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Titelbild

Lea Sauer: Stadt in Bewegung. Flanerie und Subjektivität im Gegenwartsroman.
Königshausen & Neumann, Würzburg 2024.
333 Seiten, 38,00 EUR.
ISBN-13: 9783826079177

Rezensionen von literaturkritik.de

Gewendete Körper, gewendete Räume
In „Stadt in Bewegung“ analysiert Lea Sauer Flanerie und Subjektivität im Gegenwartsroman
Von Vanessa Franke
Ausgabe 11-2024

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Andere Rezensionen

Der Flaneur gilt auch heute noch als Leser des Urbanen und Kommentator des
großstädtischen Lebens. Bereits in den Schriften von Walter Benjamin ist
der Flaneur jedoch nicht bloß der Zeichenleser, der die
Großstadterfahrung in die Literatur überführt, sondern auch die
Inkarnation des modernen, urbanen Subjekts. In postmodernen Megacities,
Metropolregionen und urbanen Ballungsräumen gewinnt die Frage nach dem
identitätsstiftenden Potential des Raumes erneut an Gewicht. Dies macht
eine Bestandsaufnahme nötig: Welche Subjektvorstellungen finden in
gegenwärtigen Flaneurliteraturen ihre Darstellung? Die vorliegende
Studie zeigt, dass das postmoderne urbane Subjekt in zeitgenössischen
literarischen Flanerien als hybride Konstruktion inszeniert wird, der
nur momentweise nachgespürt und die nur in der Schrift festgehalten
werden kann. Nicht selten steht dabei ein Spiel mit autofiktionalen
Schreibweisen im Zentrum, das nicht nur die Unmittelbarkeit und
Authentizität der urbanen Wahrnehmung unterstreicht, sondern auch die
zentrale Frage aufwirft, die der Flaneurliteratur seit jeher zugrunde
liegt: Wie lässt sich Identität in Stadträumen erfahren und
(be-)schreiben, in denen Flüchtigkeit, Beschleunigung und
Unübersichtlichkeit vorherrschend sind?
 





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Klappentext des Verlages

Der Flaneur gilt auch heute noch als Leser des
Urbanen und Kommentator des großstädtischen Lebens. Bereits in den
Schriften von Walter Benjamin ist der Flaneur jedoch nicht bloß der
Zeichenleser, der die Großstadterfahrung in die Literatur überführt,
sondern auch die Inkarnation des modernen, urbanen Subjekts. In
postmodernen Megacities, Metropolregionen und urbanen Ballungsräumen
gewinnt die Frage nach dem identitätsstiftenden Potential des Raumes
erneut an Gewicht. Dies macht eine Bestandsaufnahme nötig: Welche
Subjektvorstellungen finden in gegenwärtigen Flaneurliteraturen ihre
Darstellung? Die vorliegende Studie zeigt, dass das postmoderne urbane
Subjekt in zeitgenössischen literarischen Flanerien als hybride
Konstruktion inszeniert wird, der nur momentweise nachgespürt und die
nur in der Schrift festgehalten werden kann. Nicht selten steht dabei
ein Spiel mit autofiktionalen Schreibweisen im Zentrum, das nicht nur
die Unmittelbarkeit und Authentizität der urbanen Wahrnehmung
unterstreicht, sondern auch die zentrale Frage aufwirft, die der
Flaneurliteratur seit jeher zugrunde liegt: Wie lässt sich Identität in
Stadträumen erfahren und (be-)schreiben, in denen Flüchtigkeit,
Beschleunigung und Unübersichtlichkeit vorherrschend sind?

Leseprobe vom Verlag

Eine Leseprobe findet sich im „Blick ins Buch“ unter https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826079177-stadt-in-bewegung/

Informationen über den Autor

Informationen über Lea Sauer in unserem Online-Lexikon

Lea Katinka Sauer studierte Germanistik und
Romanistik an der Universität Siegen sowie Literarisches Schreiben am
Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Promotion im  Rahmen einer
Cotutelle an der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität in Landau
und der Université Polytechnique Hauts-de-France. Sie arbeitet als
wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich der französischen
Literaturwissenschaft an der RPTU in Landau und als freie Autorin.

 

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