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Bastian Spangenberg: Zweigs Andere. Darstellungen und Konstruktionen von Fremdheit.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2023.
292 Seiten, 44,00 EUR.
ISBN-13: 9783826083518

Rezensionen von literaturkritik.de

Stereotype Konstrukte von ethnischer Alterität bei Stefan Zweig
Bastian Spangenberg fordert in „Zweigs Andere“ eine kritische Neulektüre der Schriften Zweigs
Von Horst Schmidt
Ausgabe 09-2024

Rezensionen unserer Online-Abonnenten

Andere Rezensionen

Als
einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache zieht Stefan
Zweig Leserinnen und Leser seit einem Jahrhundert in seinen Bann. Der
habsburgische Wiener, der später in Bath und Petrópolis gelebt und nach
Algier, Gwalior und New York gereist ist, wurde von Joseph Roth, Jules
Romains und Romain Rolland als Kosmopolit und großer Europäer gefeiert.
Ein Bild, welches sich in der Literaturwissenschaft und bei der
Leserschaft weitgehend festgesetzt hat und nicht selten unkritisch
übernommen wurde. Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren die
›Belle Époque‹ und zugleich ein imperiales Zeitalter: Kolonialismus,
Eurozentrismus und Rassismus waren in Europa weit verbreitet.
Europäertum inkludierte damals daher nicht nur die Schönen Künste,
Literatur und Reiselust, sondern auch die Akzeptanz oder Perpetuierung
der Schattenseiten europäischer Weltreiche. So finden sich auch in
Zweigs Werk konfliktive und stereotype Darstellungen von Fremden. Das
vorliegende Buch ist folglich als Addendum zu verstehen, als
Corrigendum, einer zu einseitigen Wahrnehmung von einem nach wie vor
wirkmächtigen Autoren mit hohem literarischem Kredit. In der
postkolonialistischen Tradition Edward Saids und Tzvetan Todorovs wird
dafür geworben, ein ganzheitlicheres Bild eines großen Schriftstellers
zu ermöglichen.

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Klappentext des Verlages

Als einer der meistgelesenen Schriftsteller
deutscher Sprache zieht Stefan Zweig Leserinnen und Leser seit einem
Jahrhundert in seinen Bann. Der habsburgische Wiener, der später in Bath
und Petrópolis gelebt und nach Algier, Gwalior und New York gereist
ist, wurde von Joseph Roth, Jules Romains und Romain Rolland als
Kosmopolit und großer Europäer gefeiert. Ein Bild, welches sich in der
Literaturwissenschaft und bei der Leserschaft weitgehend festgesetzt hat
und nicht selten unkritisch übernommen wurde. Die ersten Jahrzehnte des
20. Jahrhunderts waren die ›Belle Époque‹ und zugleich ein imperiales
Zeitalter: Kolonialismus, Eurozentrismus und Rassismus waren in Europa
weit verbreitet. Europäertum inkludierte damals daher nicht nur die
Schönen Künste, Literatur und Reiselust, sondern auch die Akzeptanz oder
Perpetuierung der Schattenseiten europäischer Weltreiche. So finden
sich auch in Zweigs Werk konfliktive und stereotype Darstellungen von
Fremden. Das vorliegende Buch ist folglich als Addendum zu verstehen,
als Corrigendum, einer zu einseitigen Wahrnehmung von einem nach wie vor
wirkmächtigen Autor mit hohem literarischem Kredit. In der
postkolonialistischen Tradition Edward Saids und Tzvetan Todorovs wird
dafür geworben, ein ganzheitlicheres Bild eines großen Schriftstellers
zu ermöglichen.

Leseprobe vom Verlag

Eine Leseprobe findet sich im „Blick ins Buch“ unter https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826083518-zweigs-andere/

Informationen über den Autor

Informationen über Bastian Spangenberg in unserem Online-Lexikon

Dr. Bastian Spangenberg war nach seiner Promotion
in Literaturwissenschaften (Sorbonne) an der Vertretung der
Europäischen Kommission in Frankreich tätig. Seit 2021 arbeitet er als
Diplomat im höheren Auswärtigen Dienst.

 

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