Seelen“ finde ich nichts annähernd Passendes – und auch im Tonio Kröger fehlt der Bezug auf die „professionelle“ (!) Verehrung von Kunst.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Herr Seiler oder andere Thomas-Mann-Experten das aufklären könnten. Vielen Dank im Voraus.
Freundliche Grüße
Joachim Landkammer, Wasserburg am Bodensee

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Christa Hagmeyer schrieb uns am 27.11.2018
Thema: Sebastian Kranich: Mit Gott in den Krieg – mit Luther zum Sieg?
Der deutsche Protestantismus im Ersten Weltkrieg – und nach seinem Ende im November 1918

Der Text ist informativ, ernüchternd und überaus wichtig.

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Horst Strelow schrieb uns am 13.11.2018
Thema: Wilhelm Solms: Weiterforschen!
Über Goethes Beziehung zu Anna Amalia und Charlotte von Stein – mit einem kritischen Appell an die Weimarer Goethe-Institutionen

Sehr geehrter Herr Solms,
Ihren Aufruf zum "Weiterforschen" vom März 2018 fand ich leider erst im November. Ihre Analysen und Standpunkte zeigen ehrenhafte Züge, die auf objektivere Abstimmungen zum Thema "Anna Amalia und Goethe" hoffen lassen, als es bisher zustande kam. Neben den Weimarer "Drei" wünschte ich mir eine vierte Gruppe unter Ihrer Leitung. Und Sie können von Aufsehen erregendem Erfolg ausgehen. Nach meinen veröffentlichten Goethe-Studien ab 2006 zeigt sich: Anna Amalia und Goethe trafen sich bereits im Herbst 1772 im Haus von Sophie von Laroche am Ehrenbreitstein. Schon Goethes Briefe an die Kestners waren z. T. und alle Briefe 1775 an Auguste deckadressiert. Und was sich aus Goethes Liebesverhältnis zu Anna
Amalia in seinen Werken "Götz", "Werther" und "Faust" widerspiegelt, ist laut Goethes eingeweihtem Schwager geradezu "genial"! Sie hoffnungsoll und freundlich grüßend. Horst Strelow

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Christian Milz schrieb uns am 14.10.2018
Thema: Christian Milz: Kritik (an) der verstehenden Vernunft
Vittorio Hösles geisteswissenschaftliche Grundlegung riegelt das Untergründige ab

Nachtrag zu meiner Rezension
Vier Wochen nach der Veröffentlichung der Rezension erhielt ich durch die Vermittlung von Raymond Moodys Autobiografie Paranormal am Anfang von Chapter Nineteen eine Information zu William James (1842 – 1910), dem amerikanischen Psychologen, auf den sich Vittorio Hösles Programm einer Grundlegung der Geisteswissenschaften ganz wesentlich bezieht: „Psychologie als Lehre vom mentalen Leben [ist] die Fundierung aller Geisteswissenschaft. […] Was William James‘ The Principles of Psychology zu einem so einzigartigen Klassiker macht, ist die Verbindung der neuen experimentellen Methode mit Introspektion einerseits und philosophischer geschulter Begriffsanalyse andererseits.“ James lässt laut Moody freilich auch verlauten: „The subliminal life has windows of outlook und doors of ingress which indefinitely extend the region of the world of truth.“ Auf deutsch etwa: "Das unterschwellige Leben hat Fenster und Türen, die den Bereich der Welt der Wahrheit auf unbestimmte Weise ausdehnen." Jede wissenschaftliche Neugier agiert auch und gerade in diesem Bereich. Das Schließen der Fenster und Türen zur Wahrheit gehört normalerweise nicht zu ihrer Aufgabe.

