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Autoren : Okudschawa, Bulat

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Bulat Okudschawa (09. Mai 1924 – 12. Juni 1997) war ein russischer Liedermacher, Dichter und Schriftsteller. Als Sohn eines georgischen Vaters und einer armenischen Mutter wurde er in Moskau geboren und verbrachte seine Kindheit im traditionellen Altstadtviertel Arbat.
Als junger Mann nahm Okudschawa freiwillig als Soldat der Roten Armee am Zweiten Weltkrieg teil und wurde verwundet. Der Schmerz und die Trauer des Erlebten prägten ihn zeitlebens.

Bereits während seines Studiums nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erste Verse, die bald von der Gitarre begleitet als Lieder im kleinen Kreis dargeboten wurden. Okudschawas Lieder erreichten während der Jahre des sogenannten „Tauwetters“ nach Stalins Tod bald große Berühmtheit. Vor allem in den Sechziger Jahren wurden sie auf privaten Mitschnitten („Tonbandliteratur“) im ganzen Land verbreitet.

Als er in schwieriger werdenden kulturpolitischen Jahren in der Sowjetunion nicht mehr als Chansonnier auftreten durfte, verlegte sich Bulat Okudschawa auf das Schreiben vornehmlich historischer Romane, welche auch in fremde Sprachen übersetzt wurden. Dabei erschienen deutsche Übersetzungen sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland. Während der Öffnungsphase von Michail Gorbatschows Politik der „Perestroika“(Umbau) und „Glasnost“(Öffnung) gehörte Okudschawa zu jenen glaubwürdigen Zeitzeugen, die sich durch ihren entschiedenen Einsatz gegen den Stalinismus und dessen Erben in der Sowjetunion auszeichneten.


Angaben nach Lukas Verlag und Planet Lyrik, Juni 2024

Artikel über Okudschawa in literaturkritik.de:

Aufrichtigkeit und Melancholie.
Zum 100. Geburtstag des Dichters und Sängers Bulat Okudschawa (1924-1997) legt Ekkehard Maaß eine liebevoll aufgemachte Freundesgabe vor
Von Volker Strebel
Ausgabe 07-2024





Aktualisiert am 2024-07-09 09:08:20
 
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