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Viktor Schklowskij: Sentimentale Reise.
Bereichert mit Anmerkungen und einem Nachwort von Anselm Bühling.
Übersetzt aus dem Russischen von Olga Radetzkaja.
AB - Die andere Bibliothek, Berlin 2017.
491 Seiten, 42,00 EUR.
ISBN-13: 9783847703907

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Klappentext des Verlages

Viktor Schklowskijs Sentimentale Reise durch die Schreckensjahre 1917–1922 ist ganz und gar unsentimental – das „anatomische Präparat“ nicht nur eines Zeitzeugen, sondern eines aktiv Handelnden. Schklowskij, ein Soldat, stellte sich im Februar 1917 mit seiner Einheit auf die Seite der Revolution und war in der Zeit der provisorischen Regierung Armeekommissar an der galizischen Front und später in Persien. Im Petrograd nach der Oktoberrevolution begründete er zwischen 1919–1922 eine „neue Richtung der Literaturwissenschaft“, lehrte als Professor am Institut für Kunstgeschichte, spielte eine führende Rolle im literarischen Leben der roten Stadt, um dann im Bürgerkrieg gegen die Weißen zu kämpfen, aber über die zugefrorene Ostsee nach Finnland und schließlich nach Berlin zu fliehen, als ihm wegen „konterrevolutionärer Umtriebe“ die Haft drohte.
1923 kehrte er nach Moskau zurück, überlebte den Stalinismus und arbeitete als Literatur-, Theater- und Filmkritiker und -theoretiker, Drehbuchautor und Essayist und wurde in Deutschland mit dem in viele Sprachen veröffentlichten Buch Zoo oder Briefe nicht über die Liebe (erstmals 1965 übersetzt) bekannt – seine theoretischen Abhandlungen sind jedem Literaturstudenten ein Begriff. 1984 starb Schklowskij 91-jährig in Moskau.

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