Informationen über:
Rolf Löchel

Rolf Löchel schreibt seit 1999 für literaturkritik.de.
Ebenfalls 1999 gründete er zusammen mit anderen den Arbeitskreis Zukunft des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps Universität Marburg, dem er bis zu dessen Auflösung im Jahre 2009 angehörte.


Arbeitsschwerpunkte:

Geschlecht in Literatur, Film und Philosophie
Literatur deutschsprachiger Autorinnen um 1900
Feministische Science Fiction
Geschichte der Frauenbewegung
Immanuel Kant
Pessimistische Philosophie im 19. Jahrhundert
Ulrich Horstmann als Literat und Philosoph


Publikationen (Auswahl):

Monographien:

Utopias Geschlechter. Gender in deutschsprachiger Science Fiction von Frauen. Ulrike Helmer Verlag: Sulzbach im Taunus 2012.

Rez. von Luise F. Pusch auf FemBio (7.10.2012):
"Rolf Löchel ist vermutlich unter den KennerInnen feministischer Literatur der beste. […] Er breitet seine spannenden Fakten vor uns aus und belegt seine Erkenntnisse in großer Ausführlichkeit. Für ein Seminar über „Gender und SF“ wird seine Untersuchung zweifellos Standardlektüre sein. […] Löchel klopft jeden seiner Texte unerbittlich auf Geschlechterklischees, Biologismen, Essentialismen ab, und er wird (fast) überall fündig - was denn doch bei dem Genre SF von Frauen überrascht. Wir hätten von unseren Schwestern mehr Originalität erwartet und erhofft. Was uns Löchel aber wieder und wieder, Buch für Buch und manchmal Satz für Satz vor Augen führt ist, dass es aus dem Käfig der Geschlechterklischees, in den wir nun mal alle hineingeboren werden, anscheinend nur schwer ein Entrinnen gibt, denn diese Klischees sind normalerweise wenig bewusst - ähnlich der grammatischen Struktur unserer Muttersprache. Nur einem wie Löchel, der sich berufsmäßig und Tag für Tag mit dem Thema beschäftigt, bleibt nichts verborgen, und indem er uns alle Fundstücke vorführt, entwickeln auch wir allmählich ein immer empfindlicheres Sensorium. […]" 

Rez. von Gabriele Mraz in Weiberdiwan (Herbst 2012):
"Rolf Löchel […]  diskutiert […] eine Vielzahl deutschsprachiger Autorinnen, bekannte (wie Bertha von Suttner, Christa Wolf oder Marlene Streeruwitz) und weniger oder kaum bekannte. […] Einige literarische Fundstücke sind darunter, die historisch sehr interessant sind und auch gut aufbereitet wurden. […]"

Rez. von Mechthilde Vahsen in Wir Frauen - Das feministische Blatt. (Heft 1, 2013):
„[…] der Autor, ein ausgewiesener Forscher zu Genderthemen. […] Die Primärtexte werden […] – das ist das Spannende – in den Kontext zur jeweils zeitgenössischen Frauenbewegung gesetzt. Außerdem liest sich die Analyse sehr gut und ist daher für alle interessant, die sich mit Science Fiction von Autorinnen über die reine Lektüre hinaus beschäftigen möchten.“

Rez. von Kerstin Wolff in Ariadne - Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte. (Heft 64, November 2013):
„[…] In diesem Buch gibt es einiges zu entdecken, auch für Menschen die sich in der Literatur von Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts gut auszukennen glauben. […] Es ist spannend und erschreckend zugleich, die von Löchel vorgestellten Texte kennen zu lernen, denn es zeigt sich mehr als deutlich, dass sich nur selten emanzipatorische Tendenzen in den Werken der vorgestellten Schriftstellerinnen finden lassen. […] Alles in allem ein gut zu lesendes Buch […].“


Herausgeberschaften:

Zukunftsbilder. Wie Frauen in dreißig Jahren leben werden – Prognosen und Visionen. Ulrike Helmer Verlag: Königstein im Taunus. 2004. (Zusammen mit Karola Maltry, Barbara Holland-Cunz, Nina Köllhofer und Renate Rausch)

genderzukunft. Zur Transformation feministischer Visionen in der Science Fiction. Ulrike Helmer Verlag: Königstein im Taunus. 2008. (Zusammen mit Barbara Holland-Cunz, Nina Köllhofer, Karola Maltry und Susanne Maurer)


Abhandlungen, Aufsätze und Studien:

