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Dmitri Sergeevitsch Mereschkowski, geb. 1865, war ein russischer Dichter, Schriftsteller, Literaturkritiker, Übersetzer und Religionsphilosoph aus St. Petersburg. Zusammen mit seiner Frau, der Dichterin Sinaida Nikolaewna Gippius, mit der er 52 Jahre lang lebte, wurde er zum Wegbereiter des russischen Symbolismus und 1901 zum Begründer der Religiös-Philosophischen Versammlung, einer Bewegung zur Erneuerung des Glaubens. Letztere wurde 1903 durch den Heiligen Synod der russisch-orthodoxen Kirche verboten. Mereschkowski gründete trotzdem bereits 1907 die Religiös-Philosophische Gesellschaft. Seine Suche nach einem neuen religiösen Bewusstsein und nach einem neuen Glauben schlug sich auch in einer Reihe monumentaler historischer Romane nieder, z.B. in der Trilogie „Christ und Antichrist“ (1895-1905) und später in der Trilogie „Das Reich der Bestie“ (1908-1918). Sehr einflussreich war auch seine Schrift „Der Anmarsch des Pöbels“ (1906, dt. 1907). Nach mehreren Reisen bzw. längeren Aufenthalten in Paris wanderte er im Jahre 1920 aus Russland aus und ließ sich endgültig in Paris nieder. Mereschkowski setzte sich in vielen Publikationen äußerst kritisch mit dem Bolschewismus auseinander und setzte Hoffnungen in Mussolini und Hitler, die die Welt vom Kommunismus befreien sollten. 1934 begann Mereschkowski mit der Arbeit an einem Buch über Mussolini, das er jedoch nicht beendete. Im Jahre 1939 begrüßte er in einem Radioauftritt Adolf Hitler, ihn mit Jeanne d’Arc vergleichend, woraufhin er in Emigrantenkreisen boykottiert wurde. Seine Nominierung für den Nobelpreis 1930 blieb ebenfalls erfolglos. Mereschkowski starb 1941 in tiefem Elend in Paris an einer Hirnblutung. Angaben nach Wikipedia, April 2019 G. H. Artikel über Mereschkowski in literaturkritik.de: „Ecce Deus – Ecce Homo“ oder von der Unumgänglichkeit des Fliegens. | ||||||||
| Aktualisiert am 2019-04-18 10:44:47 | ||||||||
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Mereschkowski, Dmitri Sergeevitsch
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