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Erhard Schümmelfeder schrieb uns am 07.08.2018
Thema: Bernd Nitzschke: Religiöser Illusionismus und Autoritätsgläubigkeit (nicht nur) im Trump-Zeitalter
Über Sinclair Lewis’ Roman „Elmer Gantry“ (1927) und zwei Filme, denen er als Vorlage diente: „Elmer Gantry“ (1960) und „Canaan Land“ (2018)

Von der Wirkungslosigkeit vernünftiger Argumente für eine bessere Welt

Von der Wirkungslosigkeit vernünftiger Argumente für eine bessere Welt handelt der umfassend recherchierte und mit erstaunlichem Sachverstand gestaltete Artikel aus der Feder von Bernd Nitzschke. Die in diesem Aufsatz aneinandergereihten Fakten zur Autoritätsgläubigkeit sind ein weites Feld und zugleich ein abendfüllendes Programm, das sich nicht mit einem kurzen Leserbrief angemessen würdigen ließe.
Aus der Fülle an Fakten über die Empfänglichkeit der Massen für die Rattenfängerparolen politischer Machtmenschen greife ich eine Passage über die neuropsychologischen Ursachen der Autoritätsgläubigkeit heraus:
"Emotional fundierte Hirnstrukturen können durch wissenschaftliche Erkenntnisse und vernünftige Argumente nicht so leicht erschüttert werden. Darauf basiert die Macht autoritär regierender Führer ..."
Mutmachend wird auch Sigmund Freud zitiert, der sich  1927 vorsichtig zuversichtlich äußerte: "Die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch."
Im Sinne dieses Zitates steht auch Bernd Nitzschkes Aufsatz, dessen aufklärende Botschaft hoffentlich viele (noch) taube Ohren in der Welt erreichen möge.

Erhard Schümmelfeder
Homepage: http://erhard-schuemmelfeder.de.tl/

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Bernd-Jürgen Fischer schrieb uns am 04.08.2018
Thema: Olaf Kistenmacher: Die geheimen Beziehungen zwischen Leben und Werk
Biografisches und Nichtbiografisches zu Marcel Proust

"Il [Proust] possède l'humaine psychologie, et aussi nul mieux que ce demi-Israélite n'a compris les plans géologiques de l'âme française" - Prousts Freundin Élisabeth de Clermont-Tonnerre 1925 in Robert de Montesquiou et Marcel Proust (S. 200).

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Achim Schürmann schrieb uns am 21.07.2018 als Antwort auf einen Leserbrief
Thema: Re: Andrea Geier: Muss man Eugen Dührings philosophische Schriften kennen, um seinen Antisemitismus zu verstehen?
Peggy Cosmann stellt den fanatischen Radikalisierer antisemitischen Denkens vor


Lieber Herr Dr. !
Dazu ist nur zu sagen:  Allerdings,  seehr allerdings sogar !
Und das zu untersuchen & zu publizieren dürfte auch den heute manisch "gegen-Rechts"-Linken und Marxisten äußerst unangenehm sein.

Ich selbst hatte den Anti-Dühring nur sehr perifer gelesen und es ist mir deshalb nicht aufgefallen;
2. weil einige ideologiekritische Linke/ Gruppen, die auch den linken Antisemitismus geißeln, gleichzeitig Engels Auseinandersetzung mit Dühring hochlobten, sowie als "antideutsche" Ideologiekritiker Marx'/Engels' Kritik in bzw. an "Der Deutschen Ideologie".

- Grüße!
Achim Schürmann

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Peter Strasser und Thomas Anz schrieb uns am 14.07.2018
Thema: Alexandra Richter: Sang- und klanglos
Ein palaverndes Buch zum hundertjährigen Erscheinen von Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“

Vorbemerkung: Der kurze Verriss von Alexandra Richter zu Peter Strassers Essay „Spenglers Visionen. Hundert Jahre Untergang des Abendlandes“ veranlasste den Autor zu mehreren E-Mails an den Herausgeber von literaturkritik.de. Thomas Anz schlug ihm vor, seine Kritik an der Rezension und an der Redaktion der Zeitschrift als Leserbrief zu veröffentlichen. Peter Strasser wiederum schlug vor, die gesamte Korrespondenz dazu als Leserbriefreaktion zu publizieren. Dies geschieht hiermit. Weitere Leserbriefe dazu sind willkommen.

