24.9.-3.10.2017 – Alle Tage

24.9.2017

Da war ich fünfundvierzig:

1988

Alle Tage

Der tägliche Absturz von Gedanken.
Dabei habe. Ich nur jeden Tag einen.

Montag

Der Aufbau der Person.
Baden oder duschen? Die Haare heute oder morgen waschen? Hose oder Rock? Blaue oder schwarze Bluse? Weißes oder schwarzes Hemdchen? Seide oder Baumwolle? Blaue oder schwarze Schuhe? Geschlossene oder offene? Lack für die Zehennägel. Goldener Ring, goldener Armreif, goldene Ohrringe. Vor dem Spiegel mit der Kaffeetasse in der Hand.
Ich nehme die Tasche mit den Büchern und gehe aus dem Haus, in dem ich gestern den Glastisch mit einer Blumenvase zerschlagen und die Geranien bei Einsetzen mit meinen Händen gebrochen habe.
Ich ziehe die Tür hinter mir zu und trete auf.

Dienstag

Ich halte die Frau an der Kasse mit dem weißen rechteckigen Pflaster auf dem linken Auge für mein Spiegelbild. Ich lasse mir von ihr einen Rock einpacken. Als ich später wieder in das Kaufhaus komme, ist sie nicht mehr da.
Hier gibt es keine Spiegel. Nur Kleider.
Das weiße Kleid, das die Schauspielerin als schöne blonde Hexe gestern Abend trug, als sie dreifach getötet wurde: erwürgt, ertränkt und noch erschossen, hängt hier zehnmal unbeschädigt und sauber an der Stange.
Es ist nicht einmal teurer.

Mittwoch

Ich habe den Kauf eines großen Bettes für mich allein lange hinausgeschoben. Heute ist es soweit. Hin und Mit. Das französische, das langgesuchte Bett steht da. Ich lege mich hinein und schaue, die Arme weit ausgebreitet, in den Metallrohrhimmel, träume. Ich bin weggesunken, bis ich erschrocken aufspringe, an die Kasse laufe und bezahle. Ich verabrede die Lieferung des Bettes in mein Zimmer erst für übermorgen, damit genug Zeit bleibt, um ihm Platz zu schaffen. Eine Frau neben mir sagt „Schätzchen“, der Mann neben ihr antwortet „Mäuschen“. Die beiden haben ein Doppelbett ausgesucht. Lieferung jederzeit möglich.

Donnerstag

Mein neues Bett braucht einen Fernsehapparat mit Fernbedienung. Um diesen zu finden, gehe ich in die Geschäfte, die dafür in Frage kommen. Ich sehe dort nur Bilder. Kohl in Frankreich, bunt. Dann ein Spielfilm aus den fünfziger Jahren, schwarz und weiß. Der Jäger von Fall küsst die Frau, die nur einen Sommer tanzte. Sie küssen und küssen und hören damit nicht auf. Ich sehe weg, ins nächste Bild: dasselbe. Und überall dasselbe. Rundherum und fünfzigmal in zwei übereinander nach Größen geordneten Reihen. Kleine Küsse, große Küsse, die mittleren dazwischen. „Aufhören!“ Sage ich, und als das nichts nützt: „Bitte schalten Sie ihn aus.“ Schwarz soll die Scheibe sei, die ich wähle, damit sie auch in mein Zimmer passt.
Denjenigen, den ich gewählt habe, setze ich auf den Beifahrersitz neben mich und schnalle ihn an. Mit ihm stelle ich mein Auto im Schatten ab und fahre es in jede Tiefgarage, damit es ihm nicht zu warm wird, und schließlich vorsichtig auf dem schnellsten Weg nach Hause.

Freitag

Ich sitze mit einer Familie Vater-Mutter-Kind, in der Küche eines Möbelgeschäftes, Abteilung Mitnahmemarkt. Das Kind – ein Mädchen –, das gerade nur laufen kann, wenn es einen der Küchenstühle zu fassen bekommt, lächelt mich, die ich auf der Eckbank hocke, an. Ich lächle zurück. Bis die Frau am Tisch schreit: „Hier isch die Mama!!!“ Es klingt wie Verzweiflung. Sie packt das Kind, setzte es auf ihren Arm und geht. Der Mann ist aufgesprungen, folgt ihr.
Ich werde meine Töchter in eine Küche zum Kaffeetrinken einladen.

