2. Divane in Goethes „Divan“
Das persische Wort „divan“, das von dem arabischen Wort „diwan“ abstammt, bedeutet ursprünglich schreiben und von daher Gedichtsammlung, es bedeutet aber auch Amtszimmer, den Ort, in dem die Ratsherren sich versammeln, und von daher Ratsversammlung oder Staatsrat. Es bedeutet schließlich, so auch in Deutschland, Sofa. Haben die Ratsherren sich versammelt, so setzen sie sich auf die Sofas, die vor den Wänden des Amtszimmers stehen, und beraten sich.
Goethe stellt im Prosateil seines Divans dem östlichen Rat, dem Reichsrat des persischen Despoten Mahmud von Gasna, den „Geheimen Rat“ des Herzogs Carl August in Weimar gegenüber, dem er selbst viele Jahre angehört hat, und er vergleicht die östlichen Ratsherren mit sich selbst:
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