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Autoren : Kunze, Reiner

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Reiner Kunze, geb. am 16. August 1933 in Oelsnitz/Erzgebirge, studierte nach dem Abitur Philosophie und Journalistik in Leipzig. Von 1955 bis 1959 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen Fakultät der Leipziger Karl-Marx-Universität. Politische Gründe veranlassten ihn 1959 dazu, ohne Fertigstellung seiner Promotionsarbeit die Universitätsstelle zu kündigen. Nach ersten Gedichtveröffentlichungen 1953 in der Zeitschrift "Neue Deutsche Literatur" (Ostberlin) und dem Lyrikdebüt Vögel über dem Tau (Halle 1959) ließ er sich 1962 als freischaffender Schriftsteller in der ostthüringischen Stadt Greiz nieder.
Im April 1977 siedelte Kunze mit seiner Familie in die Bundesrepublik über und lebt seitdem in Obernzell-Erlau bei Passau. Er ist seit 1961 in zweiter Ehe verheiratet und Vater einer Tochter.
Kunze gilt als einer der herausragenden deutschsprachigen Lyriker der Gegenwart. Für sein umfangreiches Werk - zu dem außer Lyrik- und Prosabänden noch essayistische Arbeiten, Kinderbücher (Gedichte und Erzählungen), Nachdichtungen sowie Reden und Vorträge zählen - wurde er vielfach geehrt. So erhielt er nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland u.a. den Georg-Büchner-Preis (1977), den Georg-Trakl-Preis für Lyrik (1977), den Geschwister-Scholl-Preis (1981), den Weilheimer Literaturpreis (1997), den Friedrich-Hölderlin-Preis (1999), den Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung (2002) und den Thüringer Literaturpreis (2009).
Seit 2007 vergibt seine Geburtsstadt Oelsnitz im Erzgebirge alle zwei Jahre den Reiner-Kunze-Preis an Autoren, die "Poesie als Widerstand" begreifen. Kunzes Werke wurden in dreißig Sprachen übersetzt. Die 2006 ins Leben gerufene Stiftung, in die das Ehepaar sein Vermögen einbrachte, beabsichtigt, das Wohnhaus des Schriftstellers nach seinem und seiner Frau Tod in ein Museum zum besseren Verständnis der jüngeren deutschen Geschichte umzuwandeln.


Angaben nach der Homepage, Wikipedia und dem S. Fischer Verlag, August 2018

D.J.


Artikel über Kunze in literaturkritik.de:

Gedichte sind schlauer als ihre Verfasser – ohne sie aber gäbe es sie nicht.
Nach zehn Jahren sind mit „die stunde mit dir selbst“ neue lyrische Texte von Reiner Kunze erschienen, eine Art Vermächtnis des vor Kurzem 85 Jahre alt Gewordenen
Von Dietmar Jacobsen
Ausgabe 09-2018

Das Absurde und die Liebe.
Sprache und Politik, das Leben und die Literatur: Reiner Kunze plädiert in Reden und Ansprachen für ein vitalistisches Wahrnehmen der Wirklichkeit
Von Volker Strebel
Ausgabe 01-2006

Beim Zuhören durch ein Leben spaziert.
Über Rainer Kunzes "gedichte aus 40 jahren"
Von Sabine Klomfaß
Ausgabe 08-2001




Aktualisiert am 2018-08-20 09:55:26
 
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