Samstag.

Flohmarkt.
Eine Wendeltreppe, die nach oben offen ist unter dem freien blauen Himmel.
Die untere Hälfte einer Schaufensterpuppe, lässig an den Zaun gelehnt. Ohne Geschlecht. Mädchenfigur.
Ein Frauenkopf zwischen Jugendstilgartenstühlen. Blondgelockt und immerwährend lächelnd. Eine Büste ohne Arme. Bevor sie unten aufhört noch eine wohlgeformte Brust.
Fünfzehn Mark kostet ein selbstgehäkelter BH, Rosettenmuster. Ein Notbehelf, erklärt mir eine Frau, als ich ihn in Händen halte, im Krieg und nach dem Krieg, als es nicht gab.
Und schließlich die Kriegsveteranenhose mit einem Bein, auf einem Bügel an die Wand gehängt. Sie flattert im Wind.

Sonntag

Der zweite Salat auf dem Tisch sagt mir, daß die Frau, die ich dort sitzen sehe, schon ein Gegenüber hat.

Ich möchte mein Leben leben
wie eine
die ihr Leben lebt

Heute heißt 2017.
Zum Wählen muss ich in das Haus, in dem meine Konfirmation stattgefunden hat. Das Gemeindehaus ist jetzt ein Ort für unbegleitete Minderjährige.

Noch nie habe ich mir über meine Wahl so viele Gedanken gemacht wie in diesem Jahr. Und dann sitze ich in der Wahlkabine und merke: ich kann nicht anders.
Dasselbe wie immer.
Ich müsste enttäuscht sein, bei so vielen Zweifeln müsste doch etwas anderes herauskommen. Aber ich habe so ein Gefühl von Treue, das hält mich fest.
Als mich meine Tochter fragt, was ich gewählt habe, sage ich mit einem Kopfschütteln: „Ich bin treu.“
Treu oder träge. Oder beides.
Oder immer noch dagegen, dass die Eltern keine Wahl hatten. Es musste der GB/BHE – Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten sein. Die Flüchtlingspartei. Später war es ein Tabu zu sagen, was man gewählt hat. Schließlich waren es geheime Wahlen. Dieses Tabu verletzte meine Mutter, als sie mir – heimlich – erzählte, sie habe zum ersten Mal nicht wie der Vater gewählt, sondern die FDP. Wir waren beide stolz auf diese Emanzipation.
Mein Stolz war es, meinen Vater später, sehr viel später, dazu gebracht zu haben, Brandts Kniefall anzuerkennen, zögernd, aber immerhin.

Ich fahre noch am Elternhaus vorbei, das jetzt das Tochterhaus ist, um auf dem Hof die Walnüsse aufzusammeln. Die Schalen sind nass und machen die Finger schwarz, wenn man die Nüsse daraus pult. Mein Vater begrüßte mich in solchen Zeiten immer mit schwarzen Händen. Dabei lässt sich das Schwarz leicht abwaschen, das überrascht mich. Ich hätte mit ihm die Hände waschen sollen. Noch ein Versäumnis. Erst später, als er schwächer wurde, habe ich angefangen, ihn wieder anzufassen.

Auf dem Foto, das von uns auf dem Hof gemacht worden ist, als wir aus der Kirche kamen, bin ich größer als mein Vater. Meine Mutter ist kleiner als wir beide, sie strahlt zu uns herauf, als wäre sie stolz. Das Auto hinter uns ist nicht mehr der Opel P 4, sondern ein Opel Olympia.
Am Nachmittag stand dann die ganze große Familie an der Hauswand, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen, 40 zähle ich auf dem Bild.

