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Autoren : Marek, Franz

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Franz Marek, geb. am 18. April 1913 in Przemyśl unter dem Namen Ephraim Feuerlicht, ist am 28. Juni 1979 im österreichischen Neukirchen(Altmünster) gestorben und ein kommunistischer Politiker und Publizist gewesen.
In früher Jugend wurde der Autor Anhänger eines linken Zionismus, dann trat in die Kommunistische Partei Österreichs(KPÖ) ein. Er widersetzte sich aktiv den deutschen Nationalsozialisten zunächst im besetzten Österreich, später in Frankreich. Danach folgte eine Verhaftung durch die Gestapo. Der Vollstreckung eines Todesurteils entging er durch Zufall.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs engagierte sich Franz Marek in Österreich für die KPÖ, deren theoretisches Organ „Weg und Ziel“ er seit 1946 für Jahrzehnte leitete. Er entwickelte zunehmend Sympathien für den von Palmiro Togliatti proklamierten Polyzentrismus der kommunistischen Bewegung, die im Zuge der sowjetischen Entstalinisierung nach 1956 entwickelt wurde.
Mareks eindeutiges Bekenntnis zum tschechoslowakischen Reformkurs des „Prager Frühlings“ unter Alexander Dubček führte 1970 zu seinem Ausschluß aus der KPÖ. Als Leiter der linken Zeitschrift „Wiener Tagebuch“ unterstützte Franz Marek den sich entwickelnden Eurokommunismus sowie linke Dissidenten in den Ländern des „real existierenden Sozialismus“.
1975 heiratete er die Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi.

Angaben nach: Franz Marek „Lenin: Der Lehrer der Revolution“. Zum 80. Jahrestag seiner Geburt am 22. April 1950, Wien 1950.
Franz Marek „Philosophie der Weltrevolution“, Frankfurt/Main 1966.

Ernst Fischer (zus. Mit Franz Marek) „Was Marx wirklich sagte“, Wien, München 1968.

Ernst Fischer (zus. Mit Franz Marek) „Was Lenin wirklich sagte“, Wien, München 1969.

Franz Marek „Was Stalin wirklich sagte“, Wien, München 1970.

Barbara Coudenhove-Kalergi „Zuhause ist überall“, Wien 2013.

Franz Marek „Beruf und Berufung Kommunist“. Lebenserinnerungen und Schlüsseltexte, (Herausgegeben von Maximilian Graf und Sarah Knoll), Wien 2017

V. S.

Artikel über Marek in literaturkritik.de:

Verräter, Klassenfeind, Revisionist.
In seinen Erinnerungen zeichnet der österreichische Antifaschist und Kommunist Franz Marek (1913–1979) seinen Weg vom Stalinismus hin zu einem undogmatischen europäischen Sozialismus nach
Von Volker Strebel
Ausgabe 05-2019




Aktualisiert am 2019-04-18 10:24:15
 
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