über mich

Von Heide TarnowskiRSS-Newsfeed neuer Artikel von Heide Tarnowski

Herbst 2019

Ich wurde 1943 in Masuren, damals Ostpreußen, geboren.
Im Herbst 44, einen Tag bevor die Russen in der Stadt waren, sind wir nach Sachsen geflohen und 45 in Oberfranken angekommen. 1950 sind wir nach Augsburg umgezogen. „Hura-Flichtling“ war hier eine alltägliche Beschimpfung.

Hier machte ich Abitur, dann studierte ich in Tübingen und München Philosophie, Germanistik und Geschichte.
Ich habe geheiratet und bekam zwei Töchter.
Mit 35 noch einmal Studium mit Promotion über Arthur Schnitzler: Flucht in die Finsternis.

Es folgte die Scheidung und die Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Augsburg.

Danach führte ich im Auftrag des DAAD Kurzzeitdozenturen in Westafrika durch, an den Universitäten von Ouagadougou, Burkina Faso, und Cotonou, Benin.

Als freie Autorin und Fotografin schrieb ich drei fast veröffentlichte Bücher:

Ramadan. Ein Experiment. Roman. Eine Vatergeschichte.Der erste Luchterhand-Lektor hatte es angenommen, der zweite für das nächste Frühjahrsprogramm vorgeschlagen. Aber dem Verleger passte es nicht ins Programm.

borderline. Meine Reise nach Palästina. Erzählungen von Begegnungen in Israel, Syrien, Jordanien, Ägypten. Eine Redakteurin vom Hessischen Rundfunk hatte es angenommen und in der Schublade versenkt. Sie war alkoholkrank. Ich bekam nach zwei Jahren ein Abschlagshonorar. Da war die Aktualität für den BR, der auch Interesse gehabt hatte, schon vorbei.

aufgebrochenOder warum Ouagadougou. Roman. Eine Mutter-Tochter-Geschichte.
Die Lektorin, die es angenommen hatte, wurde zweimal hintereinander risiko-schwanger und ist nach Bali ausgewandert. Ihr männlicher Nachfolger wollte den Text nicht übernehmen.

Ich machte Reisereportagen aus dem Nahen Osten: Israel, Ägypten, Jordanien, Syrien.

Aus Nordafrika: Tunesien, Marokko, Algerien, Ägypten.

Und Schwarzafrika: Burkina Faso, Benin,Togo, Ghana, Elfenbeinküste. Senegal, Mauretanien, Niger, Mali.

In Mali sind Freundschaften entstanden, sieben Mal war ich in Timbuktu – bis die Islamisten kamen, vor denen die Stadt noch immer bedroht wird. Dort habe ich nach dem ersten Überfall, ein Internetcafé eingerichtet, das beim nächsten Überfall zerstört wurde.

Von 2000 bis 2017 habe ich Asylbewerber unterrichtet.

Veröffentlichungen:
Arthur Schnitzler: Flucht in die Finsternis. Eine produktionsästhetische Untersuchung. Dissertation. Fink-Verlag.
Verschiedene literaturwissenschaftliche Publikationen.
Kurze Prosatexte in Sammelpublikationen.
Reisereportagen in der Frankfurter Rundschau, der Berliner ZeitungGlobo u.a.
Für Kinder eine Serie zu Westafrika im Bunten Hund. Beltz-Verlag.