25.9.2017

Das Gefühl für Zukunft wird schwächer, weniger. Weil die Zukunft weniger wird? Meine ganz besondere Zukunft.
Und es gibt die Erinnerung daran, wie es war, eine Zukunft zu haben.
Das ist die melancholische Seite.
Die andere ist die kleine Zukunft der leeren Felder von übermorgen. Die Insel im nächsten Sommer. Ohnesinn im Netz. Weiter nichts.

Am besten gelingen die Dinge, wenn ich nicht merke, dass ich sie mache.
Oder besser: bei denen ich mich nicht entscheide, sie zu tun.
So habe ich heute das Betriebssystem installiert – die Aufgabe, die mir der appleman aufgetragen hat. Bevor diese nicht erledigt ist, brauche ich mich gar nicht wieder zu melden.
Das weiß ich seit zwei Wochen, und quäle mich mit dem Rechner weiter, der für jeden Klick sehr lange braucht oder ganz hängen bleibt. Ich habe mich inzwischen an diese Arbeitsweise gewöhnt: ganz ausschalten und mit dem Fünf-Finger-Griff neu einschalten. Jeden Tag ein paar Mal. Wieder einmal: man gewöhnt sich an alles.
Heute lag neben dem Rechner wie immer in diesen beiden Wochen die Karteikarte: Betriebssystem neu installieren. Da waren die Griffe einfacher, nur drei Finger! Hab sie genommen und schon ging es los und weiter, und Zeit und Zeit und Zeit hat es gebraucht, noch ein paar Schritte, die nicht funktionierten, dafür andere, und irgendwann war es fertig.

26.9.2017

Da war ich stolz. Fand mich gut.
Dann sehe ich die Telekom-Rechnung. Über 100 € zu viel. Das geht nicht. Jetzt muss ich die Rechnung aufmachen.
Durch meinen frischen Erfolg ermutigt, klicke ich ins Kundencenter. Sackgasse, Loopings, stundenlang. Also wieder Telefon. Ich werde  weitergegeben, ein Rückruf wird versprochen, der nicht kommt. Heute morgen dasselbe nochmal. Allmählich zieht Ärger auf. Damit scheint es zu gehen.
„Jetzt will ich keinen online-Zugang mehr, ich brauche jemanden, der mir die Rechnung erklärt!“ So sag ich’s.
Und auf einmal geht es wie früher: eine freundliche Mitarbeiterin liest mir die Rechnung vor, ich schreibe mit, frage nach, korrigiere, widerspreche – „Fehlerbehebung“ für 80 € – das hat es ja noch nie gegeben! Es war nicht das erste Mal, dass ein Baum Schaden angerichtet hat.
Sie stimmt zu: war ja nicht mein Verschulden. Ich kriege alles, was ich will, und das noch auf Papier. Ich staune schon wieder.
War ich doch schon auf dem Weg in die Schmollecke. Habe doch mit Schwung an ohnesinn gehen wollen.

In dieser Weise mit mir selbst vertraut gemacht (von wem hab ich das nun wieder geklaut?) sehe ich dem Steuerberatertermin morgen ganz ruhig entgegen.
Hole einen kleinen, dreißig Jahre alten Text zu diesem Thema hervor, und kann mir freundlich zulächeln: das war einmal.

            1997

Überzeugungsarbeit

Ich liebe meinen Steuerberater. Ihm ist es ganz egal, ob ich mein Geld verdient oder unverdient verdiene. Heute  hat er mich um neun Uhr angerufen und gesagt, dass er sich freue, mich zu erreichen. Ich sage ihm, ich mich auch, so gleich beim ersten Mal. Er fragt mich, ob es gerade möglich wäre, mir zur Erklärung meiner Steuern ein paar Fragen zu stellen, was er sofort auf mein Ja-selbstverständlich hin auch tut. Ich antworte mit ja und ja und nein und auch einmal Ich-weiß-es-nicht. Da rät er mir nachzusehen, wenn es möglich wäre. Was heißt möglich, wo. Diese Frage hat er schon in meinem Kopf gehört und meint, wenn es nicht möglich wäre – was denkt der von mir – dann sei es auch nicht schlimm. Nicht schlimm. Ich sage, dass ich es versuchen würde, ich hätte da auch schon eine Idee. Und wenn ich die Hausaufgabe gemacht habe, würde ich ihn anrufen. Es habe keine Eile. Ja, es ist Freitag, Gottseidank. Dann weiß ich noch Quadratmeter zu nennen, zu meinen Gunsten, was ihn – schon wieder! – freut. Er verabschiedet sich mit einem Danke – auch das noch –, ich mich auch.
Ich strecke mich in meinem Bett, ziehe die Decke wieder über meine Schultern und denke: So wäre ich für diesen Mann eine erwachsene Frau.

