Immer schneller, nimmer ausführlicher?

Zum (vermeintlichen) Wandel journalistischer Qualität

Von Pascal SchneidersRSS-Newsfeed neuer Artikel von Pascal Schneiders

Zugegeben: Wenn ich an journalistische Texte denke, bin ich gewillt, in den Chor der Leidklagenden und Kulturpessimisten einzustimmen: Journalismus ist nicht mehr das, was er mal war, und das nicht zum Besseren. Schuld ist das Internet. Doch so einfach ist das nicht. Es gibt Kontinuitäten und Dynamiken, auch was Form und inhaltliche Qualität betrifft. Dementsprechend appelliert dieser Beitrag für eine differenziertere Debatte.

Wovon sprechen wir überhaupt?

Oft sind es die elementaren Begriffe, die in Alltagsdebatten keiner Erläuterung bedürfen, weil jeder zu wissen glaubt, was gemeint ist, die am schwierigsten zu definieren sind. So verhält es sich wohl auch mit dem Qualitätsbegriff. Obwohl er seit Anbeginn der professionellen Presse in öffentlichen Diskussionen als Indikator für den Zustand des Journalismus herangezogen wird, fehlt ein einheitliches Verständnis.

Der wissenschaftlich-normative Qualitätsbegriff, ob nun funktional-systemorientiert, demokratietheoretisch-normativ oder publikumsorientiert hergeleitet, stellt vor allem auf folgende Dimensionen ab: Aktualität, Objektivität (im Sinne von Unparteilichkeit, Neutralität und Ausgewogenheit), Glaubwürdigkeit, individuelle wie kollektive Relevanz, Sachgerechtigkeit (darunter Richtigkeit, Originalität in Form von u.a. Eigenrecherche und Exklusivität, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit), Transparenz, Vermittlung (wozu Verständlichkeit und Unterhaltsamkeit zählen) und Vielfalt. Ich möchte kurz auf inhaltliche Vielfalt, Relevanz und Professionalität als nach Schatz und Schulz (1992) zentrale Qualitätskriterien eingehen.

1.)    Inhaltliche Vielfalt lässt sich an Merkmalen wie Verschiedenartigkeit von Meinungen und Sichtweisen sowie von Interessen-, Personen- und Themendarstellungen festmachen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Aufgabe von Journalismus, nämlich Meinungsbildungsprozesse zu ermöglichen und an ihnen mitzuwirken. Schatz und Schulz (1992) als zwei die Qualitätsforschung im deutschsprachigen Raum prägende Forscher unterteilen die inhaltliche Vielfalt wiederum in vier Subdimensionen: Demnach ist zu unterscheiden zwischen der Vielfalt von Lebensbereichen, von geografischen bzw. regionalen Räumen, von kulturellen und ethnischen Gruppen sowie von gesellschaftlichen und politischen Interessen. Das heißt nicht, dass ein maximales Maß an Vielfalt funktional wäre. Irgendwann kollidiert Vielfalt mit Relevanz.

2.)    Relevanz ist idealerweise Maßstab und Resultat einer angemessenen journalistischen Komplexitätsreduktion in Form journalistischer Selektionsentscheidungen. Journalistinnen und Journalisten sollten also aus der täglichen Informationsflut diejenigen Ereignisse und Themen für eine Veröffentlichung auswählen, welche für Individuen und Gesellschaft wichtig und nützlich sind. Nach Schatz und Schulz ist ein Sachverhalt nie aus sich heraus relevant, sondern immer erst dann, wenn er eine potentielle oder reale Wirkung auf andere Ereignisse, Zustände oder Handlungen hat.

3.)    Beide der bereits genannten Dimensionen sind im Grunde Bedingungen für die dritte Dimension, die der Professionalität. Denn professionelles journalistisches Handeln ist ohne die Beachtung von Vielfalt und Relevanz nicht möglich. Unterscheiden kann man zwischen gestalterischer Professionalität, welche beispielsweise die ästhetische oder verständliche Darstellung beinhaltet, und inhaltlicher Professionalität, die wiederum nach analytischer und deskriptiver Qualität zu differenzieren ist. Analytische Qualität stellt sich dar in der Funktion der Medien, Transparenz zu schaffen. Von derartiger Qualität sind Medienprodukte, wenn sie investigativ und kritisch arbeiten, erklären und aufklären. Es geht also um die demokratietheoretisch essenzielle Kritik- und Kontrollfunktion. Deskriptive Qualität ist ein Äquivalent von Objektivität, also inwiefern Journalisten Ereignisse und unterschiedliche Aspekte sachgerecht und unparteilich darstellen, ohne die Rezipientinnen und Rezipienten einseitig beeinflussen zu wollen.

