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Maschinen verstehen
Im Dialog mit einem Chatbot erforscht Hans Jürgen Heringer in „KI und Menschen“ dessen Kapazitäten in Sachen Deutung, Witz und Wertung – und zeigt, warum wir Künstliche Intelligenz nicht zu ernst nehmen sollten
Von Lucas Alt
Ausgabe 02-2024
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Klappentext des Verlages
Die KI ist in aller Munde ‒
und in den Köpfen? Wie menschlich ist die KI? Und vor allem: In welchem
Sinne? Hier wird sie im Dialog mit einem Altmeister der Sprachkritik
vorgeführt.
Es geht um Menschen und ums Menschsein. Geboten werden der KI kurze
Sprüche, Aphorismen und Sprichwörter. Sie liefert dazu hochintelligente
Interpretationen. Dahinter steckt ein immenses Korpus, aus dem die
Antworttexte generiert werden. Algorithmisch generiert werden – wie es
so schön verhüllend heißt. Der Antworttext ist im Prinzip perfektes
Deutsch und dann noch in gehobenem Stil. Man könnte ihn als
Psychoratgeber für sich publizieren. Die entscheidende Frage: Was wird
aus dem Korpus selegiert und gibt es dafür öffentliche, haltbare und
kritisierbare Kriterien? Alles unter dem Schleier des Unwissens.
Ziemlich lächerlich sind zum Teil die normativen Beteuerungen wie: ›Ich
als Ihr AI-Assistent denke wertneutral.‹ Ok, denken tut er ja sowieso
nicht. Amoralisches sagt sie uns nie. Behauptet sie wenigstens.
Ja, und in dem Zusammenhang natürlich all die Wörter, die sie überhaupt
nicht mag, die wenn sie in der Frage einfach nur vorkommen, keiner
Antwort würdig sind. Wer bitte macht die Liste? Und wieso? Und welche
Kriterien? Diese KI ist technisch absolut zu bewundern. Aber leider
schlimm ideologisch.
Leseprobe vom Verlag
Eine Leseprobe finden Sie unter „Blick ins Buch“ auf der Verlags-Homepage: https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826081996-ki-und-menschen/
Informationen über den Autor
Informationen über Hans Jürgen Heringer in unserem Online-Lexikon
Hans Jürgen Heringer ist Professor für Linguistik
und Interkulturelle Kommunikation.Er lehrte an verschiedenen
Universitäten (unter anderem Heidelberg, Tübingen, Augsburg, Barcelona,
Sorbonne). 1989 bekam er den Konrad-Duden-Preis.





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