Es ist immer noch derselbe Steuerberater, den ich morgen sehe. Jedes Jahr erwarte ich, dass er mich weiterschickt, schließlich ist er mindestens so alt wie ich.
Sein Zeitfenster wird jedes Jahr kleiner, jetzt ist er nur noch einen Tag in der Woche im Büro seines Kollegen. Da hat er Zeit für mich. Morgen.

27.9.2017

Büro.
Das war mein Vormittag. Jetzt ist es 12.50. Die vom Steuerberater aufgegebenen Hausaufgaben sind gemacht, die Papiere verräumt, im Rechner habe ich der Organisation einen Punkt mit drei Unterpunkten eingerichtet. Ein paar Telefonate und Überweisungen – Mahamane braucht Geld für den Schulanfang. Also funktionieren die Schulen wieder. Das wäre die gute Nachricht. Und dass ihm der Händler keinen Kredit mehr gegen will. Gut oder schlecht?

Gute Nachricht: der Mais ist weg! Die Felder sind frei, der Horizont vor meinem Land ist wieder offen. Als die schweren Maschinen abgezogen waren, bin ich mit dem Hund hinausgegangen und er machte genau das, wonach mir auch war: rannte los bis hinauf zum Horizont, kehrte um und raste mit dem gleichen Tempo zurück, dann über die Wiese, überkugelt sich – ein Purzelbaum! – und rast noch einmal los. Dann wirft er sich mit hängender Zunge ins Gras, und wir lachen und lachen und lachen.

Zum Überkugeln gehört Kafkas Affe von der Goldküste: Meine Affennatur raste, sich überkugelnd, aus mir hinaus und weg.
Denn: Man lernt, wenn man muss….Ich hatte keinen anderen Weg, immer vorausgesetzt, dass nicht die Freiheit zu wählen war.
Und wo bleibt unsere Menschennatur?
Wir haben die Freiheit, vom Weg abzukommen. Bis das Stoppelfeld umgepflügt ist. Vielleicht schon morgen.

28.9.2017

Telekom, Kabel, Stadtwerke, Sperrmüll, nochmal Telekom, zweimal schicke ich mich in die Stadt. Und die vorgeschriebenen Rauchmelder.
Als ich hierher zurückkomme, möchte ich nichts mehr hören und sehen. Muss das alles wirklich sein?
Wenn ich alles verschenken würde, was mir in meinem Leben Sicherheit gibt, müsste ich alle drei Jahre beweisen, dass ich nichts mehr habe. Sagt der Steuerberater, der mich wieder durch die Euros und Cents treibt. Ganz wichtig: keine geraden Zahlen bei Abrechnungen, sonst fängt das Finanzamt an zu suchen.

Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel. Das bestellte Buch kommt gerade zur rechten Zeit. Vielleicht hilft es mir weiter.

Warum hüpfen die Stare um die Kobel herum und immer wieder hinein und wieder heraus?
Weil sie das immer tun, bevor sie fortfliegen. Da kehren die ganzen Familien noch einmal zu ihren Häusern zurück. Das weiß der Nachbar, der diese Häuser seit 50 Jahren sauber macht und repariert. Er ist jetzt 90 und macht es noch immer, auch wenn er fast nichts mehr sieht.