Allerdings sind die Operationalisierungen dieser Qualitätsdimensionen nicht in Stein gemeißelt. Journalismus passt sich kontinuierlich (wenn auch träge) u.a. den (vermeintlichen und ebenfalls dynamischen) Erwartungen seiner Publika sowie seinem wettbewerblichen und technologischen Umfeld an. Daher sollten auch die Instrumente zur Messung von Qualität nicht starr bleiben und sich an Maßstäben aus dem 20. Jahrhundert orientieren. Zudem existiert journalistische Qualität nicht im luftleeren Raum, sie entfaltet sich erst im Wechselspiel mit den Publika. Denn ohne dass Rezipienten ihre Aufmerksamkeit einbringen, kann Journalismus keinen Nutzen stiften. Befragungen demonstrieren, dass Rezipientinnen und Rezipienten Eigenschaften wie Glaubwürdigkeit, Sachgerechtigkeit, Objektivität, aber auch ein persönlicher Mehrwert am wichtigsten sind.

Debatten im Zusammenhang mit der Entwicklung journalistischer Qualität werden oft unter dem Stichwort Boulevardisierung oder Tabloidization geführt. Darunter kann man die auf Medienebene zu verortende „Adaption populärer Erzähl- und Berichterstattungsformen sowie von Mustern der Themenselektion in Formaten des Informationsjournalismus“[1] verstehen. Boulevardjournalismus, gekennzeichnet von einer ausgeprägten Orientierung am (Kauf-)Kunden, wird dabei gern als Gegenpol zum „Qualitätsjournalismus“ konzipiert. Eine solche dichotome Unterscheidung ist heute aufgrund von Entdifferenzierungen auf verschiedensten Ebenen der öffentlichen Kommunikation kaum mehr tragbar. Festhalten lässt sich dennoch, dass Boulevardjournalismus weniger an Neutralität, Vielfalt und Objektivität gelegen ist als an „Simplifizierung, Personalisierung, Emotionalisierung und Orientierung an den Interessen seiner Leserschaft“[2].

Auf Beitragsebene (in Abgrenzung zur Boulevardisierung auf Medienebene und Infotainment auf Genreebene) spricht man von Soft(ening) News. Hier stehen sich Soft und Hard News gegenüber. Sie unterscheiden sich in Bezug auf die Themen, den Fokus und den Stil der Beiträge. Je politisch relevanter eine Nachricht ist, je mehr sie thematisch berichtet, sich auf die gesellschaftlichen Folgen von Ereignissen konzentriert und in ihrem Stil unpersönlich und emotionslos ist, desto eher kann man sie unter Hard News subsumieren. Soft News demgegenüber sind kaum politisch relevant, berichten episodenhaft, konzentrieren sich auf individuelle Folgen von Ereignissen und weisen einen subjektiven und emotionalen Stil auf.

Wie kann es dazu kommen?

Die Entkopplung von Inhalt und Distribution im Internet sowie dessen Plattformisierung haben zu erheblichen Strukturbrüchen in den Anzeigen- und Lesermärkten von Nachrichtenorganisationen geführt. Rückläufige Auflagen, sinkende Werbeerlöse, steigende Herstellungs- und Zulieferungskosten sowie die aufgrund schwach ausgeprägter Zahlungsbereitschaften bestehenden Schwierigkeiten in der Finanzierung journalistischer Leistungen durch direkte Erlöse haben zu zahlreichen Umstrukturierungs- und Konsolidierungsprozessen von Zeitungsverlagen geführt. Diese haben sich durch die Corona-Krise nochmals verschärft und die Finanzierung von (lokalem) Qualitätsjournalismus insbesondere durch kleinere Verlage weiter erschwert. Infolge dieses Kostendrucks sind die journalistischen Textanteile rückläufig und es gibt (zumindest in der Schweiz) Anzeichen, dass journalistische Inhalte zunehmend mehrfachverwertet und Agenturmeldungen unverändert übernommen werden. Dementsprechend nehmen Journalistinnen und Journalisten, wenn auch auf moderatem Niveau, einen wachsenden Einfluss von Profit- und Marktorientierung im Journalismus wahr.

Angeheizt durch einen zunehmend intensiven Wettbewerb verschiedener (nicht zwangsläufig journalistischer) Akteure um das begrenzte Zeitbudget von Individuen, wächst der (kurzfristige) Anreiz, über boulevardeske Elemente Aufmerksamkeit zu erzielen. Allerdings muss dabei ergänzt werden, dass die Auflagen von Tageszeitungen in Deutschland bereits seit etwa Mitte der 1980er-Jahre rückgängig sind.[3] Das spricht dafür, dass die Ursachen für die abnehmende Attraktivität von Zeitungen nicht lediglich mit Verweis auf das Internet externalisiert werden können – was Journalisten aber gerne tun.