E-Mail vom 25.6.2018
Lieber Herr Anz,
es sind schon einige meiner Bücher in Literaturkritik.de besprochen worden, stets seriös. Nun wurde meinem Spengler-Essay eine Besprechung zuteil, die keine ist. Es geht
nur noch darum, die Sache runterzumachen. Dieses Verfahren ist Teil eines Kulturkampfes. Ich kenne die Rezensentin nicht, bin aber der Meinung, dass diese Art des Bashings mindestens einen Schritt zu weit geht.
Mit herzlichen Grüßen, Ihr Peter Strasser

E-Mail vom 25.6.2018
Lieber Herr Anz,
dazu noch ein Nachtrag:
Ich wollte gerade mein Schreiben an Sie als Leserbrief postieren, aber mir fehlt irgendeine Berechtigung. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass so eine Rezension eigentlich irgendeine Reaktion seitens der Redaktion erforderte. Das hätte meines Erachtens nichts mit Intoleranz zu tun – es ginge hier bloß darum, die Verwilderung des Diskurses, wie man sie in den Social Media findet, nicht auch noch auf eine seriöse Besprechungsplattform durchdringen zu lassen.
Nebenbei: Es gibt viele Besprechungen zu meinem Buch, aber die neurechten Spenglerianer haben einen Weg eingeschlagen, der ihrer Methode der „Neutralisierung“ des Meinungsgegners gut ansteht: Sie rezensieren, wie ich feststellen konnte, das Buch auf Amazon möglichst negativ (dort gibt es allerdings auch Gegenstimmen), weil das mit einer 1-Sternchenvergabe einhergeht und so auf mögliche Käufer abschreckend eingewirkt werden soll.

Nachtrag  9.7.2018
Mittlerweile hat Max Otte, der die Spengler-Gesellschaft gründete (glaub ich), einen Sammelband herausgegeben, den er auf Amazon selbst in den höchsten Tönen lobt, wieder begleitet von seinem Adlatus, der unter dem Pseudonym Geröllheimer schreibt (beide haben meinen Spengler-Essay auf Amazon verrissen).
Aber was sich die seriöse Literaturkritik.de erlaubt, schlägt das alles um Längen. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob die Rezensentin überhaupt weiß, mit wem sie sich da ins Bett legt, sozusagen.

12.7.2018
Lieber Herr Strasser,
nach einer Hochstressphase habe ich mir das nun anschauen können - und Ihren  Ärger bestens verstanden.  Solche Kurzverrisse gab es bei literaturkritik.de bislang kaum.  Quasi zensierend eingreifen darf die Redaktion da jedoch nicht, zumal wir Ihr Buch nicht kennen. Aber ein Leserbrief von Ihnen wäre sehr willkommen. Ich habe dafür eben die kürzlich (wegen etlicher Belästigungen) installierte Zugangsbeschränkung, die das Leserbriefschreiben nur Online-Abonnenten ermöglicht, aufgehoben und würde Ihren Leserbrief, wenn Sie ihn abgeschickt haben, umgehend freischalten bzw. veröffentlichen. Andere können dann darauf reagieren. Eine offene Diskussion über das Buch und aus diesem Anlass zugleich über Formen der Kritik (auch bei Amazon und in den Social Media) würde ich mir wünschen. Ihre Hinweise auf das, was da bei Amazon passiert, sind jedenfalls aufschlussreich und ein Anreiz dazu.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Thomas  Anz

12.7.2018
Lieber Herr Anz, wie immer mein Buch beschaffen sein mag, diese Rezension gehört nicht in eine Rezensionsplattform, welche auf den Ruf ihrer Seriosität bedacht ist. Dem beschädigten Autor einen "Leserbrief" zuzumuten - also das ist doch beschämend: für den Autor, vor allem aber auch für die Verantwortlichen von Literaturkritik.de, die sich aus der Verantwortung stehlen.
Mit herzlichen Grüßen, Ihr Peter Strasser

12.7.2018
Lieber Herr Anz, ich schlage vor, unsere Korrespondenz als Leserbriefreaktion zu veröffentlichen. Das wäre meines Erachtens eine geeignete Form der Reaktion, wobei ich es selbstverständlich der Redaktion überließe, noch ein Wort zu  ihren eigenen Compliance-Regeln zu sagen.
(Werden auch herabwürdigende und/oder verhetzende Äußerungen geduldet?)

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