29.9.2017

Nebel hat den Wald verschleiert und über den Feldern den Horizont genommen. Wir laufen auf ihn zu, er kommt nicht näher, lässt uns nicht durch. Rundherum steht er wie eine Wand.
Drei Rehe laufen vor uns weg, verschwinden einfach. Yalla schaut nur, man konnte sie kaum erkennen. Als ich einen blassen Hasen sehe, nehme ich sie an die Leine, bevor sie ihn erkennt. Dann wäre sie weg und ihm hinterher, bis sie merken würde, dass sie wieder keine Chance hat.
Als wir heimkommen, ist die Sonne da. Es wird wieder warm, es sind geschenkte Sommertage.
Trotzdem schaue ich nach einer Kaninchenfelldecke, die mich fast den ganzen Winter draußen schlafen lassen könnte.
Habe lange über diese Entscheidung nachgedacht – würde ich immer an die Tiere denken müssen?
Ja, bestimmt – aber ich werde ihnen dafür danken, dass sie mir die Wärme und die Nächte draußen schenken. Auch in der Kälte unter freiem Himmel. Ich danke ihnen für ihr Leben.
Und hoffe, dass ich ruhig schlafen kann.

30.9.2017

Lucie in Wartenburg- Barcewo habe ich schon lange nicht mehr angerufen. Es immer wieder vor mir her geschoben. Ich fürchte mich vor den Sekunden, die zwischen dem Läuten und dem Abheben vergehen. Auch wenn es nur Sekunden sind, läuft der Gedanke immer wieder ab: wird sie noch abheben? Und wenn nicht, wie lange lasse ich es läuten? So war es, wenn ich zu meinem Vater kam, als er nach Muttis Tod allein lebte. „Das Alleinsein, das hat der Teufel gesehn!“ Trotzdem ließ er nur mich und meine Töchter in seine Wohnung, fremde Gesichter konnte er sich nicht mehr merken, schickte sie weg: „Was wollen Sie, ich kenne Sie nicht!“ So blieb nur ich und „was mach ich, wenn er nicht mehr aufmacht?“.

Luzie ist lebhafter als bei unserem letzten Gespräch. Sie erzählt, dass es ihr gerade besser geht, und sie ist froh, dass sie wieder essen und sich ihre Stullen selber machen kann. Und dass sie nicht in ein Heim muss, sondern in ihrer Wohnung bleiben kann. Hilfe kommt morgens und abends, mittags bringen die Patres aus dem Kloster nebenan das Essen.
Sie kann machen, was sie will: „Willst lesen, kannst lesen, willst beten, kannst beten…“
Und das Wetter ist in Barcewo auch gerade sehr schön.

1.10.2017

Die Birken haben über Nacht goldene Strähnen bekommen. Und Orange und Rot fangen an. Die Blätter blühen.

2.10.2017

Warum mein Handy nach einem Sturz von 30 cm auf Holzboden nicht mehr funktioniert, verstehe ich nicht. Sonst hat ihm das doch auch nicht ausgemacht. Aber jetzt ist es so.
Ich will nicht wegen eines Handys in die Stadt fahren, also mache ich die Rolle rückwärts: da waren doch noch… drei Nokiamodelle, die ich immer von meiner Tochter übernommen habe, wenn die wieder einen Fortschritt gemacht hat.
Das letzte, das noch funktioniert, kann die SIM-Karte bis Mai 2005 lesen. Erinnerungswerte.

Es gibt Tage, die sind dazu da, sie hinter sich zu lassen. Ohne warum und weshalb.
Eine Erleichterung, dieser Gedanke. Er ist nicht neu. Ich muss ihn nur mal wieder vergessen haben.

3.10.2017

Die Einheit und einmal wieder Die Flucht. Der Film. Ostpreußen Winter 45. Ich kann ihn nicht abschalten, obwohl ich ihn schon mehrmals gesehen habe. Das war Zuhause. Die kahlen Alleen ziehen sich durch das Weiß. Darauf eine schwarze Kette von Wagen, Tieren, Menschen.
Wir waren nicht dabei, weil die Russen schon im Oktober einmal unsere Stadt eingenommen haben. Da sind wir weg.