Wie hat sich das bislang entwickelt?

Anlass für inhaltsanalytische Untersuchungen journalistischer Qualität gaben Strukturumbrüche wie die Pressekonzentration Ende der 1960er Jahre. Es stellte sich die Frage, ob und inwieweit die Einstellung und Fusion von Presseprodukten Auswirkungen auf die journalistische Qualität haben. Doch insgesamt mangelt es trotz regelmäßiger Kassandrarufe angesichts eines angeblichen Verfalls journalistischer Maßstäbe zumindest in Deutschland an langfristig angelegten, intermedialen Studien zur Entwicklung journalistischer Qualität. Im Gegensatz dazu veröffentlicht das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft in der Schweiz seit über zehn Jahren das Jahrbuch Qualität der Medien.[4] Es verfolgt das Ziel, gattungsübergreifend die Qualität der reichweitenstärksten Schweizer Medien zu messen und in Form eines Qualität-Scores vergleichbar zu machen. Dort konnten die Forscherinnen und Forscher für den Untersuchungszeitraum 2015-2019 keine eindeutige Abnahme der journalistischen Qualität von Abonnementzeitungen (Print wie Online) oder Boulevardzeitungen (ebenso Print wie Online) feststellen. Im Gegenteil, die Qualität gedruckter Boulevardzeitungen in der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren sogar etwas gebessert – wenn auch auf niedrigem, deutlich unterhalb von Abonnementzeitungen zu verortendem Niveau. Über alle Medientypen hinweg litten in den vergangenen Jahren allerdings insbesondere die thematische und geografische Vielfalt und, dem nachgeordnet, der Umfang politischer Hintergrundberichterstattung.

Auch in anderen westlichen Ländern durchgeführte Studien weisen auf differenzierte statt pauschaler Entwicklungen journalistischer Qualität hin. So stellte Karlsson (2016) in seiner Inhaltsanalyse von verschiedenartigen schwedischen und britischen Onlinezeitungen im Untersuchungszeitraum 2002 bis 2012 fest, dass der Umfang politischer Berichterstattung im Zeitverlauf zwar rückläufig war und Lifestyle-Themen den größten Zuwachs verzeichneten. Gleichzeitig büßten aber auch Blaulicht- und Unterhaltungsthemen an Umfang ein, während sich wirtschaftliche Berichterstattung ausweitete. Der Autor vermutet, dass die Kosten für die Produktion dieser Arten von Inhalten und ihre Attraktivität für Werbetreibende die Entwicklungen begründen könnten.

Auch in sozialen Medien scheint ein News Softening derzeit vielmehr eine akademische Befürchtung als eine Tatsache zu sein. Bisherige Studien konnten ebenjenes Phänomen nur in moderatem Umfang beobachten. Eher scheinen Social-Media-Redakteure die Plattformlogiken mit professionellen journalistischen Normen und strategischen Kalkülen (wie dem Schutz der Medienmarke) abzuwägen.

Wie geht es (vielleicht) weiter?

Den folgenden Abschnitt möchte ich nun nutzen, um mich der Spekulation hinzugeben – wie könnte sich Journalismus, vor allem unter dem Einfluss digitaler Plattformen, weiterentwickeln? Hervorheben möchte ich drei aus der Forschungsliteratur identifizierte Trends:

1. Zunehmende Visualisierung: Audio und Video gewinnen bei der Verbreitung und Aneignung von Wissen auf Kosten textbasierter Formate derart an Popularität, dass in der Tradition des Medientheoretikers Walter Ong (1991) bereits von einer Rückkehr zur Oralität die Rede ist.[5] Noch stellt allerdings Text die nutzerseitig populärste Form für Onlinenachrichten dar. Etwa zwei Drittel der im Digital News Report[6] befragten erwachsenen Onliner bevorzugen Nachrichten in Text- gegenüber Nachrichten in Videoform. Ältere Onliner äußern dabei eine geringer ausgeprägte Präferenz für Nachrichtenvideos im Internet als jüngere. Begründet wird die Vorliebe von Text gegenüber Video mit der als einfacher und schneller empfundenen Lektüre von Artikeln.