Die Zukunft der Zukunftsforschung. Rückblick auf einen fünfjährigen Forschungsprozess. In: Zukunftsbilder, hrsg. v. Maltry u.a. Ulrike Helmer Verlag: Königstein im Taunus 2004. S. 7-18. (Zusammen mit Barbara Holland-Cunz, Nina Köllhofer, Karola Maltry und Renate Rausch)

Zukunftswege von Frauen in Politik und Gesellschaft. Eine Delphie-Studie. In: Zukunftsbilder, hrsg. v. Maltry u.a. Ulrike Helmer Verlag: Königstein im Taunus 2004. S. 19-62. (Zusammen mit Barbara Holland-Cunz, Nina Köllhofer, Karola Maltry und Renate Rausch)

Frauen sind ängstlich, Männer sollen mutig sein. Emotionen und Geschlechterdifferenz bei Immanuel Kant. In: Kant-Studien. Philosophische Zeitschrift der Kant-Gesellschaft. Walter de Gruyter Verlag: Berlin und New York. 97. Jahrgang, Heft 1/2006. S. 50-78.

Männer, Frauen, Neuters. Gender in C. I. Gilmans Halfway Human, M. Atwoods Oryx und Crake sowie in T. Sullivans Maul. In: Genderzukunft, hrsg. v. Holland-Cunz u.a. Ulrike Helmer Verlag: Königstein im Taunus 2008. S. 89-142.

Männer, Frauen und andere Aliens. Gender in Ulrich Horstmanns Science Fiction-Roman Das Glück von OmB’assa. In: Jenseits der Apokalypse. Hinweise zu Ulrich Horstmann, hrsg. v. Frank Müller. Aisthesis Verlag: Bielefeld 2015. S. 105-137.
Rez. (des gesamten Buches) von Till Kinzel in Informationsmittel, digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft:
„[...] Rolf Löchel demonstriert […] in seinem ausführlichen Aufsatz auf instruktive Weise das Scheitern von Horstmanns Roman Das Glück von OmB'assa vor den Theorien der neueren Genderforschung, indem er nämlich dem satirischen Roman nachweist, daß er die traditionellen Geschlechterhierarchien nicht unterwandere, sondern vielmehr bestätige.[...]“

Hekubas Töchter mögen keine Opferschalen. Die Frauenfiguren und Weiblichkeitskonstruktionen in (Anti)Kriegsromanen von Ida Boy-Ed und Clara Viebig. In: Der Krieg und die Frauen. Geschlecht und populäre Literatur im Ersten Weltkrieg, hrsg. v. Aibe-Marlene Gerdes und Michael Fischer, Waxmann Verlag: Münster 2016. S. 73-93.

Fatal ist die Liebe der Mutter, letal die Sehnsucht der Tochter. Mütter und der Generationenkonflikt in literarischer Prosa von Expressionistinnen. In: Expressionistinnen [= Expressionismus, 2. Jg., Heft 4], hrsg. v. Kristin Eichhorn und Johannes S. Lorenzen. Neofelis-Verlag: Berlin 2016. S. 29-41.


Biographische Essays und Würdigungen:

Wer kein Deutscher sein will, soll ihn lesen! Oskar Panizza zum 150. Geburtstag. In: literaturkritik.de. 5. Jg., Nr. 11. LiteraturWissenschaft: Marburg 2003. S. 104-107.
Übersetzung ins Niederländische: Wie geen Duitser wil zijn, moet hem lezen! Over Oskar Panizza bij zijn 150e verjaardag. Auf https://verbodengeschriften.nl/html/over-de-moed-tot-godslastering.html (Online-Publikation)

Frauen – noch immer jenseits der Macht. Marilyn French zum 75. Geburtstag. In: literaturkritik.de. 6. Jg., Nr. 11. LiteraturWissenschaft: Marburg 2004. S. 119-121.

Alles an ihr sprach und lachte und höhnte und trauerte. Irmgard Keun zum 100. Geburtstag. In: literaturkritik.de. 7. Jg., Nr. 2. LiteraturWissenschaft: Marburg 2005. S. 73-76.

Die Zerstörung der Kategorie „Frau“. Die französische Wissenschaftlerin, Literatin und Feministin Monique Wittig wäre am 13.7.2005 70 Jahre alt geworden. In: literaturkritik.de. 7. Jg., Nr. 7. LiteraturWissenschaft: Marburg 2005. S. 81-83.

A Shameless Free Person. Der US-amerikanischen Meisterautorin Marge Piercy zum 70. Geburtstag. In: literaturkritik.de. 8. Jg., Nr. 3. LiteraturWissenschaft: Marburg 2006. S. 180-183.

Hasset die Männer! Vor 150 Jahren wurde die pessimistische Radikalfeministin Helene von Druskowitz geboren. In: literaturkritik.de. 8. Jg., Nr. 5. LiteraturWissenschaft: Marburg 2006. S. 86-91.

Vorkämpferin und Vordenkerin. Hedwig Dohm, Feministin der ersten Stunde, wird zum  175. Geburtstag beschenkt. In: literaturkritik.de. 8. Jg., Nr. 9. LiteraturWissenschaft: Marburg 2006. S. 311-314.
Übersetzung ins Englische: The Avant-Garde's Avant-Garde: Hedwig Dohm. In: Feminist Europa. Review of Books. Vol. 7. Vol. 8.  ddv Verlag: Heidelberg 2007, 2008. S. 44-46. (Trans. Tobe Levin)

Literatur, Frauenemanzipation, Nietzschekult und Antisemitismus. Gabriele Reuter, der Autorin des Erfolgsromans „Aus guter Familie“, zum 150. Geburtstag. In: literaturkritik.de. 11. Jg., Nr. 2. LiteraturWissenschaft: Marburg 2009. S. 213-218.

Fluch dem Krieg! Zum 150. Geburtstag der noch immer weithin als schichte Heimatdichterin verkannten Schriftstellerin Clara Viebig. In: literaturkritik.de. 12. Jg., Nr. 7. LiteraturWissenschaft: Marburg 2010. S. 94-100.

This Land is Ourland, That Land is Herland. Eine Femmage zum 150. Geburtstag der US-amerikanischen Autorin Charlotte Perkins Gilman. In: literaturkritik.de. 12. Jg., Nr. 7. LiteraturWissenschaft: Marburg 2010. S. 106-113.

Eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte. Vor 50 Jahren starb die als bloße Unterhaltungsschriftstellerin unterschätzte Autorin Vicki Baum. In: literaturkritik.de. 12. Jg., Nr. 8. LiteraturWissenschaft: Marburg 2010. S. 182-186.

Die Sprachwandlerin. In: Die Sprachwandlerin – Luise F. Pusch / Zurufe und Einwürfe von Freundinnen und Weggefährtinnen. Wallstein Verlag: Göttingen 2014. S. 78-81.

Eine engagierte Feministin, brillante Wissenschaftlerin und multitalentierte Schriftstellerin. Zum Tod von Silvia Bovenschen. In: literaturkritik.de. 19. Jg., Nr. 11. LiteraturWissenschaft: Marburg 2017.


Beiträge für Lexika:


Die Lemmata Abrichtung; Anthropophobie; Erbauung; Fleiß; Folgsamkeit; Freigeisterei; GehorsamGelehrigkeit; Gelehrsamkeit
GelehrterGenauigkeitGewohnheit; Kindheit; Mutterwitz; Pedanterie; Scharfsinnigkeit; Schule; Übung; Unterricht, Unterweisung (Mitautor); Unwissenheit sowie Zucht (Mitautor) in: Kant-Lexikon, hrsg. v. Georg Mohr, Jürgen Stolzenberg und Marcus Willaschek in Verbindung mit Eckart Förster, Heiner Klemme, Bernd Ludwig, Peter McLaughlin und Eric Watkins. 3 Bde. Walter de Gruyter Verlag: Berlin und New York 2015.

Die Einträge zu Tori Amos, Else Jerusalem und Clara Viebig in der Online-Datenbank FemBio von Luise F. Pusch.


Rezensionen:

Zahlreiche Rezensionen u.a. für Querelles-Net, MEDIENwissenschaft, Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Ariadne - Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Journal - Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Listen sowie Glanz & Elend – Magazin für Literatur und Zeitkritik.


Interviews und Gespräche:

Wir bewohnen einen Hinterhof. Ein Interview mit Ulrich Horstmann. In: literaturkritik.de 1. Jg., Nr. 11. LiteraturWissenschaft: Marburg 1999. S. 19-25.
Wieder abgedruckt in: Ulrich Horstmann: Das Gesamtwerk. Band 1 Essays und Interviews. J. G. Hoof Verlag: Warendorf 2017. S. 451-456.

Immanuel Kant, kein Mann nach der Uhr – Rolf Löchel interviewt Reinhard Brandt. In: literaturkritik.de 6. Jg., Nr. 2. LiteraturWissenschaft: Marburg 2004. S. 17-23.

Das ultimative Symbol weiblicher Unterdrückung. Ein Gespräch mit der Frauenrechtlerin und Islamismuskritikerin Seyran Ates. In: literaturkritik.de 8. Jg., Nr. 3. LiteraturWissenschaft: Marburg 2006. S. 44-53.



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