2. Zunehmende (algorithmische) Entbündelung journalistischer Beiträge: Damit ist gemeint, dass Social-Media-Plattformen Nachrichtenartikel aus ihrem ursprünglichen redaktionellen Kontext lösen und in ihren personalisierten Feeds algorithmisch mit anderen, nicht unbedingt journalistischen Inhalten Dritter kombinieren. Der Wettbewerb um journalistische Inhalte verlagert sich damit auf die Ebene einzelner Beiträge, die nicht einer redaktionellen Linie folgen, sondern sich an individuell quantifizierten Nutzerpräferenzen orientieren. Auf den Plattformen stellen die journalistischen Beiträge allerdings nur dekoratives Beiwerk dar. Darüber hinaus gibt es mehrere Quellenebenen – neben der Medienmarke selbst kann auch die Plattform oder die Person, die einen Artikel teilt, als Quelle des Artikels wahrgenommen werden.

3. Zunehmende Fragmentierung und optische Homogenisierung: So begünstigen die Anforderungen und Metriken der Plattformen sowie die mobiloptimierte Ausspielung kurze Inhalte bis hin zu Mikroformaten. Darüber hinaus schränken die Betriebssysteme mobiler Geräte und digitale Plattformen den Layout-Spielraum journalistischer Beiträge ein. Das macht die dort ausgespielten Medieninhalte (zumindest optisch) weniger unterscheidbar.

Was sollte getan werden?

Es ist davon auszugehen, dass der aufgeworfene Strukturwandel sich auf die Informiertheit, die ein elementarer Faktor für Meinungsbildungsprozesse ist, auswirkt. Dass ein positiver Zusammenhang zwischen Mediennutzung und der Aneignung (politischen) Wissens besteht, steht außer Zweifel. Doch auf lange Frist können sich News Softening, insbesondere der Rückgang an Hintergrundberichterstattung, sowie eine Entbündelung, Visualisierung und Fragmentierung von Nachrichten negativ auf die Einordnungsleistungen von Rezipientinnen und Rezipienten auswirken.

Daher sollten wir als Gesellschaft überlegen, wie wir journalistische Qualität (und insbesondere ihre Vielfalt), oder, noch drastischer, überhaupt die Existenz von Journalismus, durch öffentliche, staatsferne Förderung unterstützen können.[7] Schließlich könnte eine Zuwendung zusätzlicher Ressourcen es Nachrichtenorganisationen erlauben, (wieder) mehr Hintergründe und mehr kritische Berichterstattung anzubieten.  

 

 

Weiterführende Literatur

Karlsson, M. B. (2016). Goodbye politics, hello lifestyle. Changing news topics in tabloid, quality and local newspaper websites in the U.K. and Sweden from 2002 to 2012. Observatorio Journal, 10(4), 150–165.

Lünenborg, M. (2016). Boulevardisierung im Journalismus. In K. Meier & C. Neuberger (Hrsg.), Journalismusforschung (S. 317–338). Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. https://doi.org/10.5771/9783845271422-317

Ong, W. J. (1991). Orality and literacy: The technologizing of the word. Routledge.

Reinemann, C., Stanyer, J., Scherr, S., & Legnante, G. (2012). Hard and soft news: A review of concepts, operationalizations and key findings. Journalism: Theory, Practice & Criticism, 13(2), 221–239. https://doi.org/10.1177/1464884911427803

Schmidt, M. G., Gessner, F., & Badura, L. (2017). Die Publikumsnorm. Eine Studie zur Leserbeurteilung der Qualität journalistischer Online-Artikel unter Berücksichtigung des Einflussfaktors Medienreputation. Medien & Kommunikationswissenschaft, 65(1), 45–63. https://doi.org/10.5771/1615-634X-2017-1-45

Steiner, M. (2020). Soft Presentation of Hard News? A Content Analysis of Political Facebook Posts. Media and Communication, 8(3), 244–257. https://doi.org/10.17645/mac.v8i3.3152

Udris, L. (2020). IX. Medienqualität. In fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich (Hrsg.), Qualität der Medien. Jahrbuch 2020 (S. 121–134). Schwabe Verlag.

 

[1] Lünenborg, M. (2016). Boulevardisierung im Journalismus. In K. Meier & C. Neuberger (Hrsg.), Journalismusforschung (S. 317–338). Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. S. 321. https://doi.org/10.5771/9783845271422-317

[2] Lünenborg, 2016, S. 322.

[3] https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/zeitungen-in-der-krise-medienwandel-und-internet-13089556.html

[4] https://www.foeg.uzh.ch/de/jahrbuch-qualit%C3%A4t-der-medien.html. Für eine kritische Betrachtung aus journalistischer Sicht siehe: https://medienwoche.ch/2013/09/30/vergangenheit-verklaeren-gegenwart-verachten-2/   

[5] https://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/mediengeschichte-und-muendlichkeit-am-anfang-war-das-gesprochene-wort-ld.132298

[6] https://www.digitalnewsreport.org/

[7] Für einen Vorschlag hierzu siehe: https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/medien/pdf/210512-gutachten-journalismusfoerderung.pdf